Viele Tore, weniger Zuschauer

17. Dezember 2012, 18:52
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Statistisches zu den ersten 20 Runden der 39. Bundesliga-Saison

  • Zuschauer

Mit im Schnitt rund 7.200 (nach inoffiziellen Zahlen) fanden etwas weniger Besucher als vor einem Jahr den Weg in die Stadien. Nummer eins war erneut Rapid mit im Schnitt rund 14.400 vor Sturm 11.600, der Austria (9.700), Salzburg (9.000), dem WAC (5.800), Innsbruck (5.100), Ried (4.800), Mattersburg (4.000), Admira (3.200) und Wr. Neustadt (2.900). Auswärts erwiesen sich die Hütteldorfer mit 8.500, vor der Austria (8.400), Sturm (8.300) und Salzburg (7.900) als am zugkräftigsten.

Nachdenklich stimmt, dass nur Sturm, Austria und Aufsteiger WAC ihre Besucherzahlen steigern konnten. Die übrigen sieben Klubs müssen ein Minus verzeichnen, das bei Rapid, Innsbruck und der Admira prozentuell sogar zweistellig ausfällt.

Insgesamt 26 Spiele zogen mehr als 10.000 Fans an: Rapid 9 (mit 17.000 gegen die Austria als Spitze), Sturm 9 (13.400 gegen die Austria), Austria 4 (12.500 gegen Rapid), nur 3 Salzburg (16.600 gegen Rapid), WAC 1 (11.300 gegen Sturm in Klagenfurt).

  • Punkte, Siege, Serien

PUNKTE: Die 48 Zähler, welche Tabellenführer Austria mit 15 Siegen und drei Remis bei nur zwei Niederlagen gesammelt hat, sind seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in 20 Runden erst einmal erreicht worden. Der FC Tirol schaffte diese Ausbeute in der Saison 2001/02, Sturm erreichte in seiner ersten Meistersaison 1997/98 47. Die Austria überbot ihr bisher bestes Ergebnis (43) von ihrem 22. und vorletzten Titelgewinn 2002/03 gleich um fünf Punkte. Vor einem Jahr ging Rapid vor den punktgleichen Riedern mit dem Minusrekord von 32 Zählern (nach 19 Runden) in die Winterpause.

SIEGE: Es gab 45 Heimsiege, bei 18 Remis und 36 Auswärtserfolgen. 2:0 war das bisher häufigste Ergebnis (16), torlose Remis gab es bisher erst vier.

SUPER-SIEGE: Salzburg - Mattersburg 7:0, WAC - Wr. Neustadt 6:0, Austria - Ried 6:1, Ried - Mattersburg 6:1.

GUTE SERIE: Die Austria ist mit elf Runden ohne Niederlage (acht Siege, drei Remis) von der 10. bis 20. Runde auch in dieser Wertung die Nummer eins, obendrein blieben die Wiener auch in allen zehn Auswärtsspielen (8-2-0) ungeschlagen. Von ihren diesbezüglichen Bestmarken sind die Favoritner damit aber immer noch weit entfernt. Zu Herbert Prohaskas Zeiten gingen sich 1984/85 unter Trainer Thomas Parits mit 25 Spielen ohne Niederlage (21-4-0) aus. Noch besser war einmal der Wiener Sportclub mit 41 Spielen ohne Niederlage (33-8-0) in den Spielzeiten 1957/58 bis 1959/60.

SCHLECHTE SERIE: Mattersburg blieb 11 Runden sieglos (0-3-8/7.-17. Runde), zweimal mit drei Niederlagen in Folge. Admira schaffte immerhin 9 Partien ohne Erfolgserlebnis, diese Serie ist sogar noch ausbaubar (0-1-8/12.-20. Runde).

TABELLENFÜHRER: Rapid: nach 1., 2., 4., 5., 10. Runde, Salzburg (3., 11., 12.), Austria 6.-9. und ab der 13.

SCHLUSSLICHT: Innsbruck: 1., 2., 5.-13. und ab der 17. Runde, Wr. Neustadt 3.-5. und 14.-16.

