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Frankfurt am Main/Berlin - Der frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann soll nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Dienstag) im Suhrkamp-Streit vermitteln. Die Familienstiftung habe Naumann zum Mediator bestellt. Dem Minderheitsgesellschafter Hans Barlach liege mittlerweile ein Gesprächsangebot der Familienstiftung und der Geschäftsführung des Suhrkamp Verlags vor.
Naumann erklärte der "FAZ", er wolle ein Gespräch zwischen den Parteien ermöglichen. Nach seiner Einschätzung bestünden "Missverständnisse auf beiden Seiten". Naumann sagte, er habe ein Interesse daran, dass der Suhrkamp Verlag existiere: "Niemand will, dass der Verlag liquidiert wird, wie es das Gesellschaftsrecht vorsieht."
Die bisherige Suhrkamp-Geschäftsführerin Ulla Unseld-Berkewicz hält über eine Familienstiftung 61 Prozent des Suhrkamp Verlags. Barlach war 2006 gegen ihren Willen mit seiner Medienholding Winterthur in das Unternehmen eingestiegen und betreibt in verschiedenen Verfahren die Ablösung der Verlegerin. Kürzlich gab das Landgericht Berlin dem Minderheitsgesellschafter Recht und berief Unseld-Berkewicz ab. Die Entscheidung ist aber noch nicht rechtskräftig, Suhrkamp kündigte Berufung an. (APA, 17.12.2012)
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