Britin erhielt Lunge von Raucher und starb an Lungenkrebs

18. Dezember 2012, 17:23

Seine Tochter hätte der Transplantation nicht zugestimmt, wenn sie gewusst hätte, dass der Spender ein Raucher war, meint der Vater

Eine 27-jährige Britin hat eine Spenderlunge von einem Raucher erhalten und ist 16 Monate nach der Transplantation an Lungenkrebs gestorben.

Die Frau aus Essex ist bereits im August verstorben, doch erst jetzt wurde der Fall in den Medien bekannt. "Sie starb einen Tod, der für jemand anderen gedacht war", sagte der Vater gegenüber der BBC. Er hatte sich an die Öffentlichkeit gewandt, um auf ihren Fall aufmerksam zu machen.

Er gehe davon aus, dass seine Tochter der Transplantation nicht zugestimmt hätte, wenn sie gewusst hätte, dass der Spender ein Raucher war, heißt es in dem BBC-Bericht. Die Frau litt unter Mukoviszidose und war vor der Transplantation ununterbrochen auf künstliche Sauerstoffzufuhr angewiesen.

Nichts von Tumor bekannt

Die Krankenhausgesellschaft, der "Royal Brompton & Harefield NHS Foundation Trust" entschuldigte sich dafür, die Patientin nicht näher über das Spenderorgan informiert zu haben: "Sie hätte die Chance bekommen müssen, selbst zu entscheiden." Die Ärzte hätten zwar gewusst, dass es sich bei dem Organ um die Lunge eines Rauchers handelt, von dem Tumor sei aber nichts bekannt gewesen.

Grundsätzlich würden aber wenige Patienten Lungen von Rauchern zur Transplantation in den eigenen Körper ablehnen. Das Risiko, auf eine gesunde Lunge zu warten, sei noch größer als an der eingepflanzten Lunge zu erkranken. "Es würden 40 Prozent weniger Lungen zur Transplantation zur Verfügung stehen, wenn diejenigen, die von einem Raucher kommen, abgelehnt würden."

Die für Organspenden zuständige Abteilung NHS Blood and Transplant teilte mit: "In Großbritannien und überall auf der Welt müssen Organe mit größeren Risiken verwendet werden, weil es die einzige Möglichkeit ist, das Leben von denen zu retten, die sie dringend benötigen."(APA/red, 18.12.2012)

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11 Postings

Ärzte FAIL... das gibts so bei uns sicher nicht, auch wenn viel über unser System gejammer wird!

Ein Problem ist die notwendige Immunsuppression bei Transplantationen.

Das Immunsystem des Spenders hält den Tumor in Schach, das des Empfängers dann nicht mehr, weil es notwendigerweise medikamentös unterdrückt wird.
http://tinyurl.com/c452re3

Richtig, nur so ist dieser aufsehenerrregende Fall zu erklären.

Völlig absurde Behauptung.

Wer auf künstliche Zufuhr angewiesen ist und immer diese elenden Anfälle wegen der Mukoviszidose hat nimmt so gut wie jede Lunge die es geben könnte.

Natürlich eine grotesk traurige Geschichte.

Find ich schon arg.

ja klingt heavy

da aber 1. nicht raucher lungenkrebs kriegt und die 2. kaum die lunge eines kettenrauchers transplantieren, sondern ein gesundes organ, ist das einfach pech.

Makaber!

Das mit den 40 Prozent ...

Heißt das, es gibt 40% Raucher in der britischen Bevölkerung? Das kommt mir ein bisschen viel vor. Oder sind Raucher aus irgend einem Grund öfter Organspender?

Vielleicht sterben Raucher auch an deren Krankheiten als Lungenkrebs viel früher als andere, jedenfalls jung genug, um ihre Organe noch weiterverwenden zu können?

2-mal nein.

d.h. einfach, dass 4 von 10 gespendeten lungen von rauchern stammen.

Danke. Aber warum stammen 4 von 10 gespendeten Lungen von Rauchern?

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