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Maria Fekter tadelt die Salzburger SPÖ wegen der Spekulationen. Daraufhin: "Faymann greift die ÖVP frontal an" (Krone) und "Faymann geht auf ÖVP los" (Österreich). Dann antwortet ÖVP-Generalsekretär Johannes Rauch: Die SPÖ solle zur Sachlichkeit zurückkehren.
Und so spielen sie Vorwurfs-Pingpong bis zum völligen Überdruss der Bürger.
Es ist eh wie immer. Die trostlose Wehrpflicht/Berufsheer-Debatte, in der die Wähler schon bald eine Entscheidung für die Regierenden treffen sollen, wird in den Hintergrund gedrängt durch das sterile Hickhack um die Finanzspekulationen, die etliche Bundesländer eingegangen sind. Das ist kontraproduktiv. Es gäbe genügend zu klären und noch mehr zu entscheiden. Finanzministerin Fekter fragt zu Recht danach, wieso das Land Salzburg viel mehr Schulden (1,8 Milliarden Euro) bei der Bundesfinanzierungsagentur aufgenommen hat als andere Bundesländer und es nicht klar ist, was damit geschah. Zu Recht wird auch die Behauptung des NÖ-Landeshauptmanns Erwin Pröll hinterfragt, der Rechnungshof kritisiere die Veranlagungen des Landes zu Unrecht.
Zu Recht wird auch die Behauptung des Wiener Bürgermeisters Häupl angezweifelt, die Frankenkredite der Stadt hätten keinen Hauch von Spekulation an sich. Zu entscheiden wäre überdies, was mit diesen offenen Spekulationsgeschäften geschehen soll. Stattdessen: Vorwurfs-Pingpong.
(Hans Rauscher, DER STANDARD, 18.12.2012)
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Rauscher titelte vor Kurzem, Stronach sei ein Kabarett zum Fürchten und mokierte sich über die Alternativelosigkeit in der österreichischen Politik.
Exakt jenes Verhalten, das er nun als Ping-Pong beschreibt, treibt Stronach die Leute in die Arme bzw veranlasst sie, am Wahltag ruhigen Gewissens zu Hause zu bleiben.
Man möge es mir verzeihen, aber wenn ich schon eines dieser Gfrieser (egal ob rot, schwarz, blau oder grün) im Fernsehen sehe, die unabhängig von der Frage ihre einstudierten Antworten runterbeten, geht mir das Geimpfte auf.
Da ist mir Stronach mit seiner, äh unkonventionellen Art am Gesäß lieber als die Ping-Pong Spieler im Antlitz.
ich werde mir in den A**** beissen. Und trotzdem werde ich Stronach oder Strache wählen. Obwohl sie mich inhaltlich, moralisch, und auch auf allen anderen Ebenen eher ankotzen. Aber als überzeugtem Republikaner und Demokraten, ist mir ein Ende mit Schrecken bei weitem lieber, als Schrecken ohne Ende. Jedenfalls bei den zurzeit bestehenden politischen Verhältnissen. SPÖ und ÖVP waren EINST schaffende, postive Kräfte. Diese Zeit ist seit mindestens 30 Jahren vorbei. Um eine vernünftige und nachhaltige "Selbstreinigung" zu ermöglichen, sollten beide Parteien für mindestens eine, besser zwei, optimalerweise drei Legislaturperioden in die Oppostion gezwungen werden. Das Problem: Die sinnvolle Alternative existiert nicht. Jedenfalls in Österreich
Natürlich wird von Stronach und seinem Team, das aus abgehalfterten Opportunisten besteht, die ihr Glück schon in einer anderen Partei erfolglos versucht haben, nicht wirklich etwas zu erwarten sein.
Das Kreuz bei Stronach zu machen, wird aber die einzige Möglichkeit sein, seinem Missfallen über die Regierenden Ausdruck zu verleihen, ohne ins Braune zu greifen oder zu Hause zu bleiben.
So gesehen ist Ihnen zuzustimmen, wenn Sie der österreichischen Demokratie ein Armutszeugnis ausgestellt haben.
was ihnen zu einem wirklich guten und seriösen journalisten fehlt, ist die mangelnde distanz zu sich selbst. ist ihre anscheinend unausrottbar und tief sitzende - vielleicht nicht eingestandene - affinität und sympathie zur övp, zu den christlich-konservativen grundwerten des abendland, ein katholisch-fundamentales oben (gott, kaiser, vaterland) und unten (volk, arbeiter, pöbel), das gottgegeben ist.
alles skandalöse, was irgendwie mit övp zusammenhängt, wird zwar notgedrungen, diskret kritisiert, aber alles andere wird in bausch und bogen den 'linken' untergeschoben oder den krawallrechten unter strache.
sie sollten wirklich mal eine kritische analyse ihrer haltung versuchen.
Das Vorwurfspingpong und das automatische "Nein" zu einer Idee einer andere Partei sind wahrscheinlich die Hauptzutaten zum Politik(er)frust der österreichischen Bürger. Garniert wird das Ganze durch unfähige Freunderl und Korruption. So wird das dann zum schweren Festmahl. Es wird Zeit (brauchen), diese Ansammlung abzubauen...
diversen Malversationen zB im Finanzmanagement der Länder (und Städte) einfach auf die Jornalisten zu schieben, oder zu sagen, wo ist die Presse, wo sind die investigativen Journalisten.
Es gibt auch einen Florian Klenk, der meine ich, nicht feig oder angepaßt zur Seite schaut. Rau kann man sowieso nicht vorwerfen, daß er den "Mund hält" oder seine spitze Feder ruhen läßt.
Man sag: Macht braucht Kontrolle, aber ob die nur vom Journalismus ausgehen kann, ist fraglich für mich.
http://www.atmedia.at/news/klas... 011/13773/
Und den Spaß finanzieren wir auch noch...
mag sein, dass mich finanztransaktionen nicht vorrangig interessieren. allerdings bin ich schon recht interessiert daran, was in unserem land und auf der welt so geschieht.
mag sein, dass ich in dieser sache wirklich uninformiert bin.
ich meine, es ist aufgabe der presse, solche nachrichten auf der 1. seite möglichst groß herauszuheben, und nicht irgendwo innerhalb der zeitung zu verstecken, damit auch uninformierte dodeln, wie ich einer bin, wind davon bekommen.
heans, frau gabi, sie alleine werden zum glueck nicht entscheiden, was in den medien prioritaet hat und was nicht.
wenn sie ein bissi denken bevor sie die posten werden sie dahinterkommen, dass eine funktionierende demokratie muendige, informierte staatsbuerger voraussetzt.
nehmen sie sich die zeit zum denken, es lohnt sich!
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