ATX schließt am Dienstag klar fester

Fortschritte beim US-Budget stützen

Wien - Die Wiener Börse hat am Dienstag bei hohem Volumen mit klar festerer Tendenz geschlossen. Der ATX stieg 35,58 Punkte oder 1,50 Prozent auf 2.404,68 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 45 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.360 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,58 Prozent, DAX/Frankfurt +0,73 Prozent, FTSE/London +0,55 Prozent und CAC-40/Paris +0,45 Prozent.

Händler verwiesen besonders auf die Fortschritte beim Streit über das US-Budget als Unterstützungsfaktor für die Märkte. Präsident Barack Obama ist anscheinend bereit, von einer seiner Kernforderungen im Budgetstreit abzurücken. Auch die Republikaner zeigen sich Berichten zufolge kompromissbereit. Eine Einigung in letzter Minute sei den Anhängern von Demokraten und Republikanern einfach besser zu verkaufen als eine Blockade, meinten Marktbeobachter.

Bester Wert im ATX waren in einem international freundlichen Branchenumfeld bei hohem Volumen Erste Group, die um 4,63 Prozent auf 24,30 Euro kletterten. Raiffeisen stiegen um magere 0,29 Prozent auf 31,24 Euro.

Bei der Telekom Austria konnten die starken Kursbewegungen nicht durch Unternehmensnachrichten begründet werden. Die Telekom-Titel legten um 2,60 Prozent auf 5,64 Euro zu.

Mit steigenden Ölnotierungen verteuerten sich die Papiere der OMV um 0,98 Prozent auf 27,70 Euro. voestalpine rückten in einem positiven europäischen Stahlsektor um 2,08 Prozent auf 27,27 Euro vor.

Lenzing-Titel lagen mit einem Plus von 4,64 Prozent auf 67,18 Euro an der Spitze der ATX. Der österreichische Faserhersteller liebäugelt mit der Übernahme eines Viskoseproduzenten in China. "Wir würden das nicht ausschließen", sagte Firmenchef Peter Untersperger.

Die Immofinanz hat ihre Ankündigung wahrgemacht und beschlossen, beim Erwerb eigener Aktien mehr Geld in die Hand nehmen zu können. Bisher hatte Immofinanz wie berichtet die Erlaubnis, nur bis zu einem Kurs von 3 Euro zu kaufen. Wie die Gesellschaft bekanntgab, hat der Vorstand heute beschlossen - mit Zustimmung des Aufsichtsrates - im laufenden Aktienrückkaufprogramm 2012-2013 die Preisobergrenze je Aktie auf 3,33 Euro zu erhöhen. Die Immo-Papiere tendierten heute um 2,24 Prozent auf 3,38 Euro fester. (APA, 18.12.2012)

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