Frau in Wiener U-Bahn bewusstlos geschlagen und vergewaltigt

18. Dezember 2012, 14:12

25-Jähriger auf der Flucht - Opfer bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt

Wien - Mitten während der Rush Hour ist eine junge Frau am Montagabend in der Wiener U6 brutal vergewaltigt worden. Der mutmaßliche Täter hatte die 23-Jährige bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und verging sich an ihr, bis andere Fahrgäste in den Waggon kamen. Der 25-jährige Verdächtige flüchtete daraufhin. Trotz der Uhrzeit war der Mann mit seinem Opfer drei Stationen allein in der Garnitur.

Die junge Frau war gegen 18.15 Uhr in der Station Alt-Erlaa in den letzten Waggon des Zugs in Richtung Floridsdorf gestiegen. Hinter ihr kam ein Mann in den Waggon und setzte sich trotz der leeren Garnitur auf die ihr gegenüberliegenden Plätze.

Attacke sofort nach der Abfahrt

Kaum war der Zug losgefahren, streckte der Täter die Frau mit einem Faustschlag nieder und würgte sie. Nach beinahe vier Minuten war das Opfer bewusstlos. Der Mann zerrte die 23-Jährige in den hinteren Bereich des Waggons, wo er sie vergewaltigte. Zwei Stationen lang kam kein Fahrgast in den Waggon, der Mann blieb bis zur Philadelphiabrücke ungestört. Auch die Videoüberwachung der Wiener Linien brachte laut Polizei keine Hinweise auf Zeugen des Verbrechens.

Als in dieser Station andere Menschen zustiegen, ließ der Täter von seinem Opfer ab und flüchtete. Die Wiener Linien stellten den Ermittlern des Landeskriminalamtes Videomaterial zur Verfügung. Der 25-Jährige ist laut Polizei amtsbekannt. (APA/red, 18.12.2012)

Hintergrund

2.500 Kameras setzen die Wiener Linien nach eigenen Angaben ein, um Straftaten in ihren U-Bahnzügen vorzubeugen. In den Stationen kommen noch einmal 1.500 dazu. In der Regel wird in den Zügen aufgezeichnet, um im Fall des Falles der Polizei bei der Aufklärung von Verbrechen Hilfe zu gewähren - so auch im Fall des mutmaßlichen Vergewaltigers, dessen Identität durch die Videoaufzeichnung rasch ermittelt werden konnte.

Man könne jedoch sofort auf Livebilder umschalten, sagte Answer Lang, Sprecher der Wiener Linien. Das geschieht etwa dann, wenn der Notruf betätigt wird. Dann werde nicht nur Sprechkontakt mit dem Rufer hergestellt, sondern auch die Kameras der Umgebung werden auf Live-Übertragung geschaltet. "Deshalb lautet auch unser Appell: Wer etwas beobachtet, soll sofort den Notruf betätigen", so der Sprecher. Der Fahrer kann übrigens nicht über die Kameras sehen, was sich in seinem Zug abspielt. Lang: "Er muss ja auch fahren."

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