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Bunte Kundgebungen in Seoul: Die Anhänger der gelben DUP sehen sich als bereits als Sieger, ...

... ebenso die roten Saenuri-Parteigänger.
Es klingt wie bei einer Farbberatung: "Wir haben das Rot aus unserer Nationalflagge genommen. Es trifft auch den Geschmack der Jungen, wie man zuletzt bei den Roten Teufeln gesehen hat", sagt Cho Dong-won, der Marketingdirektor der Saenuri-Partei, mit einem Verweis auf das südkoreanische Fußball-Nationalteam. Weil Park Geun-hye, die etwas unterkühlte Spitzenkandidatin der Saenuri, auf schlechte Werte bei den Jungwählern kam, hatte die jahrzehntelange Parteifarbe Blau in diesem Frühjahr ausgedient. "Wir verwenden einen Mix aus Grün und Gelb. Grün wird mit Efeu assoziiert, dessen Blatt sich mit tausenden anderen Blättern vereint, um Mauern zu überwinden", entgegnet Ahn Joon-seong von der Democratic United Party (DUP) in der Korea Times.
Park und ihr Gegner Moon Jae-in von der DUP wollen beide über eine Mauer kommen - jene zum "Blauen Haus", dem Präsidentenpalast in Seoul. Gewählt wird diesen Mittwoch. Und nach jüngsten Umfragen ist das Rennen ausgesprochen knapp: Der Demoskopin Kim Ji-yeon vom Asan-Institut in Seoul zufolge kommen beide Kandidaten in Umfragen auf rund 50 Prozent der Stimmen, der Abstand zwischen beiden bewege sich "innerhalb der Fehlertoleranz von drei Prozent". Der Wahlausgang sei unvorhersagbar, und beide Parteien rückten zusehends in die Mitte des Politspektrums.
Laut der Tageszeitung Chosun Ilbo wollen knapp 85 Prozent der Wahlberechtigten "mit Sicherheit" zur Wahl gehen. Ist die Wahlbeteiligung tatsächlich so hoch, dürfte es tendenziell eher der DUP helfen. "Moon kann Park überflügeln, wenn er es schafft, 60 Prozent der jungen Wähler auch tatsächlich zu den Urnen zu bringen", erklärt Bae Jong-chan vom Umfrageinstitut Research and Research - das Rot der politischen Gegner hin oder her.
Inhaltlich wurde der Wahlkampf zuletzt vor allem durch den nordkoreanischen Raketentest überschattet. Dort gibt es - neben der Wirtschafts- und Sozialpolitik - am ehesten Differenzen zwischen Park und Moon (Porträts siehe unten). Beide Politiker setzen sich im Gegensatz zum unbeliebten Amtsinhaber Lee Myung-bak zwar für eine Annäherungspolitik gegenüber Pjöngjang ein, aber mit anderen Akzenten. Der DUP-Kandidat Moon tritt für einen Zusammenarbeit mit den Nordkoreanern ohne Gegenleistungen Pjöngjangs ein, Saenuri-Kandidatin Park dagegen will für humanitäres, wirtschaftliches und diplomatisches Entgegenkommen auch entsprechende Schritte der Kim-Diktatur sehen. Sollte sie gewinnen, erwarten Experten noch engere Beziehungen zu den USA.
Die Frage allerdings bleibt, was alle Versuche einer "Sonnenschein-Politik" mit dem Norden gebracht haben. Der vor einem Jahr verstorbene Diktator Kim Jong-il hat in den 17 Jahren seiner Herrschaft Hilfeleistungen von insgesamt 450 Mio. Dollar aus dem Süden angenommen. Das Ergebnis war, dass Pjöngjang unter anderem mit diesen Einnahmen sein Nuklearwaffen- und Raketenprogramm vorangetrieben hat.
Was die Wirtschafts- und Sozialpolitik betrifft, treten beide Kandidaten für eine vermehrte Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten an Wachstum und Wohlstand des 50-Millionen-Landes ein. "Demokratisierung der Wirtschaft ist eine nette Phrase, aber was bedeutet das in der Praxis? Park kann womöglich kleine Änderungen wie die Reduzierung von Studiengebühren oder die Einführung einer Mütterkarenz durchsetzen, aber sicher nicht die zentrale Rolle von großen Konglomeraten in der koreanischen Wirtschaft verändern", erklärt David Chang von der University of Southern California.
Eine letzte Unwägbarkeit bei der Wahl sind die Anhänger Ahn Cheol-soos. Vor wenigen Wochen nahm er sich als dritter, unabhängiger Kandidat, der die Sehnsucht vieler Südkoreaner nach einer anderen Politik aufnahm, aus dem Rennen. Der Unternehmer empfahl seinen Leuten, Moon zu wählen. Ob sich die daran halten, muss man erst sehen. (Christoph Prantner, DER STANDARD, 18.12.2012)
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Zwei drei Manipulationen und da geht die Post ab.
So soll es sein! So haben es die Mächtigen (nicht zu verwechseln mit den Gewählten) aber gern!
Ganz klares nein. Südkorea ist vor allem stylish. Einfach mal auf yesstyle.com umsehen. Dieses Zeug steht vielen Koreanern, haben ja auch viele eine ähnliche Figur. Trashig ist das nicht. Und auch in business Klamotten sehen die immer gut aus. Dass da zufällig einer mit ner Robomaske rumsteht, ist halt Zufall. Gibts überall, in den USA wohl viel öfter als in Südkorea. Dagegen gibt es mittlerweile in China viel mehr Krimskrams (wird ja auch da hergestellt) und das sieht dann seltsam aus. Die Chinesische Kultur ist ja historisch schon viel bunter.
Und die Vereingung der beiden Koreas kommt mit Sicherheit.
Ähnlich vergleichbar wie mit der Wiedervereinigung Deutschlands, nur um einige Größenordnungen schlimmer: Von Trauhand bis zum Solidarbeitrag, von dann hoher Arbeitslosigkeit in N-Korea (dzt. ist die Arbeitslosenrate in N-Korea 0) über Währungsreformen, bis hin zu hinterlistigen Geschäftsleuten aus S-Korea die N-Koreaner reihenweise übers Ohr hauen werden.
All das wird das vereinte Korea und im Vergleich zu Japan, was ohne dieser Wiedervereinigungsbürde auskommt, was kosten.
Ich denke da irren Sie sich.
Nur die aeltere Generation (ueber 60) wuenscht sich eine Wiedervereinigung. Die Jungen wollen davon nichts wissen(weder im Norden noch im Sueden).
Glaube nicht, dass da in den naechsten 10 Jahren etwas passiert und danach sind die Befuerworter ausgestorben.
oder mit welcher Sicherheit können Sie so eine Behauptung in den Raum stellen? Haben Sie dort gelebt? Gearbeitet? Auch nur irgendwie mit dem Thema Wiedervereinigung und Menschenrechte in Nordkorea beschäftigt?
Sieht nämlich nicht so aus.
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