Pfarrer der Votivkirche setzte Flüchtlingscamp Ultimatum

18. Dezember 2012, 18:18
  • Asylwerber in der Votivkirche. Der Pfarrer will sie zum Rückzug bewegen.
    foto: apa/georg hochmuth

    Asylwerber in der Votivkirche. Der Pfarrer will sie zum Rückzug bewegen.

Am Dienstag sollte der "besetzte" Sakralbau geräumt werden - Polizei und Caritas vor Ort

Wien - Gar nicht gut ist der Protest der Flüchtlingscamper in der Votivkirche beim Pfarrer der Gemeinde angekommen. Joseph Farrugia, wertet die Aktion im "Kathpress"-Interview nicht als Schutzsuche, sondern als Besetzung. Er forderte die rund 30 Demonstranten auf, den Sakralbau bis spätestens Dienstag um 18.00 Uhr zu verlassen.

Die Polizei verhandelte mit den Aktivisten, nachdem nach Ablauf des Ultimatums noch 60 bis 70 Personen in der Kirche waren und Farrugia nicht absperren konnte, berichtete ein Polizei-Sprecher. Eine nicht friedliche Beendigung sei nicht auszuschließen.

Mit dem der Deeskalation hat sich in der Folge die Caritas eingeschaltet. Zusammen mit dem Pfarrer wartete man am Abend in der Sakristei darauf, dass die Aktivisten Vertreter für ein Gespräch nominieren, sagte Caritas-Sprecher Klaus Schwertner. "Die Kirche ist ein Schutzort", so Schwertner, zusammen mit einer Kollegin aus dem Flüchtlingsbereich als Verhandler an Ort und Stelle, auf die Frage nach einer möglichen Räumung durch die Polizei. Er sei zuversichtlich, dass man eine Lösung finden werde.

Keine Herberge in der Kirche

Mit Beginn des Zeltlagers habe Farrugia angeboten, Kirchengrund rund um den Neugotikbau an der Ringstraße zu verwenden und auch die Kirche selbst zum Gebet zu nützen, erklärte der Pfarrer. Dass sich plötzlich eine Protestgruppe mit Transparenten in der Kirche eingefunden habe, kam für ihn überraschend und war nicht abgesprochen, so Farrugia.

Eine Übernachtung in der Votivkirche will der Pfarrer nicht gestatten. Es gelte jede Art von Vandalismus zu verhindern, den Farrugia zwar nicht erwartet. Es sei jedoch derzeit nicht genau auszumachen, wer aus welchen Gründen sich in der Kirche aufhalte.

Die Flüchtlinge ihrerseits begründeten die Aktion damit, dass die Politik ihre Forderungen nicht gehört habe. Deshalb hätten sie "Schutz in der Votivkirche gesucht". Als ihre Forderungen nannten sie unter anderem Grundversorgung für alle Asylwerber unabhängig von ihrem Rechtsstatus, freie Wahl des Aufenthaltsortes sowie die Anerkennung von sozioökonomischen Fluchtmotiven neben den bisher anerkannten Fluchtgründen. (APA/red, 18.12.2012)

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Wissen und Emphatie

fehlt den Poster/innen großteils. Wie verbringen diese abwertenden Menschen wohl Weihnachten?

ein orgelkonzert

Würde sich da jetzt anbieten.... ;)

Besetzung

Ich finde es für außerordenlich unangebracht eine Kirche zu besetzen. Diese Menschen sind keine Schutzbedürftigen!!! Den von ihnen geforderten Schutz haben sie bereits, indem sie sich in Österreich aufhalten dürfen. Ist das nicht Schutz genug? Bezüglich ihrer Forderungen finde ich es lächerlich! Solch sinnlose unüberlegte Forderungen sind absurd. Österreich ist eines der beliebtesten Asylländer in der EU, warum sind sie nicht zufrieden, dass sie es überhaupt erst hierher geschafft haben. Sie bekommen Essen, eine warme Unterkunft und vor allem Schutz vor Verfolgung ung Krieg! Ich habe sowohl Asylwerber als auch Asylberechtigte als Freunde und teile mit diesen die Meinung diese Aktion ist überzügen und respektlos!!

