Katastrophenhelfer: Plötzlich brennt's bei allen

Kommentar | Nina Weißensteiner, 18. Dezember 2012, 18:12

Ein Blick in die Archive zeigt, dass sich kaum ein Politiker je für die erschöpften Helfer entsprechend starkgemacht hat

Jetzt brennt es allen Parteien unter den Nägeln. Je näher die Volksbefragung über die Zukunft des Bundesheers rückt, desto mehr hofieren sie die eigentlichen Katastro- phenhelfer in diesem Land - nein, nicht die Wehrpflichtigen, sondern die 340.000 Mitglieder bei der Feuerwehr.

Zuerst rückte die SPÖ mit einem Modell aus, das den Freiwilligen bei Großeinsätzen eine Entgeltfortzahlung in ihren Zivilberufen garantieren soll, nun will die ÖVP mit den Ländern die Angelegenheit "intensiv behandeln und zu Ende denken" - und unter heftigem Kopfnicken fordert die Opposition auch gleich bessere Pensionsanrechnungszeiten für die Feuerwehrler (FPÖ), eine Ausweitung ihrer Unfallversicherung (Grüne) sowie Gratisimpfungen (BZÖ).

Und alle, wirklich alle wollen diese Lohnfortzahlung für Katastrophenfälle doch schon seit Jahren verlangt haben.

Doch die Realität sieht anders aus. Ein Blick in die Archive zeigt, dass sich kaum ein Politiker nach Hochwasser, Muren- oder Lawinenabgängen je für die erschöpften Helfer entsprechend starkgemacht hätte. Stattdessen müssen die Ehrenamtlichen bis heute bei Verdienstentgang einzeln um Geld bei den Gemeinden oder den Ländern ansuchen. Manche haben gar einen Pakt mit ihrem Arbeitgeber, dass sie ihr Fernbleiben mit Überstunden hereinarbeiten.

Volksentscheid hin, Föderalismus her: Diese Belastungen für die Feuerwehrleute gehören abgestellt - und zwar zack, zack, wie man es von ihnen selbst ja gewohnt ist. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, 19.12.2012)

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14 Postings
Katastrophen vermeiden.

Das wäre ein schönes Ziel für Politiker.
Das Klima z.B. kann man steuern. Wenn man will. Wenn die entsprechenden Gesetze beschlossen werden.
Lawinenhänge kann man sichern.
Häuser kann man in sicheren Zonen bauen.

Wie gewohnt - die üblichen "Sonntagsreden" der Politik...

Wir leben in Österreich. Was wird sich ändern?
Gar nichts.

Wenn wir mal aufhören würden

immer nur zu sagen "Es wird sich nix ändern" würde sich bald was ändern.
Sag einfach "Ja, wir werden das ändern".
Dann wird es sich ändern. Nicht sofort, aber bald.

Die Politiker schauen in Wirklichkeit nur auf die eigenen Vorteile.

Durch die Wehrpflichtdebatte ist das Thema der Freiwilligen hochgekocht und da bald Wahlen sind, springt jede Partei auf, um ihr "Image" zu verbessern und so zu tun, als hätte sie wirklich Sorge.
Es gibt ja einen Katastrophenfond, und wenn jede Gemeinde kleine Beträge einhebt für die Abgeltung an die Helfer, wäre schon etwas gewonnen.

ruft denn keiner der bürgerpflichtschreier nach einer allgemeinen feuerwehrpflicht

im falle einer abschaffung der wehrpflicht?

http://de.wikipedia.org/wiki/Pfli... tfeuerwehr

Dem Gesetz nach kann der Bürgermeister jeden Einwohner einer Gemeinde heranziehen, der geeignet ist, einer Pflichtfeuerwehr anzugehören. Eine Pflichtfeuerwehr gibt es aber in Österreich nur theoretisch, da die meisten Gemeinden den Brandschutz mit Freiwilligen Feuerwehren abdecken. In Niederösterreich wurde dieser Passus im Jahr 2000 gestrichen. Auch in anderen Bundesländern wird die Pflichtfeuerwehr hinfällig, wenn die Feuerwehr einer Nachbargemeinde die Aufgaben übernimmt.

eine sehr berechtigte frage. wer die wehrpflicht befürwortet, müßte logischerweise auch feuerwehrpflicht oder polizeipflicht befürworten.

Gibt es ja...

...auch wenn der Passus der Pflichtfeuerwehr in manchen Bundesländern mittlerweile aus dem Feuerwehrgesetz gestrichen wurde.

Aber grundsätzlich gibt es 4 Feuerwehrarten

-Berufsfeuerwehren (6 in Österreich)
-Freiwillige Feuerwehren
-Betriebsfeuerwehren
-Pflichtfeuerwehren

Bei den Pflichtfeuerwehren kann der Bürgermeister per Bescheid Gemeindebürger zum Feuerwehrdienst verpflichten falls keine Freiwillige Feuerwehr zusammenkommt. Wurde aber meines Wissens nach in Österreich nie notwendig, aber in Deutschland gibt es einige Pflichtfeuerwehren. In der Schweiz besteht grundsätzlich die Pflicht zur Feuerwehrleistung (Milizfeuerwehren)

Sachen gibts...

ist der erste intelligente und logische Schritt für einen Katastrophendienst

- Bundesheer wird zu komplex - deshalb brauchen wir noch mehr spezialisierte Berufssoldaten
- Katastrophendienst - Freiwillige werden endlich entdeckt - es wird immer mehr davon geben, wenn sie auch Beachtung finden
- Sozialdienst - wird zum Job

warum dann noch junge Menschen in die Zwangsarbeit schicken ?

Nur weils Spass macht andere zu sekkieren ?

Wir hams ja!

Kein Steuergeld mehr für Krone , Heute und Ö und damit die Entgeltfortzahlung finanzieren!

Es gibt neben der Feuerwehr auch noch andere die ehrenamtlich im Katastrophenhilfsdienst tätig sind.

Auf die sollte man hier nicht vergessen...

Für Feuerwehrleute stark machen??

Die braucht man doch nur für's symbolträchtige Foto mit ernster Miene und in Gummistiefel- und -jacken gewandet ... - siehe Pröll, der Landesheilige, Schröder und wie sie alle heißen, die Populisten.

merkt man spätestens, wenns zu heiss wird...

aber manche denken nicht so weit, wie ihre Nase lang ist.

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