Sanierung ohne Probleme: Das Wiener Amalienbad ist wieder geöffnet

18. Dezember 2012, 13:54

Denkmalgeschütze Schwimmeinrichtung wurde für 10,3 Mio. Euro modernisiert

Wien - Die Sanierung hat funktioniert und auch der Kostenrahmen sowie der Zeitplan wurden eingehalten: Das Wiener Amalienbad ist fertig renoviert. Anders als beim Stadthallenbad gingen die Arbeiten reibungslos über die Bühne, wie am Dienstag bei einem Presserundgang durch das im neuen Glanz erstrahlende Favoritner Wahrzeichen versichert wurde. Das denkmalgeschützte Baujuwel wurde für insgesamt 10,3 Mio. Euro modernisiert.

"Dass die Herausforderung, ein denkmalgeschütztes Bad zu sanieren, eine große ist, wissen wir alle", meinte der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch. Manchmal könne "etwas schiefgehen", beim Amalienbad sei dies aber Gott sei Dank nicht der Fall gewesen. Innerhalb von sechseinhalb Monaten wurde die am 8. Juli 1926 eröffnete Schwimmeinrichtung renoviert. Durchgeführt wurde unter anderem die Erneuerung der Technik - inklusive zahlreicher Maßnahmen, die die Anlage energie- und wassersparender machen sollen.

Nach Gemeinderätin benannt

So will man durch den Einsatz von neuen Wasserfiltern, Wärmetauschern und Wärmepumpen sowie durch die Optimierung von Heizung und Lüftung jährlich 1,1 Mio. Euro einsparen, betonten die Verantwortlichen. Die Schwimmhalle wurde mit einer neuen LED-Beleuchtung ausgestattet. Umfangreiche Instandsetzungsarbeiten wurden außerdem im Saunabereich vorgenommen. Erneuert wurde auch das Restaurant, das nun direkt von der Schwimmhalle aus betreten werden kann und jetzt sogar über einen kleinen Gastgarten verfügt.

Benannt wurde das Hallenbad, die bei der Eröffnung zu den größten Bädern Europas zählte, nach der Gemeinderätin Amalie Pölzer. Heute ist das Gebäude für seine einzigartige Innenausstattung bekannt, die unter Denkmalschutz steht. Zu bewundern sind Art-Deco-Stilelemente und verflieste Flächen mit Mosaikmustern - etwa im römisch anmutenden Warmwasserbecken im Saunabereich.

Das Amalienbad war während der Bauarbeiten zumindest für Schulklassen und Schwimmsportler zugänglich. Ab Dienstag startet wieder der reguläre Badebetrieb. Wann dies im Stadthallenbad geschehen soll, ist unterdessen weiterhin offen. Wie Bäderstadtrat Oxonitsch heute betonte, läuft noch die Prüfung der Dichtheit der Becken bzw. die Beweissicherung. Die Ergebnisse sollen aber noch in diesem Jahr vorliegen. (APA, 18.12.2012)

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schade, dass das "trainingsbecken"

wo manwirklich schwimmen könnte (und nicht zwischen planschern slalom schwimmen muss) nur am sonntag für die öffentlichkeit geöffnet ist :(

Etwas Berichtenswertes, etwas Aussergewöhnliches

Es bleibt im Kosten- und Zeitrahmen. So gesehen kann dieser Artikel auch als Standortbestimmung für die Funktionsfähigkeit der politisch und öffentlichen Sektor gelten. Freuen wir uns dennoch üder diesen Ausnahmefall.

erinnert mich ein wenig

an das gefängnis in dublin

Wegn was

bist gsessen?

Beides genossen - kein Vergleich!

es ist

schon bezeichnend, dass man in Wien eine große Headline setzen muss, wenn einmal eine Sanierung OHNE Probleme verläuft...

Wenn ein Gebäude ordentlich gebaut wurde, ist es auch sanierbar.

Für den Pfusch, der in den 70ern des vorigen Jahrhunderts errichtet wurde, gilt das nicht.

Kann man nicht die Firmen, die hier gut und im Zeitplan gearbeitet haben, gleich an die Stadthalle "weiter geben" und das unfähige Pack dort rausschmeißen.

Man kann nur das sanieren, was halbwegs ordentlich erbaut wurde.

Bei einem Pfusch wie der Stadthalle werden alle Firmen scheitern.

Das kann man als seriöses Unternehmen feststellen, bevor man anfängt und bevor massiv Kosten entstanden sind.

Unsinn,

das Stadthallenbad wurde generalsaniert, neue Becken gebaut. Die dortigen (SUB-Sub-Sub-) Firmen waren offensichtlich nicht mal in der Lage einen Fliesenkleber zu verwenden bei dem die Fliesen kleben bleiben und nicht runterfallen.
Und nein, ich glaube nicht dass die Fliesenkleberrestbestände aus den 70iger Jahren verwendet haben. Besser wärs vielleicht gewesen, der hat wenigstens ein paar Jahrzehnte gehalten.

Dazu das Versagen der Bauaufsicht der Stadt und das Schlamassel ist perfekt.

Seit ich das Stadthallenbad kenne, ist es undicht...

Sanierungsversuche gab es immer wieder, die feuchten Garderoben waren aber quasi immer ein Markenzeichen dieses 70er Jahre Baus. Deshalb glaube ich die Sache mit dem Fliesenkleber einfach nicht (außer man hat schon immer den gleichen verwendet).

Nach der Sanierung: 3 undichte Becken in der Stadthalle...
Das hat mit 70er Jahre nichts zu tun.
Neue Fliesen die gleich von der Wand fallen
hat mit 70er Jahre auch nichts zu tun

Ich kenne das Stadthallenbad seit den 80ern...

Das war schon immer ein feuchtes Gemäuer, das ständig saniert werden mußte (die Badefrauen jammerten schon damals über die undichten Becken und das daraus resultierende Pilzproblem). Der einzige Skandal ist, dass es nach der Sanierung genauso undicht ist wie vorher. Da wurde der Fehler schon beim Neubau gemacht und dank des unsinnigen Denkmalschutzes kann man ihn nicht mehr ausbessern.

das Geld für die Stadthallensanierung

haben die Firmen aber schon eingesackelt.

Nur die Leistung nicht erbracht.

Geld eingesackelt, Konkurs angemeldet,

neue Firma gegründete und geht schon.

ABREISSEN

Warum reißt man den Mist nicht ab, und baut ein richtiges modernes Bad hin.

Weil das (im Gegensatz zur Stadthalle) kein Mist ist. Übrigens ein sehr schönes Bad:)

Warum soll man dieses schöne Bad, denn bitte abreissen?
Es wurde alles auf den neuesten Stand gebracht.
Eher hätte ich nichts dagegen, wenn man die Stadthalle, samt Schwimmbad abreisst und dort ein zeitgemässes Gebäude hinbaut.
Und Oxonitsch soll endlich zurücktreten.

Weil man darin nicht schwimmen, sondern nur planschen kann. Es fehlt eine Begrenzung für richtige Schwimmer !!!

Im Amalienbad gibts im Untergeschoß ein Sportbecken mit 5 50m Bahnen

es sind 25m bahnen

und die sind nur am sonntag für die öffentlichkeit verfügbar :(

25m Bahnen wäre richtig.

schon

mal im Amalienbad gewesen?
Eines der wenigen Wiener Bäder mit einer wirklich gscheiten Schwimmhalle.

Einfach nur Spaß am Raunzen, oder?

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