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Endstation Müllwagen: Mitte Jänner werden die Bäume bei den Christbaum-Sammelstellen abgeholt.
Am 6. Jänner haben viele meist schon was vor. Denn am Dreikönigstag werden traditionell die Christbäume aus den weihnachtsmüden Haushalten beseitigt. Blass und schütter sehen sie dann meist schon aus, blinde Passagiere, die sich ins neue Jahr geschummelt haben und schleunigst entsorgt gehören. Wenn es soweit ist, ziehen sich Spuren von Nadeln durch die Treppenhäuser und Gassen auf dem Weg zur nächstgelegenen Sammelstelle. Gerupft und nackt werden sie dort aufeinander gestapelt - gestern noch die Stars des Wohnzimmers, heute Aussätzige neben dem Altglascontainer.
Über 2,4 Millionen Weihnachtsbäume werden in drei Viertel aller österreichischen Haushalte aufgestellt, heißt es von den lokalen Christbaumerzeugern. Die meisten Gewächse stammen von einem der 1000 heimischen Christbaumbauern, die mit dem Verkauf jährlich insgesamt rund 20 Millionen Euro einnehmen.
Anfang des 19. Jahrhunderts war der Christbaum noch eine neue Mode aus Berlin, die nur ausgewählten Kreisen vorbehalten war. Die jüdische Salonière Fanny von Arnstein hatte ihn zum ersten Mal im Jahr 1814 in ihrem Wiener Salon aufgestellt und damit den Siegeszug des Christbaums durch Österreichs Wohnzimmer begründet.
In früheren Tagen waren die Christbäume meist Fichten, heute jedoch ist diese Sorte nicht besonders beliebt, da sie ihre Nadeln in beheizten Wohnräumen schnell verliert. Die Ansprüche an die Bäume sind hoch: Sie sollten nicht nur möglichst lange ihre Nadeln behalten, sondern auch gleichmäßig, prall sowie gerade gewachsen und immer häufiger auch über zwei Meter groß sein. Aus diesem Grund wird die Nordmanntanne immer populärer, über 65 Prozent der Österreicher entscheiden sich inzwischen für sie.
Doch bevor die Bäume den Weg in die Wohnzimmer finden, müssen sie meist eine harte Schule durchlaufen, die bis zu 15 Jahren dauern kann. Zunächst verbringen die Jungpflanzen vier bis fünf Jahre in der Baumschule. Anschließend pflanzt man die Setzlinge am Feld, wo sie anfänglich relativ langsam wachsen. In dieser Zeit werden sie besonders sorgfältig gepflegt, vor Verunkrautung sowie Insekten- und Pilzbefall geschützt. Diese Pflege bestimmt ihre spätere Form, Farbe und Haltbarkeit, denn nur selten wachsen sie natürlich so wie sie dann später im Wohnzimmer stehen - in den meisten Fällen werden sie daher in Form geschnitten, aufgebunden oder ausgeschnitten.
Frühestens nach dem dritten Standjahr beginnen sie dann relativ schnell zu wachsen, um etwa 20 bis 50 Zentimeter jährlich. Erst nach acht bis 10 Jahren können die ersten Christbäume geerntet werden.
Jene, die finden, der Zuchtaufwand ist zu hoch, für die paar Tage, die die Bäume dann als Deko herhalten müssen, finden schon seit längerem Anbieter, die auch lebende Bäume frei Haus liefern. Diese sind dann meist dazu bestimmt, nach dem Weihnachtsfest im Garten gepflanzt zu werden. Seit heuer jedoch ist es auch durch das Angebot des Gartenplanungsunternehmen Green Rabbit zu ersten Mal möglich, lebende Christbäume wieder abholen zu lassen. Vor allem Wiener und ältere Menschen interessieren sich für das neue Angebot, sagt Geschäftsführerin Katharina Lapin. "Das liegt wohl vor allem daran, dass wir Lieferung und Abholung organisieren."