zu helfen!!!

stellts euch amal vor, der Papst nimmt irgendwelche Obdachlosen/Asylwerber oder sonstige von Armut betroffenen Personen auf, was des für Vorbildwirkung weltweit hätte. so richtig gelebte nächstenliebe.... wow. Aber besser predigen wir nur davon und beschweren uns dann über Asylwerber, die von uns diese Solidarität einfordern

hey, die kirche hätte so viele Möglichkeiten

sie könnten ja konvertieren, dann wäre der AlteMännerverein vielleicht bereit die neuen Schäfchen durchzufüttern.

Flüchtlingscamp verletzt das Hausrecht

Soweit musste es kommen,
dass ein Gotteshaus, wie die Wiener Votivkirche, statt respektiert - als Flüchtlingscamp missbraucht wird. Vorwiegend von muslimischen Asylwerbern, das ist eine klare Verletzung des Hausrechtes.
Man stelle sich bloss vor, es würde eine christliche Asylantengruppe mit ihren NGO-Betreuern die grosse Moschee in Wien auf diese Art okkupieren. Da wäre sicher Feuer am Dach.
Ein Gotteshaus wie die Votivkirche ist ebenso wie eine Moschee ein Ort des Respektes, der stillen Andacht und des Gebetes. Dieses Gebot gilt auch für die Atheisten, die Kirchenfernen.
Wie ein Poster weiter unten bereits anregte, wäre auch ein mehrere Stunden dauerndes Orgelkonzert
ein probates Mittel, diese ungerufenen Geister zu vertreiben.

Pardon - ein Nachtrag

Die Diözese Wien und die Caritas sichern den Asylwerbern Schutz in der Votivkirche zu - ich respektiere diese Entscheidung selbstverständlich.
Ich bin erleichtert, dass der Pfarrer der Votivkirche entsprechende Unterstützung seitens der Diözese und Caritas erhalten hat und es ist zu hoffen,
dass durch Verhandlungen eine akzeptable Lösung für alle Beteiligten gefunden werden kann.

Votivkirche am Rooseveltplatz

in ROOSEVELTKIRCHE umbenennen!

Ösis, habt ihr den Flüchtlingen nicht Kasernen versprochen? Da würd doch Kaisers Garnisonkirche (eigentlich als Walhalla für Ösi-Terminatoren erfunden) doch gut genutzt sein??!

die temperatur innerhalb der kirche hat sich gestern auch nur unwesentlich von der aussentemperatur unterschieden. hier frage ich mich nun auch was sinnvoller ist ein beheizter schlafplatz oder ein unerwünschtes und kaltes besetzen eines gotteshauses. Zum entfernungsargument möchte ich bemerken dass viele menschen die in zeitlicher enge leben weil berufstätig jeden tag weitere entfernungen zurücklegen als wien - reumannplatz wien – schwechat oder wien – penzing. da stellt sich doch wiederum die frage ob es nun um das wohl der asylanten geht oder um die bequemlichkeit der „aktivisten“.

persönlicher kommentar
meiner meinung nach sollte das wohl der asylwerber im vordergrund stehen. Ich frage mich nun warum ich mit folgenden argumenten „totgeschlagen“ wurde. zu moschee wurde angemerkt dass es sich bei den asylwerbern nicht ausschließlich um muslime handelt. Ich möchte mich bei der gewichtung nicht festlegen – mein persönlicher eindruck war dass es sich vorwiegend um muslime handelt. weiters verstehe ich nicht dass die dortigen „aktivisten“ auf einmal eine unterscheidung zwischen „gottheiten“ machen. überwiegend muslime in einem christlichen gotteshaus ok – eine geringe gruppe von christen in einer moschee nicht ok.

