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Jacob Zuma und Kgalema Motlanthe treten gegeneinander an.
Kapstadt - Südafrikas Präsident Jacob Zuma bleibt der starke Mann am Kap: Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) wählte den 70-Jährigen erwartungsgemäß mit großer Mehrheit wieder zum Parteichef. Zuma errang am Dienstag auf dem Parteitag in Mangaung 2.983 Stimmen. Sein Herausforderer, Vizepräsident Kgalema Motlanthe (63), kam nur auf 991 Stimmen.
Die meisten der fast 4.500 Delegierten jubelten bei der Verkündung der Wahlergebnisse, viele begannen zu singen, zu tanzen und in ihre Vuvuzelas zu blasen. Zuma rief in einer ersten kurzen Rede die Partei zur Einheit auf, lobte den "vorbildlich demokratischen Prozess" in der Organisation und begann dann mit dem Singen alter ANC-Kampflieder - in die tausende Delegierte mit einstimmten.
Als ANC-Chef wird Zuma auch für eine zweite Amtszeit als Staatspräsident kandidieren. Dank der Treue der schwarzen Wähler scheint der Machterhalt der 100 Jahre alten Organisation und damit die Wiederwahl Zumas 2014 sicher zu sein. Der ANC dominiert Südafrikas Politik seit Ende des rassistischen Apartheidsystems 1994 und hat fast eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament.
Zuma hatte zu Beginn des Parteitags versprochen, mit mehr Wachstum und neuen Programmen die Massenarmut und hohe Arbeitslosigkeit von über 25 Prozent zu bekämpfen. Der ANC bleibe "die einzige Hoffnung für die Armen", sagte er.
Der ANC-Veteran und frühere Gewerkschaftsführer Cyril Ramaphosa (60) wurde mit großer Mehrheit zum Stellvertreter Zumas gewählt. Der heute schwerreiche Geschäftsmann löst damit Motlanthe ab, der nicht mehr als ANC-Vizechef zur Verfügung stehen wollte. Ramaphosa gilt damit auch als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten Südafrikas ab 2014.
Die stärkste Oppositionskraft in Südafrika, die Demokratische Allianz (DA), sprach in einer ersten Reaktion von einem "traurigen Tag für alle Südafrikaner". Die Wiederwahl Zumas sei "keine gute Nachricht für Südafrika", insbesondere nicht für die vielen Armen und Arbeitslosen, sagte die DA-Vorsitzende Helen Zille. Der ANC-Chef stehe für mangelnde Führungskraft, er sei für Korruption und Missbrauch öffentlicher Mittel sowie die Selbstbereicherung einer Funktionärsschicht verantwortlich. (APA, 18.12.2012)
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