Zukunfts-Trends: IBM glaubt an Computer mit fünf Sinnen

17. Dezember 2012, 15:12
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IBM-Forscher geben einen Einblick in Technologien, die in fünf Jahren unseren Alltag verändern sollen

Welche Technologien werden die IT-Welt in fünf Jahren beherrschen und unseren Alltag verändern? Diese Frage stellt sich IBM alljährlich zum Jahresende. Auch 2012 hat Big Blue seine Prognose 5in5 abgegeben. In fünf Jahren wird sich laut den Vordenkern des Unternehmens alles um die fünf Sinne drehen.

Virtuell fühlen

IBM geht davon aus, dass neben Touch, Bild- und Geräuscherkennung auch Schmecken und Riechen eine Rolle in der Interaktion mit Computern und der digitalen Welt spielen wird. So sollen Nutzer den Touchscreen nicht nur mehr für Eingaben verwenden, sondern virtuelle Objekte darüber auch ertasten können. Robyn Schwartz, Associate Director von IBM Research Retail Analytics, geht davon aus, dass man in Zukunft beispielsweise die Beschaffenheit von Stoffen am Touchscreen erfühlen kann.

Objekte verstehen

John Smith, IBM Senior Manager für Intelligent Information Management, geht von neuen Objekterkennungstechnologien aus. Vor allem die Interpretation der Daten soll verbessert werden. In fünf Jahren sollen Computer die aufgenommenen Objekte tatsächlich "verstehen" können. Neben dem Einsatz in der Verkehrssicherheit und im medizinischen Bereich nennt Smith auch personalisierte Werbung als Einsatzbeispiel, basierend auf Fotos, die man postet.

Geräusche erkennen

Ein Baby-Phone, das am Schreien erkennt ob der Nachwuchs Hunger hat oder Schmerzen hat? Laut Dimitri Kanevsky, IBM Research Scientist, soll auch das in fünf Jahren möglich sein. Geräusch-Sensoren sollen etwa an Brücken nach Schäden oder in Gebirgen nach ersten Anzeichen für Lawinen lauschen. Vor allem in abgeschiedenen Gebieten sollen Gefahrenherde dadurch schneller erkannt werden.

Digitale Geschmacksknospen

Geht es nach IBM Research Scientist Lav Varshney werden Menüs in fünf Jahren von Computer-Algorithmen komponiert. Dadurch soll die perfekte Mischung aus Geschmack und gesunden Inhaltsstoffen "errechnet" werden können. Die personalisierten Menüs könnten Nahrungsergänzungsmittel überflüssig machen und Personen mit speziellen Diäten bei ausgewogener Ernährung unterstützen.

Die Umgebung riechen

Zu guter Letzt soll es laut Hendrik Hamann, Research Manager für Physical Analytics, in fünf Jahren auch normal werden, dass die Umgebung olfaktorisch analysiert wird. Dadurch könnten etwa Bakterien oder Pilzbefall bei Lebensmitteln erschnüffelt werden. Sensoren am Smartphone könnten anhand des Atems erkennen, ob eine Person krank wird. (br, derStandard.at, 17.12.2012) 

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5in5

  • Digitale Geschmacksknospen sollen bald optimale Menüs komponieren. IBM geht davon aus, dass die fünf menschlichen Sinne in fünf Jahren auch Computer verbessern werden.
    foto: ibm

    Digitale Geschmacksknospen sollen bald optimale Menüs komponieren. IBM geht davon aus, dass die fünf menschlichen Sinne in fünf Jahren auch Computer verbessern werden.

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