.) ich habe gestern ebenfalls versucht aktiv nach lösungen zu suchen. meine aufgezeigten möglichkeiten waren eine moschee welche über genügend schlafplätze verfügt ein gespräch mit unserer pfarre in penzing sowie schlafmöglichkeiten bei div. institutionen. Auf solche vorschläge wurde nicht oder nur sehr rudimentär eingegangen. Im zuge der gespräche erfuhr ich von einer anwesenden aktivistin dass ebenfalls die pfarre schwechat sich bereit erklärt hat die ansylwerber aufzunehmen um die situation zu deeskalieren. seitens der aktivisten wurden aber solche angebote nicht in erwägung gezogen da die entfernungen zu gross seien und die medienwirkung zu gering. weiters möchte man den ort des geschehens so nahe wie möglich an der uni halten.

Wen interessiert ein angebotener Schlafplatz in Schwechat?

In Wie spielt die Musik, und wenn's nicht der Staphansdom ist, dann wenihstens die Votovkirche, da kommen auch viele Touristen hin, und zu den Hotspots der Innenstadt ist es nicht weit!

persönlicher kommentar – die kirche ist für mich ein hort der geborgenheit, des respektes vor gott und der

institution kirche und das benehmen innerhalb der räume sollte dementsprechend sein. vorgefunden habe ich matratzen vor den bankreihen, freilaufende hunde, kinder und jugendliche die mit ihren rollern in der kirche herumfahren und jede menge lauter „aktivisten“ und asylwerber mit einem hang zu hektischen telefonaten. ein respektvolles verhalten gegenüber gläubigen christen die in dieser zeit die kirche für ihre gebete und ihre andacht nutzen habe ich komplett vermisst. der zugang zur kirche wird gläubigen auch nicht leicht gemacht. schafft man es endlich sich durch den künstlich angelegten wald aus christbäumen durchzukämpfen muss man auch noch eine mauer von rauchenden, gestikulierenden und teilweise laut schreienden menschen überwinden

.) bei einem gespräch mit hrn. faruggia teilte selbiger mit dass er den flüchtlingen kirchengrund und die kirche für gebete, etc. zur verfügung gestellt hatte. es wurde in keinster weise besprochen dass innerhalb der kirche ein matrazenlager aufgeschlagen werden sollte oder innerhalb der kirche transparente aufgehängt werden. argument der orginisatoren ist dass sie das nicht vorher sagen konnten da sie befürchten mussten keine einwilligung für ein solches vorgehen bekommen würden.

Also, nachdem gestern kein poster sinnvolle fragen stellen wollte eine allgemeine schilderung der situation. asylwerber sind vorhanden. der anteil der asylwerber steht in keinem verhältnis zu den nicht asylwerbern. der dialekt von vielen nicht asylwerbern klingt für mich persönlich nach deutschen und weniger nach österreichischen bürgern.
nun zu den einzelnen punkten.

Liebe NGO ...

... macht es doch der Krone & Co nicht so verdammt einfach.
Keine Grenzen, heißt doch trotzdem die Grenzen der Sinnhaftigkeit, oder die Grenze zwischen Protest und Erpressung zu erkennen, und gewisse Grenzen nicht zu überschreiten.
Ich gebe zu, dem Ego (Wow, heute habe ich es dem Establishment aber wieder gegeben) hilft es, aber hilft es auch den (vielen anderen) Asylanten/Asylsuchenden und deren keine Pressekonferenzen abhaltenden Unterstützern, ja auch aus der Kirche. Die Denken/Reden Reihenfolge gilt auch fürs Handeln.
Frohe Weihnacht!

hui, das dürfte hier wohl der neue sammelpunkt für ex-kreuz.net poster und irgendwelche effen-foren sein...

sie haben das Krone Forum vergessen habens den bei der Brickner gar nix glernt?

Bemerkenswert ist auch, wie die kath. Kirche plötzlich in Schutz genommen wird.
Die klerikale Heuchelei passt ganz gut zur Verlogenheit der Effen. Da trifft sich Laatsch und Bommel.
"Die Kirchengemeinde und wir müssen für die Zerstörungen und Diebstähle aufkommen", "der Pfarrer hat sich um sein Haus zu kümmern"; an Absurdität kaum mehr zu überbieten.

Die Effchen, samt ihrer merkwürdigen Sympathisanten haben weder verstanden, was Asyl ursprünglich bedeutet, noch verstehen sie, wieso und für was überhaupt demonstriert wird.

