Der Weihnachtsbaum bringt tausende Insekten und Spinnentiere ins Haus

  • Was da im Geäst schlummert und dann zur Bescherung aufwacht, sind keine Weihnachtselfen - aber auch nichts, wovor man Angst haben müsste.
    foto: apa/dpa

    Was da im Geäst schlummert und dann zur Bescherung aufwacht, sind keine Weihnachtselfen - aber auch nichts, wovor man Angst haben müsste.

Gliederfüßer im Winterschlaf halten Wärme und Licht für den Frühlingsbeginn und erwachen zu neuem Leben

Mag sein, dass diese Nachricht die Vorfreude auf den Heiligen Abend ein wenig trüben könnte: Mit dem Nadelbaum holt man sich jedes Jahr eine riesige Gliederfüßer-Schar im Winterschlaf in die Wohnung, in der Regel bleiben die winzigen Krabbeltiere aber unentdeckt.

"Sie überwintern, und üblicherweise entleeren sie ihre Körper von ihren Flüssigkeiten und sind vollständig inaktiv. Aber wenn der Baum sich in der Wärme des Wohnzimmers wiederfindet, erwachen sie wieder zum Leben", erklärt der Biologe Bjarte Jordal von der Universität Bergen in Norwegen.

Bis zu 25.000 Insekten und Spinnentiere

Die Milben, Käfer, Spinnen, Falter und anderen Insekten, die gewöhnlich auf den Bäumen leben, würden die Wärme und das Licht für den Beginn des Frühlings halten und davon erwachen, sagt der Insektenforscher. Studien zeigten, dass bis zu 25.000 Insekten und Spinnentiere auf einem Baum leben. Doch für Sorgen gebe es keinen Anlass, betont Jordal. Die meisten dieser Kleinstlebewesen seien für das bloße Auge unsichtbar und blieben brav auf ihrem Baum. (APA/red, derStandard.at, 18.12.2012)

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