  • Tore

TORE: Philipp Hosiner jagt den Meisterschafts-Rekord von Hans Krankl aus der Saison 1977/78, als der Goleador 41 mal traf. Toni Polster (in der Saison 1986/87) und der damalige Salzburger Marc Janko (2008/09) verfehlten ihn mit jeweils 39 Treffern knapp. Der Austrianer Hosiner hält vor der Winterpause bei 21 Toren, fünf davon für die Admira und 16 für seinen derzeitigen Arbeitgeber. In der vergangenen Saison holten sich Stefan Maierhofer und Jakob Jantscher mit nur je 14 Terren den Schützentitel, ein Jahr vorher gelangen Roland Linz (Austria) 21, 2009/10 Steffen Hofmann (Rapid) 20.

48 Treffer in 20 Runden - die Austria erwies sich im Herbst als Torfabrik wie schon lange nicht mehr. Der Schnitt aus allen ausgetragenen 99 Spiele beträgt 3,08 - ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 2,69 der letzten Saison.

DREIERPACK: Insgesamt gab es immerhin neun, Hosiner schaffte gleich drei davon - beim 6:4 gegen seinen früheren Klub Admira, beim 6:1 gegen Ried und beim 6:3 in Wolfsberg. Die weiteren Knipser: Günther Friesenbichler (Wr. Neustadt) beim 3:2 in Innsbruck, Havard Nielsen (Salzburg) beim 4:4 in der Südstadt, Christian Falk (WAC) beim 6:0 gegen Wr. Neustadt, Rene Gartler (Ried) beim 6:1 gegen Mattersburg, Deni Alar (Rapid) beim 4:3 gegen Ried und Sadio Mane (Salzburg) beim 7:0 gegen Mattersburg.

DOPPELPACK: 30 Stück. Nummer eins war hier der Salzburger Soriano mit fünf, einen mehr als Hosiner.

KOPF: Mit je drei führen Sukuta-Pasa, Vujadinovic (beide Sturm), Gartler (Ried), Boyd (Rapid), Gorgon (Austria) und Bürger (Mattersburg). Die Austria ist mit 12 die Nummer eins vor Sturm (10), Admira und WAC (je 9), Mattersburg (8), Ried (5), Rapid, Salzburg und Innsbruck (je 4) sowie Wr. Neustadt (3). Die Neustädter kassierten hingegen mit 12 die meisten Gegentore mit Köpfchen.

FREISTOSS: 9. Alar (Rapid), Hadzic (Ried) je zwei, je eines Hofmann (Rapid/17. BL-Freistoßtor), Bürger, Simkovic (Austria), Liendl (WAC), Rene Schicker (Admira).

TORE von EINGEWECHSELTEN SPIELERN: 39. Austria 7 Jokertore, Salzburg, Ried, Innsbruck je 5, Admira und Wr. Neustadt je 4, Mattersburg und WAC je 3, Rapid 2 und Sturm 1.

IM FINISH (ab 76. Minute/Hosiner mit vier am öftesten): Austria 13 (dreimal Sieg geschafft, einmal Remis), Salzburg 11 (3 S, 1 R), Ried 11 (1 S, 1 R), Admira 7 (1 S, 1 R), Rapid 6 (1 R), WAC 6 (1 R), Innsbruck 5 (2 S, 1 R), Mattersburg 4 (2 S), Sturm 2 (1 S), Wr. Neustadt (1 S). Kassiert: Innsbruck 10 (3 mal Niederlage, 1 R), Admira 9 (1 N, 2 R), Ried 9 (1 N), Mattersburg 9 (3 N), Wr. Neustadt 9 ( 1 N, 1 R), WAC 7 (1 N, 2 R), Sturm 5 (2 N), Salzburg 4 (1 N, 1 R), Rapid 4, Austria 2 ( 1 N).

IN DER ANFANGSVIERTELSTUNDE: Salzburg 7, Austria 6, Ried 6, Rapid 5, Sturm 5, Admira 4, WAC 4, Innsbruck 2, Wr. Neustadt 2, Mattersburg 1. Kassiert: Mattersburg 9, WAC 6, Wr. Neustadt 5, Sturm, Ried, Innsbruck je 4, Salzburg, Admira je 3, Austria, Rapid je 2.

