Obama unterstützt Gesetz zum Verbot von Sturmgewehren

18. Dezember 2012, 21:20

US-Präsident nennt erstmals konkrete Maßnahme nach Amoklauf

Washington - US-Präsident Barack Obama hat seine Unterstützung für ein geplantes Gesetz zum Verbot von Sturmgewehren erklärt. Obama stehe hinter der von der demokratischen Senatorin Dianne Feinstein angekündigten Initiative, teilte das Weiße Haus am Dienstag mit. Damit äußerte sich der Präsident erstmals seit dem Amoklauf an der Grundschule von Newtown konkret zu einem Gesetz zur Verschärfung des Waffenrechts.

Feinstein hatte angekündigt, bei der ersten Sitzung im neuen Jahr am 3. Jänner ein strengeres Waffengesetz in den Senat einzubringen. Dem Entwurf zufolge sollen der Verkauf, der Transfer, die Herstellung sowie der Import von rund einhundert Modellen von Sturmgewehren verboten werden. Auch Magazine mit mehr als zehn Schüssen sollen für Privatpersonen künftig tabu sein.

Bei dem Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown waren am Freitag 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen worden. Der Täter, der zuvor zuhause auch seine Mutter ermordet hatte, richtete sich nach der Bluttat selbst. Obama hatte in ersten Reaktionen Konsequenzen aus der Tragödie gefordert, wollte sich aber "in den kommenden Wochen" konkreter zu dem Thema äußern. Grundsätzlich unterstützte Obama aber bereits eine Neuauflage eines im Jahr 2004 ausgelaufenen Verbots von halbautomatischen Waffen wie Sturmgewehren. (APA, 18.12.2012)

Share if you care
15 Postings

Sicher mal ein guter Anfang... Ich kenne mich nicht so mit Waffen und -gesetzen aus, aber ich hab da noch YouTube-Videos im Kopf, wo Rednecks mit M16s (oder wars eine M4A1) jagen gegangen sind...

Ist das bis jetzt legal gewesen??? Alleine das wäre ein Wahnsinn, selbst wenn es nur halbautomatische Zivilversionen wären... Wofür braucht man eine solche Waffe? Als Jagdwaffe wenig tier-gerecht und 30 Schuss zur Verteidigung von Hab und Gut? Da renn ich dann doch lieber weg...

Ein "Komplettverbot" ist "nicht" geplant!

Anscheinend sollen Jäger und Sportschützen vom Verbot ausgenommen werden. Auch bei uns betreiben viele den Schießsport mit Halbautomaten und gehen viele Jäger, vor allem die Jüngeren mit Halbautomaten jagen. Außerhalb dieser beiden Gruppen aber dürfte die Verbreitung bei "uns" nahe Null sein.

Kalifornien hat dieses Gesetz bereits. Allerdings wer wirklich will kauft sich die Einzelteile und baut es selbst zusammen -> nicht verboten.
Der "Durchschnittsbürger" allerdings kommt dadurch nicht mehr so leicht dran und ich glaube darum gehts denen. Sozusagen einen gewissen Teil der Bevölkerung aussieben. Wir machen das halt per Psycho-Test und regelmäßige Kontrollen der Waffenbesitzer.

Vielleicht gehts ja tatsächlich in eine vernünftige Richtung.

naja...

in newtown wars anscheinend eine ar15, also praktisch eine m16 als halbautomat. ich glaub jetzt weniger, daß in a mit einem auf halbautomat umgebautem aug (vulgo stg 77) gejagt wird

imho haben solche eindeutig militärischen waffen in privathand nichts zu suchen

2 Gemeinden weiter in einer Eigenjagd jagen ein

paar (inkl. dem Eigentümer) mit AUG-Z und AR15. Mit AR15 kenne ich ein paar Jäger -> nimmt zu.

Wieso auch nicht. Ist ja auch nichts anderes als die Jagdhalbautomaten der großen Jagdwaffenhersteller wie zb. Sauer 303.

Man muss aber dazusagen, man darf in fast allen Bundesländern Österreichs und fast in der ganzen EU nur dann mit Halbautomaten jagen, wenn man das Magazin umbauen hat lassen oder gleich eines gekauft hat, dass max. 2 Patronen aufnehmen kann. Mehr als 3 Patronen in einem Halbautomaten sind bei der Jagd meist illegal. Ghostloading ist auch meist illegal ...

Halbautomaten(Schrot) haben vor allem bei der Jagd auf gewisse extrem intelligente Vögel einen großen Vorteil, ansonsten überwiegen die Nachteile (3 Patr.) oft die Vorteile

Okay, wieder was gelernt... wobei ich doch ein paar Jäger kenne und alle mit "normalen" Jagdgewehren herumrennen, die mehr kosten als mein Auto noch wert ist... ;)

Es wäre in den USA wahrscheinlich schon mal ein guter Anfang, wenn eine Hausfrau mit psychisch gestörtem Sohn eine Halbautomatik im Kuchlkastl liegen haben dürfte...

