Ein langer Prozess-Weg

18. Dezember 2012, 18:05
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  • 18. Oktober 2005 Der US-Broker Refco meldet Konkurs an, die Bawag ist ein Hauptgläubiger. Es stellt sich heraus, dass die Geschäfte der Bawag mit Refco zur Verschleierung von Spekulationsverlusten dienten.
  • 17. November Bawag-Chef Johann Zwettler tritt zurück, Ewald Nowotny tritt an.
  • März 2006 Bawag-Aufsichtsratschef Günter Weninger teilt mit, er sei 2000 von Spekulationsverlusten mit Wolfgang Flöttl jun. informiert worden, die Bank sei am Rand der Insolvenz gestanden. Der ÖGB habe eine Garantie gegeben. Weninger tritt zurück. Die involvierten Bawag-Vorstände werden abgesetzt.
  • Dezember Die Bawag wird vom ÖGB für 3,2 Milliarden Euro an den US-Fonds Cerberus verkauft.
  • 6. März 2007 Die Bawag-Anklage steht. Den Ex-Chefs und anderen Organen wird in abgestufter Form Untreue, Betrug und Bilanzfälschung vorgeworfen.
  • 4. Juli 2008 Nach 117 Prozesstagen spricht Richterin Claudia Bandion-Ortner alle Angeklagten schuldig, acht müssten ins Gefängnis.
  • 19. Oktober 2010 Die Generalprokuratur zerpflückt das Bawag-Urteil und empfiehlt bei allen Angeklagten die Aufhebung des Strafausspruchs.
  • 25. April 2012 Start der Neuauflage des Bawag-Prozesses. Richter ist Christian Böhm, Anklägerin Soja Herbst.
  • 18. Dezember 2012 Am 29. Verhandlungstag folgen die Freisprüche. (bpf, DER STANDARD, 19.12.2012)
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