AUS STANDARDS: Rapid 11 (4 nach Corner, 2 nach Freistößen, 3 Freistöße, 2 Elfer), Sturm 11 (6 n.C., 4 n.F., 1 E), Austria 10 (5 n.C., 3 n.F., 1 F, 1 E), Salzburg 10 (1 n.C., 6 n.F., 3 E), WAC 10 (1 n.C., 7 n.F., 1 F, 1 E), Innsbruck 9 (4 n.C., 4 n.F., 1 E), Ried 8 (2 n.C., 1 n.F., 2 F, 3 E), Admira 7 (4 n.F., 1 F, 2 E), Mattersburg 7 (3 n.C., 2 n.F., 1 F, 1 E), Wr. Neustadt 6 (4 n.C., 1 n.F., 1 E)

KASSIERT: Mattersburg 16 (2 n.C., 6 n.F., 4 F, 4 E), Wr. Neustadt 13 (6 n.C., 4 n.F., 1 F, 2 E), Innsbruck 12 (6 n.C., 5 n.F., 1 F); Ried 11 (3 n.C., 5 n.F., 1 F, 2 E), Admira 8 (4 n.C., 1 n.F., 3 E), Austria 8 (2 n.C., 4 n.F., 2 E), Salzburg 6 (3 n.C., 2 F, 1 E), Rapid 5 (3 n.C., 1 n.F. 1 E), Sturm 5 (1 n.C., 4 n.F.), WAC 5 4 n.F., 1 E).

ASSISTS: Nummer eins ist WAC-Spielmacher Michael Liendl mit 9. Weiters: Meilinger (Ried) 8, Jun (Austria) 7, Gorgon (Austria), Hofmann (Rapid), Berisha, Teigl (beide Salzburg), Hosiner (Admira 4, Austria 2), Bukva (Sturm) je 6, Jezek (Admira), Klem (Sturm), Ulmer (Salzburg), Suttner, Simkovic (beide Austria) je 5

ELFMETER: Salzburg 4 zugesprochen/3 verwandelt, Ried 3/3, Admira 3/2, Rapid 2/2. Wr. Neustadt 2/1, Sturm, Innsbruck, Mattersburg, WAC je 1/2, Austria 1/1 (Nachschuss). Verhängt gegen: Mattersburg 4/3, Admira 3/3, Rapid 3/1, Austria 2/2, Ried 2/2, Wr. Neustadt 2/2, Salzburg 1/1, WAC 1/1, Innsbruck 1/0. Sturm wurde noch mit keinem Penalty sanktioniert. Von insgesamt 19 gepfiffenen Elfern wurden 15 (mit Nachschuss 16) verwertet.

  • Disziplinarisches

ROTE KARTEN: 13 (Innsbruck 3, Salzburg, Ried, Mattersburg, Wr. Neustadt je 2, Austria, Admira je 1)

GELB-ROTE KARTEN: 16 (Mattersburg und Wr. Neustadt je 4, Austria, Admira, Innsbruck je 2, Salzburg, Rapid je 1).

  • Dauerbrenner und Geschasste

PFERDELUNGEN: Fünf Spieler (darunter vier Torhüter) waren in allen 20 Spielen ihrer Mannschaft die volle Zeit im Einsatz (Walke, Königshofer, Lindner, Siebenhandl), als einziger Feldspieler erwies sich Austria-Kapitän Manuel Ortlechner als Dauerbrenner.

TRAINERWECHSEL: Roland Kirchler ersetzte am 16. Oktober in Innsbruck Walter Kogler. Gerhard Schweitzer rückte bei Ried für Heinz Fuchsbichler am 6. November ins erste Glied, machte aber am 9. Dezember dem weiteren Co Michael Angerschmid als Chefcoach Platz.

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    Stefan Hierländer und seine Salzburger verabschiedeten sich mit einem 7:0 in die Winterpause, 3.800 Unentwegte waren mit von der Partie gewesen.

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