Caps und Zagreb geben sich keine Blöße

18. Dezember 2012, 22:56

Spitzenreiter gewinnen weiter im Gleichschritt - Erneut Ärger in Salzburg

Wien/Zagreb - Die Vienna Capitals und Medvescak Zagreb haben ihre Position als Topteams der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) am Dienstag in den Nachtragsspielen der 31. Runde unterstrichen. Die Caps verteidigten ihre Tabellenführung mit einem 3:2 (1:0,2:1,0:1) zu Hause gegen Znojmo. Zagreb blieb den Wienern aber mit einem ungefährdeten 3:0-Heimsieg gegen Schlusslicht HC Innsbruck auf den Fersen. Ein Punkt trennt die Spitzenreiter.

Die Capitals mussten vorerst noch ohne ihre Neuerwerbung Justin Keller auskommen. Die Spielgenehmigung für den kanadischen Goalgetter war nicht rechtzeitig eingetroffen. Dennoch landeten die Wiener nach dem Halbfinal-Einzug bei der European Trophy ihren dritten Ligasieg in Serie. Markus Schlacher brachte den Tabellenführer kurz vor der ersten Drittelpause in Führung (20.).

Nach dem Ausgleich durch Martin Planek (23.) lenkte Caps-Kapitän Benoit Gratton einen Schuss von Jamie Fraser mit dem Kinn ins Tor (27.). Der Kanadier bezahlte den Treffer mit einem stark blutenden Cut am Kinn und kam im Schlussdrittel nicht mehr aufs Eis zurück. Mit Landsmann Francois Fortier fehlte den Wienern ein weiterer Topstürmer verletzungsbedingt.

Dennoch stellte Marcus Olsson noch in einem starken Mitteldrittel auf 3:1 (39.). Im Schlussabschnitt kontrollierten die Caps die Partie. Der Anschlusstreffer durch Jan Lattner fiel erst 57 Sekunden vor Schluss - und damit zu spät für Znojmo. Die Tschechen verloren damit auch das dritte Saisonduell mit den Capitals.

Gleiches gilt für Innsbruck mit Zagreb. Der Tabellenletzte war in Kroatien zwar nicht chancenlos, in der Offensive aber zu ineffizient. Die Tore erzielten die Gastgeber durch Miller (18.), Buck (22.) und Koren (42.). Für Tiroler war es die sechste Niederlage in Serie. 

Salzburg-Stürmer Brassard setzte sich ab

Ungereimtheiten gab es am Dienstag erneut aus Salzburg zu vermelden, wo der Kanadier Derick Brassard am Dienstag überraschend Fersengeld gab. Der NHL-Stürmer von den Columbus Blue Jackets ist aut Angaben von Red Bull unrechtmäßig aus seinem Vertrag ausgetreten und zurück in seine Heimat geflogen. Vergangene Woche habe sich der 25-Jährige noch für einen Verbleib beim Tabellenneunten ausgesprochen.

Brassards Sinneswandel dürfte für die Salzburger nun bereits den ersten von drei möglichen Tauschvorgängen nach der vergangenen Samstag verstrichenen EBEL-Frist zur Kadermeldung erforderlich machen. Der Klub wird laut eigenen Angaben auch den Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) über den unrechtmäßigen Vertragsaustritt informieren und will alle rechtlichen Mittel ausschöpfen. Brassard hat in sechs Ligaspielen für Salzburg vier Tore und ein Assist erzielt. (APA/red - 18.12. 2012)

ERGEBNISSE, 31. Runde:

Vienna Capitals - HC Znojmo 3:2 (1:0,2:1,0:1). Eissportzentrum Kagran, 4.010 Zuschauer, SR Fajdiga/Gebei. Tore: Schlacher (20.), Gratton (27.), Olsson (39.) bzw. Planek (23.), Lattner (60.). Strafminuten: 4 bzw. 6

KHL Medvescak Zagreb - HC TWK Innsbruck 3:0 (1:0,1:0,1:0). Zagreb, 5.200, SR Fussi/Trilar. Tore: Miller (18./PP), Buck (22.), Koren (42.). Strafminuten: 11 bzw. 21

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7 Postings
Brassard:

Obviously opened a new pagé in the book of RB Drama.

bald wird sich die nhlpa nicht mehr mit dem lockout beschäftigen, sondern nur mehr mit rbs

RBS ist für Spieler halt einfach das Sprungbrett nach Nordamerika.

wie wenn sie sich bis jetzt damit beschäftigt hätten...

lyle seitz ist schon am youtube videos verschicken...man sieht darin verschwommen einen flüchtenden Brassard am Flughafen. leicht zu erkennen an der Red Bull Dose in der Linken und der riesigen Hockeytasche in der Rechten.

ich rechne mit 12-15 Spielen EBEL-Sperre, vollkommener Uneinsicht von Papa Page, wütenden RB Presseaussendungen und einem Derick dem das Ganze am Arsch vorbei geht!

Wird ziemlich sicher so ausgehen.

Außer, der Mateschitz nimmt's persönlich, dann kauft er die Jackets, benennt sie um in Columbus Red Bulls und schickt den Brassard ins Farmteam. das wäre schon irgendwie wieder cool.

genau, und statt des böllers wird eine geschüttelte dose cola aufgerissen ;)

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