Neue Sicherheitsidee für Banknoten

17. Dezember 2012, 15:02
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    foto: magnite

Spezielle Tinten ergeben in einem Magnetfeld ein neues Bild - Jedes Handlautsprecher hat einen Magneten

Ein neues Sicherheitsmerkmal für Banknoten hat die Münchner Firma Giesecke & Devrient (G&D) entwickelt. Es heißt MAGnite und setzt auf spezielle Farbpigmente. Werden diese einem Magnetfeld ausgesetzt verändert sich das Bild.

Das neue Bild ist nicht immer gleich sondern hängt vom Magneten ab. Denn die speziellen Farbpigmente richten sich nach den Feldlinien des Magnetfeldes aus. Der Magnet in einem Handylautsprecher erzeugt ein etwas anderes Feld als beispielsweise ein Magnet aus einem Warensicherungssystem wie es in Geschäften häufig zum Einsatz kommt. Ersterer erzeugt typischer Weise einen ovalen Effekt bei MAGnite-Farben, Letzterer führt zu Streifenbildung.

In jedem Fall verändert sich aber die Darstellung deutlich. MAGnite funktioniert nicht nur auf Papier- und Baumwollbanknoten, sondern auch auf Geldscheinen aus Polymer. Wie viele andere Sicherheitsmerkmale von Banknoten ist auch MAGnite selbst nicht absolut fälschungssicher. Banknotendruckereien setzen auf eine Kombination aufwändiger Verfahren, die schwer in der selben Qualität nachzumachen sind.

Sicherheitsmerkmale

Einige Sicherheitsmerkmale sind öffentlich bekannt und sollen von den Nutzern relativ leicht getestet werden können. Dazu gehören etwa Kippeffekte, Wasserzeichen, Reliefdruck, Metallfäden und Hologramme. Weitere Identifizierungssysteme erfordern spezielle Ausrüstung, wie zum Beispiel UV-Lampen. Banken und manche Geschäfte ergreifen entsprechende Vorsichtsmaßnahmen.

Schließlich gibt es Kennzeichen, die nicht öffentlich bekannt sind. Diese werden im Zweifelsfall von den Experten der jeweiligen Notenbank überprüft. Um den Vorsprung vor den Fälschern zu wahren werden alle paar Jahre neue Banknoten herausgebracht.

G&D hat heuer seinen 170 Geburtstag gefeiert und stellt auch Chipkarten her. Die ersten SIM-Karten überhaupt wurden 1991 von G&D ausgeliefert. Das Unternehmen entwickelt nach eigenen Angaben jährlich ein neues Sicherheitsmerkmal für Banknoten. MAGnite ist das jüngste Produkt. Es wird daher noch einige Zeit dauern, bis es auf Banknoten zu finden ist.

Neue Euro

Am 10. Jänner wird übrigens die neue 5-Euro-Banknote vorgestellt. Sie soll nicht nur den Sicherheitsstandard weiter heben, sondern auch haltbarer sein als das derzeitige Modell. Im Mai gelangen die neuen Scheine dann in Umlauf. In den nächsten Jahren folgen die übrigen Nominalen der zweiten Euro-Serie zu 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro.

Diese hohen Werte sind nicht in allen Währungen üblich. Zwar gibt es etwa in der Schweiz sogar eine 1.000 Franken Note, andernorts ist aber immer häufiger "Kleingeld" angesagt. Dies soll der Bekämpfung von Schattenwirtschaft und Geldwäsche dienen. In Nordamerika ist bei 100 Dollar Schluss (etwa 77 Euro), in England und Wales schon bei 50 Pfund (62 Euro).

Bei den nach Einheiten teuersten Währungen, den Dinaren von Kuwait und Bahrain, ist die größte Stückelung ein gemütlicher Zwanziger. Das entspricht rund 55 respektive 42 Euro. (dajs, derStandard.at, 17.12.2012)

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stronach-effekt

schlächte deutsh bringd votes - oder in diesem fall page impressions. mit entsprechenden postings füttern wir nur den rechtschreibtroll in der red.!

Welches OS hat dein neues Handlautsprecher?

"Ein gemütlicher Zwanziger"

Köstliche Formulierung :-)

Jedes Handlautsprecher hat einE MagnetE !!!11elf

Soo! Muß Lektor...?

Was ist einE Handlautsprecher?

Gender-neutral. Wegen der weiblichen Handlautsprecher.

Etwas wo das Y fehlt!

... ich hab auch 3x lesen müssen und bin noch immer nicht schlauer geworden was das denn ominöses ist o.O

Wörterbücher spenden!

