Blut und Blech auf der Gastarbeiterroute

Ansichtssache18. Dezember 2012, 18:09
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Die Europastraße E5 war zwischen den 60ern und 80ern eine der größten und gefährlichsten Transitrouten der Welt

Weihnachten, Ostern, Pfingsten, im Sommer sowieso: Jahrzehntelang machten sich die Gastarbeiter in den Haupturlaubszeiten gleichzeitig auf den Weg zurück in die "alte Heimat". Vollbepackt und -beladen, überbelegt. Die Priorität: "nach Hause", so schnell und billig wie möglich. Da gehörte es beispielsweise dazu, mehrere Tage nonstop durchzufahren, kaum zu rasten. Autoströme aus ganz Europa konzentrierten sich auf der Strecke zwischen München und Istanbul, in der Steiermark kam es zu Rekordstaus, endzeitlichem Verkehrschaos und tragischen Unfällen. 

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foto: gastarbeiterroute.com

Die Gastarbeiter-Idee - eines der großen Missverständnisse der europäischen Nachkriegszeit, könnte man argumentieren - hat nicht nur für große Umwälzungen in Gesellschaft und Politik gesorgt, sondern auch den Verkehr und die europäische Infrastruktur nachhaltig verändert. Man möchte fast sagen: traumatisiert. 

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