Tegra 4: Nvidia plant mit 72 Grafikkernen

18. Dezember 2012, 13:27
15 Postings

Technische Details zur "Wayne"-Plattform aufgetaucht

Zur für 2013 geplanten vierten Generation von Nvidias mobiler Tegra 4-Plattform, Codename "Wayne", sind nun auf der chinesischen Seite Chiphell.com Dokumente aufgetaucht.

Wenig überraschend ist, dass Nvidia die Highend-SoCs der Konkurrenz, insbesondere Samsungs Exynos, leistungsmäßig den Kampf ansagen will. Dabei helfen sollen mehrere Verbesserungen.

"4+1" mit Cortex A15

In Sachen Prozessor setzt man auf eine Quadcore-Plattform nach der schon im Tegra 3 verwendeten "4+1"-Architektur. Diese beinhaltet einen zusätzlichen, leistungsärmeren und stromsparenderen Kern, der leichte Tätigkeiten - etwa die Navigation am Desktop - stemmen soll.

Die vier anderen Cores laufen mit einem höheren Takt (laut vorhergehenden Berichten möglicherweise mit bis zu zwei GHz) und kommen zum Einsatz, wenn mehr Rechenkraft verlangt wird. Es dürfte die Cortex A15-Architektur zum Einsatz kommen, während der Stromsparkern auf A7 setzen könnte. Auf Arbeitsspeicher, wahlweise des Typs DD3L, LPDDR2 oder LPDDR3, wird über zwei Channels zugegriffen.

Grafik: Sechsfache Leistung des Tegra 3 versprochen

In Sachen Grafikpower hat man bei Nvidia hehre Ziele. 72 GPU-Kerne werden in dem an die Öffentlichkeit gelangten Slide genannt. Die Leistungsfähigkeit wird mit den Vorgängergenerationen verglichen. Demnach will man die sechsfache Grafikperformance des Tegra 3 liefern.

1440p

Auf Seiten der Videoleistung verspricht man Unterstützung für das Encodieren und Decodieren von Inhalten mit einer Auflösung von bis zu 2.560 x 1.440 Pixel (1440p) mit VP8- und H.264 HP-Codec. Gleichzeitig unterstützt der SoC eine Bildschirmauflösung des Endgeräts von bis zu 2.560 x 1.600, wie sie etwa das von Samsung hergestellte Nexus 10 aufweist. Displays

Hardwarebeschleunigung für Sicherheitsfunktionen

Vage sind die Informationen zu den "fortgeschrittenen, hardwarebeschleunigten Sicherheitsfeatures", hier ist die Rede von HDCP, Secure Boot sowie Digital Rights Management. Schnittstellenseitig ist unter anderem Unterstützung für USB 3.0 angedacht.

Hergestellt wird "Wayne" im 28-Nanometer-Verfahren. Er soll in nicht näher definierten "Superphones" als auch in Tablets und Notebooks zum Einsatz kommen. Es handelt sich, wie Mobile Geeks erläutert, noch nicht um die Zusammenführung der Plattform mit einem Icera LTE-Modem, diese dürfte laut den Slides unter dem Namen "Grey" aber auch noch im kommenden Jahr folgen.

Mehr Informationen dürfte Nvidia vermutlich auf der CES und dem Mobile World Congress bekanntgeben. (red, derStandard.at, 18.12.2012)

  • Die neue Tegra-Generation soll einen deutlichen Performanceschub bringen.
    foto: nvidia / montage: derstandard.at/pichler

    Die neue Tegra-Generation soll einen deutlichen Performanceschub bringen.

  • Grobe Spezifikationen von Tegra 4.
    foto: chiphell.com

    Grobe Spezifikationen von Tegra 4.

  • "Grey" soll ein LTE-Modem integrieren.
    foto: chiphell.com

    "Grey" soll ein LTE-Modem integrieren.

Share if you care.