Slim "verlor" 1,8 Mrd. mit Telekom Austria und KPN-Investment

Seit Einstieg schmierte Aktienkurs ab - Buchverlust von 46 bis 47 Prozent - Finanzanalystin: "Niemand ist unfehlbar, nicht einmal der reichste Mann der Welt"

Carlos Slim hat sich mit seinen Telekom-Investments in Europa bisher ordentlich die Finger verbrannt. Seit seinem Einstieg heuer bei der Telekom Austria und dem niederländischen Telekomkonzern KPN um insgesamt 4 Mrd. Euro ist der Wert seines Aktienpakets um 46 bis 47 Prozent oder 1,8 Mrd. Euro zusammengeschmolzen, schreibt die Financial Times.

Genauer Kaufpreis nicht bekannt

Slims Telekomkonzern America Movil hat den genauen Kaufpreis für den 22,7-prozentigen Anteil an der Telekom Austria von Investor Ronny Pecik bisher nicht bekanntgeben. 3,14 Prozent der TA-Anteile hält außerdem das Unternehmen Inmobiliaria Carso, eine Stiftung der Familie Slim. Für den 28-prozentigen KPN-Anteil zahlte America Movil nach eigenen Angaben 3 Mrd. Euro und bezifferte die gesamten Investments in Europa heuer mit 3,95 Mrd. Euro.

"Niemand ist unfehlbar"

Der Börsenkurs der Telekom Austria schmierte seit dem Einstieg Slims um 42 Prozent und der KPN-Kurs um 46 Prozent ab, zitiert die FT den Vermögensverwalter Bernstein. "Niemand ist unfehlbar, nicht einmal der reichste Mann der Welt", erklärte die Bernstein-Analystin Robin Bienenstock. "Er könnte sein Geld zurückverdienen, aber es könnte viele Jahre dauern."(APA, 18.12.2012)

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