Abschiebegerüchte um steirische Landesrätin

"Reformpartnerschaft" soll erstes politisches Opfer mit sich bringen

Die steirische "Reformpartnerschaft" von SPÖ und ÖVP könnte - zumindest kursierenden Gerüchten zufolge - in Kürze ein erstes politisches Opfer mit sich bringen. In politischen Zirkeln der Landeshauptstadt Graz wird seit Tagen heftig spekuliert, ÖVP-Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer könnte die bei ihm in Ungnade gefallene Spitalslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder auf den Repräsentationsstuhl des Landtagspräsidenten abschieben.

Platz für Kronprinz

Die immer wieder auch als Zukunftshoffnung der steirischen ÖVP gehandelte Edlinger-Ploder soll mit einem Wechsel ins ruhige Präsidentenamt Schützenhöfers Kronprinzen, Klubchef Christopher Drexler, Platz machen. Damit hätte Schützenhöfer seinen potenziellen Nachfolger neben sich auf die Regierungsbank und in eine Nachrückposition gehievt, für den Fall, dass er sich vor der Wahl 2015 zurückzieht. Diese Spekulation macht jetzt die Runde, weil Landtagspräsident Manfred Wegscheider ausscheidet und demnächst nach Kapfenberg als SPÖ-Bürgermeister zurückkehrt.

In Edlinger-Ploders Büro werden die Gerüchte als "vorweihnachtliche Aufregung" belächelt. Ein Wechsel Edlinger-Ploders ins Präsidentenamt sei "absolut ausgeschlossen". Sie sei dafür noch "viel zu frisch und jung". (Walter Müller, DER STANDARD, 19.12.2012)

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