@alexanderletten

Ich habe den Eindruck, dass Sie diese ganze Angelegenheit nicht richtig einordnen können.
Stellen Sie sich vor,
Sie erlauben einer Asylantengruppe mit ihren NGO-Betreuern, sich in Ihrem Garten mit Zelt & Co zu Demonstrationszwecken aufzuhalten und bieten Ihr Haus nur zu bestimmten Kurzaufenthalten an.
Plötzlich aber stellen Sie fest, dass die Demonstranten sich ungefragt in Ihrem Haus breit machten und nicht willens sind, es zu verlassen. Wären Sie bei aller Mitmenschlichkeit damit einverstanden? Sicher nicht!

gutes beispiel für den zustand in Ö

solange andere betroffen sind, setzt man sich lautstark für die "armen asylwerber" ein; ist man selbst als einzelner betroffen, ändert man sehr schnell seine Meinung.

eine ordentliche sachliche Auseinandersetzung mit der Asyl-problematik wäre viel sinnvoller und würde den betroffenen mehr helfen, als die "gut/böse" Kategorisierung vieler oder das wecken falscher Hoffnungen und den daraus resultierenden Verfahrenslängen.

verstehe allerdings auch die protestierenden asylwerber nicht: wenn die zustände in diesem land so unerträglich sind, warum wollen sie dann unbedingt teil dieser gesellschaft werden?

Die Besetzung der Kirche ist ziemlich unnötig...

...erstens mal hat die Kirche gegenüber den Flüchtlingen eher eine unterstützende Rolle eingenommen daher wäre zweitens eher das Innenministerium die richtige Protestörtlichkeit.

Dieser regelmäßige vorweihnachtliche und politisch motivierte Mißbrauch der Kirche ist schon ziemlich unterirdisch... Armes Jesuskind.

Gut, sieht die Kirche wenigstens was sie von ihrem Engagement hat, ob ein Lernprozess eintritt ist allerdings fragwürdig.

Die Durchsetzung des Hausrechtes sollte auch dem Pfarrer möglich sein. Gibt es rechtswidrigen Widerstand kann man immer noch die Polizei rufen, was natürlich in den betreffenden Asylverfahren gewürdigt werden sollte und wird. Davon bin ich überzeugt.

Nicht für die NGO Gestalten - Sie bekommen wieder ein wenig Presse spendiert

Nach dem letzten traurigen Höhepunkt, hat die schon keiner mehr Ernst genommen, und nun sind die No-Border / NGO Gestalten wieder Thema.

Die schießen sich nur noch mehr ins Aus. Wobei, noch viel weiter, geht kaum mehr. Die Caritas bekommt auch ein wenig Presse, hat man ja nicht oft (Flachwitz), und in den wenig informierten - und wenig reflektieren Kreisen wird schon wieder über die Asylwerber hergezogen, die dieses Veranstalten.

Das sind keine Asylwerber - sondern anerkannte Asylanten, darauf traue ich mich zu wetten. In TK werden die NGO niemanden finden, der freiwillig mitmacht. (Hat man den NGO Informanten in TK schon enttarnt?) Und so bleiben nur die Party-Camp Typen die Kirche besetzen.

Party Camp Teil 2 - Jetzt wirds Christlich

wieder besetzen..

is ja eh klar wenn man ka idee mehr hat dann sperren wir den ring oder besetzen wieder irgendwelche gebäude! Wie kommt die allgemeinheit dazu diesen unsinn jedesmal mitzutragen.
Wenn jemand den drang hat im freien zu übernachten soll er dass auf einem campingplatz, in seinem garten und von mir aus auf seinem balkon tun. Wie kommen die Menschen dazu jedesmal die kosten für die verunreinigung des Parks, der uni ect zu tragen?

aber die ultimative frage: Wie kann es sein dass die aktivisten die das untersützen den ganzen tag/nacht im park verbringen können? haben die alle keine arbeit? vermutlich nicht denn sonst könntens ned tag ein tag aus irgendwo campieren. Also werden auch diese von der Allgemeinheit(Staat) erhalten.. kost ja alles nix ;)

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