Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Wo man in die Gesundheitspolitik auch hineinhörte am Montag: Es herrschte Ratlosigkeit über das Vorgehen der Ärztekammer. Diese kann sich offenbar nicht zu einer Linie zur Gesundheitsreform durchringen, die Bund, Länder und Sozialversicherungen am Dienstag vergangener Woche paktiert hatten.
Nach mehrtägiger Nachdenkpause erklärte Kammerpräsident Artur Wechselberger am Freitag, man werde der Politik einen "Vertrauensvorschuss" geben und von weiteren Protestmaßnahmen Abstand nehmen; am Sonntag dann der überraschende Kurswechsel: Nach "überheblichen" und "selbstgefälligen" Äußerungen von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und dem Vorsitzenden des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, sah sich Wechselberger veranlasst klarzustellen, dass die Proteste nur ausgesetzt seien.
In den 48 Stunden, die zwischen diesen beiden Aussagen liegen, hat sich inhaltlich an dem Reformpapier, das am Mittwoch unterschrieben werden soll, nichts geändert. Dafür wurde kammerintern heftig herumgestritten. Vor allem der oberösterreichische Präsident Peter Niedermoser soll Druck auf Wechselberger gemacht haben, doch gegen die Reform zu protestieren, andere Landeskammern haben sich angeschlossen. Ein Insider formulierte es am Montag im Gespräch mit dem STANDARD so: "Wechselberger ist nur knapp einem Putsch entgangen."
Und ausgerechnet in Oberösterreich, wo unter der Obmannschaft eines gewissen Alois Stöger Gebietskrankenkasse und Ärzten ein besonders gutes Gesprächsverhältnis nachgesagt wurde, dürfte mittlerweile gar nichts mehr gehen. Niedermoser und Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), einer der Chefverhandler der Gesundheitsreform, sollen sich völlig überworfen haben.
Eine Bruchlinie gibt es innerhalb der Kammer nicht nur zwischen den Bundesländern, sondern auch zwischen Spitals- und niedergelassenen Ärzten. Ersteren wäre mit der Entlastung der Ambulanzen, die im Zuge der Reform geplant ist, enorm geholfen. Die Argumentation Wechselbergers bezieht sich aber vor allem auf den niedergelassenen Bereich, dessen Stärkung der Ärztekammerpräsident dezidiert festgeschrieben haben will.
Damit rennt er bei der Politik offene Türen ein: Genau dies sei vorgesehen, betont Stöger. Er reagierte - wie Hauptverbandschef Schelling - betont gelassen auf den ärztlichen Kurswechsel: Er gehe davon aus, dass sich die "vernünftigen Kräfte" in der Kammer durchsetzen würden, sagte Stöger am Montag. (Andrea Heigl, DER STANDARD, 18.12.2012)
Die Patientenanwälte erheben schwere Vorwürfe gegen die Ärztekammer: Sie vermuten, deren Qualitätsstelle schütze "Ärzte mit Qualitätsdefiziten"
Streit um Lehrpraxis - Stöger: Ärztekammer soll unterzeichnetes Konzept umsetzen - Wechselberger: Konzept des Ministers derzeit "nichts wert"
Kaum haben die (Gebiets-)Krankenkassen finanziell etwas mehr Spielraum, werden Forderungen nach neuen Leistungen laut. Die Zahnärztekammer fordert unter anderem mehr Geld für Patienten für Mundhygiene und Zahnregulierungen.
"Gesundheitsbarometer": Allerdings nimmt Anteil der Zustimmung ab - Größte Sorge: Arzneimittelfälschungen
Kassen-Ergebnis gegenüber Februar-Voranschlag weiter verbessert
Sozialminister Hundstorfer sieht Urteil als "richtungsweisend" an und will schwarze Schafe identifizieren
Über neue Zähne, Psychotherapie, das saufende Österreich und Bluttests: Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling im Interview
130.000 Personen in Krankenpflege und medizinisch-technischen Diensten tätig - Qualifikation nicht nachgewiesen
Pflegebedürftige sollten so lange wie möglich zu Hause bleiben dürfen. Pflege-Aktivisten fordern Geld für 24-Stunden-Betreuung
Gesetzesentwurf sieht Auszeit für drei Monate vor - Auch Teilzeit wird möglich
Rahmenkonzept ist fertig - Nach Basisausbildung folgt Facharzt
Laut Volksanwaltschaft haben Netzbetten in Psychiatrien nichts zu suchen. Doch in Wien will man auf "Notfallbetten" mit Netzen nicht verzichten
Krankenkassen planen höhere Ausgaben für Prävention, Zahnmedizin und Kindergesundheit
Kassen haben Sparziele übererfüllt - Laut eigenen Angaben "ohne Leistungskürzungen" Kosten gedämpft
Kontrollbesuche der neuen Volksanwaltschaftskommissionen deckten West-Ost-Gefälle auf