Doch für Lapin ist es vor allem der ökologische Aspekt, den sie bei den lebenden Bäumen hervorhebt, "sie sind viel sinnvoller." Jedem Baum wird auch eine Art Bedienungsanleitung beigelegt, in der etwa steht dass die Bäume nicht zu stark behangen werden oder die Spitzen nicht abgeschnitten werden dürfen. Nach den Weihnachtsfeiertagen kommen sie dann in Baumschulen, wo sie sich erholen können, damit sie im folgenden Jahr wieder in einem Wohnzimmer glänzen können. (Nina Brnada, derStandard.at, 18.12.2012)
Einige Pflegetipps der Christbaumproduzenten
- Christbaum bis zum Weihnachtsfest kühl aufbewahren
- Das Christbaumnetz immer nur von unten nach oben öffnen
- Den Christbaum möglichst wie Blumen ins Wasser stellen, er hält dadurch erheblich länger
- Vor dem Aufstellen am Stammende frisch beschneiden
- Je kühler der Raum, in dem der Christbaum aufgestellt ist, desto länger halten die Nadeln
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war einer meiner Lieblinge, kam gleich nach Gérard Philippe.
Nein, habe ich nicht, war im Theater, ausgezeichnet - aber habe schon geschaut, wird wiederholt und ist im Programm angestrichen, zwengan nicht vergessen. ;o)
Ist aber süß von Ihnen.
werden post festum in die baumschule verfrachtet, nur um im kommenden jahr schon wieder als lamettaständer zu dienen...
könnt man die nicht auf einem gnadenhof ihrem natürlichen ende entgegen nadeln lassen?
wo bleibt gut aiderbichl, wenn man es braucht?
2 Wochen? Da keine kleinen Kinder im Haus sind......ich habe den 6-8 Wochen stehen, je nachdem wann ich zum Einkaufen komme duftet und leuchtet mein Christbaum schon Mitte Dezember vor sich hin. Sonst zahlt sich die Arbeit ja nicht aus ;-). Das macht gute Stimmung, verhindert Einkaufsräusche und nix da mit alles auf den 24. zu konzentrieren und dann angefressen im Tohuwabohu unterzugehen, statt gemütlich mit lieben Menschen zu feiern.
dass sie sich wie ein chriskinl freuen ist ja nicht zu erwarte :-)
ja, machen wir es uns gemütlich in der sonnenarmen zeit können wir ein bissl kerzenschein gut brauchen.
was machen eigentlich ihre zimmertiger mit dem baum - unsere waren durchaus zur verwüstung/zweckentfremdung bereit - kletterbaum, kugeln zerscheppern, rumflascherln aufbeissen und ähnliche spässe - ja es hat ihnen spass gemacht :-)
Diese Zimmertiger sind ausgesprochen brav was den Christbaum betrifft - das wundert mich und zumindest in diesem Punkt entsprechen sie ihrem Ruf eine würdige Katzenrasse zu sein. Ich hoffe es bleibt so, dass sie schnuppern und sich dann gesittet drunter legen. Nix aus dem Behälter raussaufen, keine Akrobatik über die Äste hoch, dass alles wackelt und fliegt, keine Süßigkeitendiebstähle. Nur Vögel haben's mir beim Aufputzen vom Tisch gefladdert und vazaht(sie lieben Federn und alles mögliche Federspielzeug).
Ich bin aber auch sehr froh darüber. Meine vorherigen hatten nämlich auch so ziemlich alles drauf was man mit einem Christbaum so alles anstellen kann - und das war recht mühsam ;-).
so ungefaehr. Heute kam er und bis Mitte Feb ist er jedenfalls da. Wobei mir hier hilft, keine "gscheite" Heizung zu haben. Jetzt ist er noch drauszen in der Sonne, bei ca 18° und da wird sich wenig veraendern. Ein Weisztannenwipfel; 5 m € 40.-
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