Immofinanz: Analysten erwarten Anstieg der Mieterlöse

18. Dezember 2012, 18:03
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Wien - Die Analysten der Bankinstitute Baader Bank, Erste Group und Raiffeisen Centrobank (RCB) erwarten für die am Donnerstag anstehende Halbjahreszahlenvorlage der heimischen Immofinanz ein solides Ergebnis.

Einheitlich wird von den Wertpapierspezialisten angemerkt, dass die Vergleichbarkeit zum Vorjahr, außer bei den Mieterlösen, nur sehr eingeschränkt möglich sei. Das vorangegangene Geschäftsjahr sei sehr stark von Fremdwährungseffekten und Neubewertungsergebnissen geprägt, begründeten sie den deutlichen Unterschied zum Vorjahreszeitraum.

Die Konsensusschätzung für die Mieterlöse zeigt einen Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und liegt bei 324,90 Mio. Euro. Den Zuwachs der Mieterlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum begründen die Experten einheitlich mit der Konsolidierung des russischen Einkaufszentrums Rostokino.

Das operative Ergebnis wird im Schnitt der Analystenschätzung bei 250,03 Mio. Euro liegen und damit sieben Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) wird durchschnittlich bei 329,45 Mio. Euro erwartet, 47 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Das Nettoergebnis wird im Mittel um 65 Prozent niedriger auf 92,37 Mio. Euro geschätzt.

Von den RCB-Analysten wird eine solide Immofinanz-Zahlenvorlage, ohne große Ausreißer nach oben oder unten, erwartet. Das Quartalsergebnis solle sich am Vorquartal orientieren, so der RCB-Experte. Somit wird von dem Wertpapieranalysten ein deutlich besseres Quartal als im Vorjahreszeitraum erwartet.

Die Bankexperten der Erste Group erwarten durch die gestiegenen Mieteinnahmen ebenfalls positive Auswirkungen auf das restliche Ergebnis. Im zweiten Quartal 2012/13 wurden laut Erste Group keine Projekte fertiggestellt, was keine positiven Effekte durch Neubewertungen nach sich zieht. Die Mietrenditen haben sich laut Erste-Schätzung ebenfalls seitwärts entwickelt, was zu keinen erheblichen Veränderungen im Vergleich zum Vorquartal führe.

Die Wertpapieranalysten der Baader Bank sehen den massiven Rückgang des Nettoergebnisses im Vergleich zum Vorjahr als eine Folge der fehlenden Fremdwährungseffekte im laufenden Geschäftsjahr. Ebenfalls positiv sollen sich laut den Experten die sinkenden Gemeinkosten auswirken. (APA, 18.12.2012)

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