Ich meine, es gibt einfach (selbst nach US-Definition) keinen guten Grund, dass ein einfacher Privatmann eine solche Waffen führen sollte. Okay, laut US-Verfassung meinetwegen eine Pistole, mit der man sein Hab und Gut verteidigen kann, aber wie realistisch ist es, dass man eine Reichweite von 100+ Metern und 30 Schuss zur Selbstverteidigung braucht...?

Wer sich eine Waffe leisten kann die vom Wert

her einem Mittelklassewagen entspricht, ist vermutlich auch noch einer der Jäger die sich bei der Jagd auch noch mit den ehemaligen Adelstiteln ansprechen lässt. Da kommen einem schon traurige Gestalten unter, die saugrantig werden, wenn man sie nicht mit Baron etc. anspricht.

Wenn sie mal gesehen haben wie so jemand mit 30 Hunden und einer Saufeder auf einen Keiler bei einer Treibjagd losgeht und wie wurscht es dem ist dass jedesmal bei der Treibjagd ein paar Hunde nicht mehr mit nach Hause kommen, dann verlieren sie zumindest vor diesem Menschen den Respekt.

Dann gibts aber halt auch noch viele die haben das Geld, freuen sich über das sauteure schöne Stück und sind die komottesten Typen der Welt.

Gibt halt solche und solche ...

Gut geraten... ;)

Ich fahr tatsächlich Mittelklasse. :)

Jagd & (Treib-)jagd sind imho 2 verschiedene Paar Schuhe - wer schon mal einschlägige Videos (z.B. aus Jagdshops alà Kettner) gesehen hat, kann Letzteres nicht mehr gutheißen... unpräzises Gemetzel und haufenweise Streifschüsse udgl.

Ist aber ein eigenes Thema, auf jeden Fall check ich nicht, wie man je auf die Idee kommen konnte, dass in den USA jedermann solche Kaliber ohne spezielle Besitzkarte oder Psychotests überhaupt kaufen kann?

War das zur Resozialisierung von Kriegsveteranen gedacht, die dann mit ihrem geliebten Sturmgewehr noch ein bisschen auf Dosen im Garten ballern können...?

Sehen sie obwohl ich für ein liberales Waffenrecht

bin, kann ich diesen Punkt wie jeder ohne irgendwas einfach alles kriegen kann, auch nicht verstehe.

Psychotests, alle 5 Jahre Kontrollen wie es bei uns ist, hat Sinn.

Treibjagden an sich sind oft gar nicht sooo schlecht und bei dem aktuellen Sauenproblem gehts ohne gar nicht mehr. Im Bezirk waren ja gerade die großen Treibjagden. Bei einer wurden über 100 Wildschweine erlegt. Kugeln pro getöteten Wild: 1.4, angeschweist wurde fast nichts, aber halt manchmal verfehlt.

Bei assault weapon spuckt das Wörterbuch Sturmgewehr aus.
Gemeint ist aber assault weapon im Sinne des Verbots von '94. dh halbautomatische Pistolen, halbautomatische Gewehre, halbautomatische Schrotflinten. Also deutlich mehr als "nur" Sturmgewehre.

Vollautomatische Waffen fallen jetzt schon unter den NFA und benötigen damit einen Background check etc. Außerdem sind sie sehr teuer, damit rennt eigentlich keiner Amok.

Kauf von vollautomatische Wassen in den USA

Mann brauch nicht nur ein Background check, sondern auch eine besondere Berechtigung und muss eine Steuermarke haben, um vollautomatische Waffen zu kaufen. Zirka 50% alle Amerikaner haben eine Waffe im Hause, ich kenne aber niemand der eine vollautomatische Waffe besitzt. Angeblich kriegen die Leute, die sollche Waffen besitzen, sehr oft Polizeibesuch.

Und die Marines ziehen in Zukunft mit Steinschleudern ins Feld ;-)

"US-Präsident Barack Obama hat seine Unterstützung für ein geplantes Gesetz zum Verbot von Sturmgewehren erklärt."

Sollte das so kommen,

wird der Schwarzmarkt aufblühen.
Den nächsten Amoklauf wirds auch nicht verhindern.
js

Ich würde schon behaupten, dass sowas die Hemmschwelle hochsetzen könnte, wenn man sich auf illegalem Wege Waffen besorgen muss... alleine schon, weil es z.B. für einen Jugendlichen einen Unterschied macht, ob er ein paar tausend Dollar zusammenkratzen muss oder einfach nur eine bereits vorhandene Waffe fladert... es gibt in jedem Nest einen Wall-Mart, aber sicher keinen florierenden Waffenbasar.

Im Fall Newtown waren es ja schließlich auch legale Waffen der Mutter, und anscheinend ist es mit der Verwahrung dieser dort auch nicht weit her.

Hoffentlich haben Sie recht.

js

Wenn's nur einen Amoklauf verhindert, kann es nicht schaden.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.