Die Wiener Ärztekammer richtet eine Ombudsstelle für Patienten ein - diese sollen nun per SMS über die Besetzung abstimmen. Die zwei aussichtsreichsten Bewerber haben einige Dispute mit der Kammer hinter sich
Im Mai sollte im Parlament über heikle Fragen wie Eizellen-Diagnostik diskutiert werden sollen - doch die ÖVP schwänzte die Vorbereitung
Zahl der Eingriffe teilweise deutlich unter den vorgegebenen Mindestfrequenzen - Bericht ortet Versäumnisse der Politik auf Bundes- und Landesebene
In abgelegenen Gegenden herrscht längst Medizinermangel, weil der Job für junge Ärzte in Österreich zunehmend unattraktiv wird
Welches Material am besten sei, müsse von Fall zu Fall entschieden werden
Die Gefahren von Haschisch und Marihuana sind unter Experten umstritten
Bekommt Oberösterreich eine Fünf-Prozent-Hürde bei teuren Implantaten? Zumindest beim landeseigenen Spitalsbetreiber Gespag gibt es konkrete Überlegungen
Oberösterreichs Landespolitik fordert in Linz eine Medizin-Fakultät, um Ärztemangel zu bekämpfen. Tatsächlich gibt es in keinem anderen EU-Land so viele Ärzte wie in Österreich
Kompetenzen bleiben zersplittert - Kostendämpfungen "nicht schlüssig nachvollziehbar"
Behandlungsfehler in Spitälern sind selten, aber schwerwiegend - Seit 2002 erhielten Patienten 56 Millionen Euro
beruht auf reinen Mutmaßungen. Er ist sachlich nicht zu begründen. Es kam zu keinerlei Zerwürfnissen zwischen niedergelassenen Ärzten und angestellten Ärzten. Was richtig ist, ist dass die Oberösterreicher eine besonders intensive Streiklinie wollen und das die Niederösterreicher in der österreichischen Kammer ein eigenes Süppchen kochen. Da gehts aber weniger um sachliche Differenzen als um Machtpolitik von Herrn Reisner. Die offizielle österreichische Kammer ist keinen Schlingerkurs gefahren. Es war immer die Aussage, Abwarten was in der 15 A Vereinbarung steht und dann die Reaktion beraten (in Protestbereitschaft). Frau Heigl schreibt ihren Artikel als politische Provokateurin.
>hin zu den niedergelassenen ärzten<
was für ein hyperschwachsinn !
kennen si eh alle nix aus, aber feste kassieren
und einen rumschicken hausarzt -> facharzt -> diagnostikzentrum -> facharzt -> und wieder hausarzt
und dann wissen wir noch immer nicht was es genau ist.
WIR PATIENTEN FORDERN:
KILOMETERGELD, PENDLERPAUSCHALE und KOMPETENTERE ÄRZTE !!!!!
.........langsam verstehe ich pol pot.........
Man kann bezüglich der Gesundheitsreform unterschiedlicher Auffassung sein.
Aber wenn Sie für die Vorgangsweise eines der bösartigsten Maoisten (Pol Pot), der Millionen Menschen umbringen ließ, Hundettausende wurden mit Schaufeln und Spaten erschlagen, Verständnis auch nur andeuten, deklarieren Sie sich als feind unserer Verfassung und sind ein Fall für die das BVT.
Gebe Ihnen recht! Sicher arbeiten Turnusärzte viel - andere Bürokräfte mit einem akademischen Abschluss auch. Netto nehmen die Ärzte einiges mehr mit. Allerdigns bin ich der Überzeugung, dass es nicht weniger sein sollte, da ich den Ärzten ja mein Leben anvertraue und gute Bezahlung durchaus ein Motivationsfaktor ist...
dann wirkt die gute bezahlung wohl nicht immer als motivationsfaktor...
die bezahlung ans patientenwohl zu koppeln find ich eher ungünstig. das wirft schon einige ethische fragen auf. umgekehrt, wenn ein fehler passiert, oder der arzt zu wenig motiviert war, was hat der geschädigte patient vom hohen einkommen? in der praxis sicher keinen rechtsanspruch.
der verdienst sehr vieler ärzte ist der reinste hohn...verglichen womit?
wenn ich an meinen karrierebeginn denke: frisch von der WU, 26 jahre alt, beginn bei einem big4, massig überstunden, nix zu sagen gehabt, der unterste in der pyramide, sehr viele reisen, sehr viele hotels gesehen, aber willen und interesse gahebt und vor allem sehr viel gelernt: 2000 euro brutto (2004); für mich eine investition in meine zukunft!
und wie stehen da jetzt ihre turnusärzte im verhältniss dazu, deren bezahlung angeblich der reinste hohn ist?
turnus im privatspital - teilweise über 100 (!) wochenstunden, in der hierarchie unter schwestern und sogar unter pflegehelfern (wenn man aufmückt bekommt man im nachtdienst die rechnung präsentiert), spritzenschani und infusionsflaschenexperte - auf 2000 brutto bin ich damals nicht gekommen, war froh das ich eine turnusstelle hatte....
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.