Deutsche Bank: Keine Peanuts

Kommentar | Birgit Baumann, 18. Dezember 2012, 18:17

Und schon ist es wieder da, das Klischee von den gierigen Bankern

Man muss sich nicht sorgen, dass die Rechtsabteilung der Deutschen Bank bald Kurzarbeit anmelden könnte. Im Marathonprozess gegen die Erben des Medienunternehmers Leo Kirch droht eine kostspielige Niederlage, im Zusammenhang mit dem Handel von CO2-Zertifikaten wird wegen des Verdachts der Geldwäsche, Steuerhinterziehung sowie versuchter Strafvereitelung ermittelt. Daneben gibt es Vorwürfe, die Bank habe an der Manipulation des Referenzzinses Libor mitgewirkt.

Alles sehr unangenehm. Genauso belastend allerdings ist das Verhalten von Ko-Chef Jürgen Fitschen. Ausgerechnet der "ehrbare Kaufmann", der dem Investmentbanker Anshu Jain an die Seite gestellt wurde, leistet sich einen solchen Lapsus und beschwert sich beim hessischen Ministerpräsidenten über die Razzia in seinem Haus.

Und schon ist es wieder da, das Klischee von den gierigen Bankern, die sich außerhalb der Regeln sehen. Ob die "Peanuts" (finanzielle Verluste für Handwerker im Zuge einer Megapleite) von Hilmar Kopper oder das Victory-Zeichen von Josef Ackermann: Die Arroganz der Chefs hat die Deutsche Bank schon oft in Misskredit gebracht.

Letztendlich aber lebt eine Bank vom Vertrauen ihrer Kunden. Das gilt auch für den deutschen Bankenprimus, Größe allein ist keine Existenzgarantie. Was bei der Deutschen Bank vorgeht, kann man nicht als "Peanuts" abtun. Es wird Zeit für den versprochenen Kulturwandel. (Birgit Baumann, DER STANDARD, 19.12.2012)

Es wird nicht Zeit für einen "Kulturwandel", es wird Zeit für eine Reregulierung des gesamten Banken- und Finanzwesens, massive Abschöpfung der nicht mehr gedeckten und nicht mehr reinvestierbaren Vermögens-"Werte" inklusive.

"Größe allein ist keine Existenzgarantie"

"too big to fail" heisst was?
und wurde in den letzten jahren wie oft als begründung für geschenke an banken verwendet?

"Letztendlich aber lebt eine Bank vom Vertrauen ihrer Kunden" Zitat

Letztendlich könnte man auch Dummheit schreiben.

Was ist an den "gierigen Bankern" ein Klischee?

Weil's die Wahrheit ist und manche Leute stört?

geduld...

in einem jahr sind die oesterr banken dran...

Banker machen nur das was die Politik an Spielraum geschaffen hat!

Die Politik ist gefragt zu Handeln und Rahmenbedingen zu schaffen das Verbrechen nicht möglich sind und sollte härter Bestrafen. Leider ist diese aber völlig überfordert oder mit der Selbbstbereicherung beschäftigt.

Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.

Anscheinend haben die Menschen seit Ford noch nichts dazugelernt.

Bildungsarbeit...........eben ausgezockt......!

http://www.youtube.com/watch?v=mLdDlfFHCvU

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