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Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern! Was für Deutschlands legendären Kanzler Konrad Adenauer recht war, ist für Italiens Polit-Riege nur billig. Nein, niemals werde er selbst in die Politik gehen, beteuerte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo noch vor wenigen Tagen. Doch jetzt tut es der schillernde Unternehmer dem zunehmend verwirrt agierenden Silvio Berlusconi gleich. Dieser ändert seine An- und Absichten übrigens schon im Stundenrhythmus. Der Eindruck entsteht, dass es beim Duell Montezemolo - Berlusconi mehr um persönliche Ressentiments geht als um das Wohl des Landes.
Es kann keine Rede mehr sein von Schulterschluss und Gemeinsamkeit im Kampf gegen die Rekordverschuldung. Und auch an Zukunftsperspektiven mangelt es im Land der gerontokratischen Traditionen: Die Spitzenkandidaten sind allesamt zwischen 61 und 76 Jahre alt. Die wenigen Jungen, etwa Matteo Renzi (37) und Angelino Alfano (42), machten den Alten wohl Angst und wurden umgehend wieder degradiert, als es ernst wurde mit den Wahllisten.
Italien brauchte eine Regierung, die das fiskalpolitische Desaster abwenden kann - wie bisher jene von Mario Monti. Es wird wohl beim Wunsch bleiben, denn es deutet nur wenig darauf hin, dass bei den Wahlen Ende Februar stabile Mehrheitsverhältnisse entstehen werden. Wieder einmal könnte sich bewahrheiten, dass in Italien nur Technokraten tatsächlich etwas weiterbringen. (Gianluca Wallisch, DER STANDARD, 18.12.2012)
Italiens Politiker weigern sich, die Probleme des Landes ernst zu nehmen
Triumphe sehen anders aus
Durch Radikalopposition hat sich der begnadete Redner in eine Ecke manövriert, aus der er nicht mehr herauszukommen droht
Die wirkliche Wirklichkeit wird sich im Herbst offenbaren: Da stehen in Südtirol Landtagswahlen an
Den Italienern ist zu wünschen, auf Berlusconis Tricks nicht weiter hereinzufallen
Rajoy steht mit dem Rücken zur Wand
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