SPD lässt bayerischen Zeitungsmarkt unter die Lupe nehmen

Hans Joachim Werner will "Rahmenbedingungen gestalten, dass Journalisten gut arbeiten können"

München - Nach dem Aus für die "Financial Times Deutschland" und der Insolvenz der "Frankfurter Rundschau" will die Landtags-SPD den Zeitungsmarkt in Bayern genau unter die Lupe nehmen. 87 Fragen an die Staatsregierung und deren Antworten sollen Aufschluss darüber geben, wie es angesichts des fortschreitenden Auflagenrückgangs um die Zukunft der bayerischen Medien bestellt ist. Ein entsprechende große Anfrage an die Regierung - eine sogenannte Interpellation - stellte der SPD-Medienexperte Hans Joachim Werner am Montag in München vor.

Werner hat Fragen zur Zeitungslandschaft, zu den Redaktionen und zum Personal, zur wirtschaftlichen Entwicklung der Medien, aber auch zur lokalen Vielfalt gestellt. Außerdem erkundigt er sich nach Maßnahmen zur Leser-Gewinnung oder zur Leser-Blatt-Bindung.

Es sei nicht Aufgabe der Politik, Zeitungsunternehmen neue Geschäftsmodelle zu liefern, betonte Werner. "Aber es ist die Verantwortung der Politik - dank des Föderalismus vornehmlich der Landespolitik - Meinungsvielfalt zu fördern und die Rahmenbedingungen dafür zu gestalten, dass Journalisten gut arbeiten können." (APA, 17.12.2012)

Share if you care
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.