Gehaltsverhandlungen für Salzburgs Beamte erneut geplatzt

18. Dezember 2012, 17:20
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Regierung und Personalvertretung scheiterten an zehn Euro Differenz pro Mitarbeiter und Monat

Salzburg - Die Gehaltsverhandlungen für die Salzburger Landes- und Spitalsbediensteten sind am Dienstagnachmittag wider Erwarten erneut gescheitert. Die Landesregierung bot zuletzt eine monatliche Gehaltserhöhung von 40 Euro pro Mitarbeiter an, für die Personalvertretung lag die "Schmerzgrenze" allerdings bei 50 Euro. Sie will nun in den Gremien beraten, wie es weitergeht, "unter Umständen gibt es weitere Protestmaßnahmen", sagte Helmut Priller (FSG), Vorsitzender des Dienststellenausschusses, im Anschluss zur APA.

"Regierung zog Reißleine"

"Wir haben uns sehr, sehr viel bewegt. Anfangs haben wir 3,5 Prozent verlangt, dann 2,8 Prozent. Dann sind wird noch von 70 auf 50 Euro pro Mitarbeiter runtergegangen, aber die Regierung hat die Reißleine gezogen und sich von den 40 Euro nicht mehr bewegt", so Priller. "Wir waren so knapp am Ziel und hätten heute über die Ziellinie gehen können." Personal-Landesrat Sepp Eisl (V) habe zwar nach dem Gespräch gemeint, er wolle im Jänner weiterverhandeln, "aber das brauche ich jetzt nicht mehr, das ist nur Zeitverschwendung." Die Regierung müsse nur den 50 Euro zustimmen.

Aber auch die Regierung sagt, sie sei den Bediensteten entgegengekommen: ?Wir haben uns kräftig in Richtung unserer Mitarbeiter bewegt: Ursprünglich von drei Millionen Euro Einmalzahlung ausgehend mittlerweile bei 4,7 Millionen Euro strukturell jedes Jahr - vor allem auch sozial gerecht verteilt - für die kleinen Einkommen wesentlich mehr an Prozent als für die hohen Einkommen?, sagte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ).

Für die Bediensteten heißt dies zunächst, dass 2013 mit einer Nulllohnrunde beginnt. (APA)

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