An welche Adresse kann ich ein Wörterbuch für die armen Redakteure vom Standard spenden?

Jedes Arkitel hat Feler

Bei der momentanen Inflation wäre das ja eine Katastrophe, wenn es nur mehr die kleineren Stückelungen gibt!

Einige Tankstellen in der Umgebung haben sogar schon diese seltsamen "Wir nehmen keine 200/500 Euro-Scheine"-Aufkleber abmontiert und gegen Wir nehmen keine 500 Euro Scheine" ausgetauscht.

Zahlen mit 200 Euro an der Tankstelle wird bald sehr beliebt werden, bei den Preisen :((

Ich hab es erst jetzt begriffen: in der Redaktion gibt es einen

Wettbewerb wer bis Weihnachten die meisten Posterhinweise für Fehler gesammelt hat.

Idee ok, aber nicht JEDER Lautsprecher hat einen (Dauer)Magneten verbaut.

Ab einer gewissen Leistung und einen gewissen Mindest-"Schall-Hub" werden Lautsprecher noch lange aus Spulen und Magneten bestehen. Aber es gibt auch Lautsprecher die den piezzo-elektrischen Effekt nutzen (also ein Kristall der seine Form ändert wenn eine Spannung angelegt wird) und wahrscheinlich weisen solche Lautsprecher ein zu schwaches oder gar kein Magnetfeld auf um den gewünschten Effekt auf der Tinte zu erzielen. Ich weiß es zwar nicht definitiv, vermute aber dass zumindest in manchen Handys "piezzoelektrische Lautsprecher" verbaut sind; spart Gewicht und Platz.

Na jo. Also ich kenne keine konventionellen Lautsprecher, die ohne Dauermagnet auskommen. Irgendwas muß ja dafür sorgen, daß das Magnetfeld der Spule einen Gegenspieler hat. Obwohl, interessante Idee, den Magneten durch eine 2. Spule zu ersetzen.

Ausgenommen natürlich Elektrostate, Plasma und Piezo Lautsprecher. Wobei von denen eher keiner in Handy verbaut ist. Erstere wegen des Platzbedarfes nicht, Piezos nicht, weil man sich das nicht antun möchte. Das klänge wie diese Grußkarten die losdudeln, wenn man sie aufklappt.

Der Fehler hält sich schon seit 3,5 h beachtlich.

“ Jedes Handlautsprecher hat einen Magneten“

Fast jedes Standardartikel hat solches Fehler.

Vielleicht, wenn ihr euch vom Christkind einen Lektor wünscht...? ;o)

Oder (eine) Deutsch-Nachhilfe!

"Jedes Handlautsprecher hat einen Magneten"

Echt jetzt ?
Jedes Fernseher hat einen Bildschirm ?

piezoelektrischer Flachlautsprecher?

Nebst dessen scheint beim Redakteur noch nicht angekommen zu sein, dass Lautsprechner nicht notwendigerweise einen Magneten beinhalten.

Es gibt piezoelektrische Lautsprecher die vorrangig in sehr kleinen Geräten verbaut werden oder aber auch elektrostatische Lautsprecher.

In beiden Fällen ist kein Permanentmagnet erforderlich.

Jo, und Plasmalautsprecher. Und verm. ist keiner davon in einem Handy verbaut.

wieder was gelernt

und

elektrodynamische lautsprecher mit feldspule

dajs sollte nicht in deutsch zu schreiben versuchen, wenn der autorInnen diese sprache nicht beherrscht, und darüberhinaus mit technischen beschreibungen vorsichtig sein, wenn man in der physikstunde offensichtlich dauernd net aufpasst hat.

schuster bleib bei deinen leisten....

vielleicht mal mit einem google versuch über

diamagnetische
paramagnetische und
ferromagnetische
materialien , felder und dergl.

dajs- bleibens beim bewundern der bobophonen mit angebissenem obst.

da sind die physikalischen gesetze ja nur "grobe richtlinien"
so wie antennagate und so.....

Ich hab' absichtlich _Permanentmagnet_ geschrieben - das impliziert, dass dieser ferr(o|i)imagnetisch sein muss.

Para- oder diamagnetische Elemente können nicht permanent magnetisiert werden (wirklich nicht)- sie zeigen ihre Ausprägung bzw. ihre Magnetismus nur unter Einwirkung eines externen Magnetfelds - und damit sind sie per Defintion keine Permanentmagneten.

Das ist z.B. auch der Grund warum NdFeB-Magnete überhaupt funktionieren obwohl Neodym und Bor para- bzw. diamagnetisch sind.

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