Brüssel erwartet bis Jänner Kompromissvorschläge von Google

19. Dezember 2012, 08:36

Die EU wirft dem Konzern Missbrauch von Marktmacht vor

Im Streit mit Google setzt die EU-Kommission dem Internet-Konzern eine Frist bis Jänner, um Bedenken gegen seine Geschäftspraktiken auszuräumen. Bis dahin müsse die US-Firma nach den Fortschritten der bisherigen Schlichtungsgespräche detaillierte Kompromissvorschläge unterbreiten, forderte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Dienstag nach einem Treffen mit Google- Verwaltungsratschef Eric Schmidt. 

Verbindliche Zusagen

Anschließend würden diese geprüft und möglicherweise nach einem Markttest in verbindliche Zusagen umgewandelt. 

Benachteiligung anderer Unternehmen

Brüssel wirft dem Konzern den "Missbrauch von Marktmacht" vor und mahnt deshalb die Änderung seiner Geschäftspraktiken an. Nach Ansicht der Kommission benachteiligt das Unternehmen unter anderem konkurrierende Firmen bei der Anzeige von Suchergebnissen und nutzt die Inhalte anderer Suchanbieter ungefragt für eigene Zwecke. 

Geldstrafen abwenden

"Seit Aufnahme unserer vorläufigen Gespräche im Juli haben wir unsere Meinungsverschiedenheiten deutlich reduziert", sagte Almunia. Mit einer einvernehmlichen Lösung könnte Google mögliche Geldstrafen durch die EU-Wettbewerbshüter abwenden. (APA, 19.12.2012)

Links:

Google

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.