Neuer Schalke-Trainer trifft möglichen Nachfolger

17. Dezember 2012, 19:48
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Gerüchte um Wechsel des Mainzers Tuchl zu Knappen verstummen nicht - Manninger-Comeback?

Gelsenkirchen - Dem neuen Schalke-Trainer Jens Keller steht bereits bei seinem Debüt eine echte Bewährungsprobe bevor. Vom Nachfolger des beurlaubten Huub Stevens wird am Dienstag (19 Uhr) der Einzug ins Pokal-Viertelfinale erwartet. Gegner von Christian Fuchs und seinen Kollegen ist der FSV Mainz 05 mit Julian Baumgartlinger und Andreas Ivanschitz.

"Das ist ein enorm wichtiges Spiel für uns. Wir wollen im Pokal überwintern", betonte Schalke-Manager Horst Heldt vor der Feuertaufe für den bisherigen U17-Trainer Keller. Fuchs dürfte weiterhin links in der Viererkette aufgeboten werden. Zusätzliche Brisanz erhält die Partie, weil mit Thomas Tuchel ausgerechnet der Trainer der Mainzer auf Schalke mittelfristig als Wunschtrainer gilt. Keller verfügt immerhin über eine Jobgarantie bis Saisonende.

Tuchel hat die Mainzer auf Rang sechs und damit in die erweiterte Spitzengruppe der Bundesliga geführt. Selbst die mit deutlich größeren Möglichkeiten ausgestatteten Schalker liegen einen Punkt dahinter. Seinen Vertrag habe Tuchel laut eigenen Angaben nicht ohne Grund verlängert. "Dass ich definitiv bis 2015 bleibe, kann ich aber nicht sagen", erklärte der 39-Jährige. 

Tuchl: Kein Kontakt mit Schalke

Tuchel widersprach Meldungen, wonach es bereits Kontakt zur Führungsetage der Königsblauen gegeben habe. "Ich habe bis heute mit keinem Verantwortlichen von Schalke 04 gesprochen. Und zwar weder als Jugend- noch als Profitrainer", sagte Tuchl. Auch über Berichte, wonach er bereits nach dem Rücktritt von Ralf Rangnick Gespräche mit Schalke geführt habe, regte sich Tuchel am Montag auf: "Das ist falsch und gelogen."

Mainz-Manager Christian Heidel machte indes deutlich, dass der Trainer unverkäuflich sei. "Mainz 05 wird Thomas Tuchel nicht abgeben. Egal, welche Summe gezahlt wird. Nicht für 30 oder 60 Millionen Euro. Auch wenn ein Russe angefahren kommt - oder irgend so ein Scheich. Wir sind nicht gesprächsbereit", betonte Heidel.

Die unmittelbare Zukunft bringt einen Cupschlager, in dem Mainz ein erfolgreiches Jahr positiv abschließen will. "Da gehen wir noch einmal ans Limit", versprach Julian Baumgartlinger, der nach solider Leistung gegen den VfB Stuttgart (3:1) erneut im zentralen Mittelfeld beginnen dürfte. "Wir sind nicht chancenlos", betonte der 24-Jährige.

Huub "einbinden"

Schalke will Stevens im übrigen nicht ganz als Mitarbeiter entbehren. "Wir werden uns im Jänner mit Huub zusammensetzen und schauen, wie wir ihn rund um den Verein weiter einbinden können", kündigte Manager Heldt am Montag an. Zuvor hatte bereits der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies, erklärt, auf das Know-how und die Persönlichkeit des Schalker "Jahrhunderttrainers" nicht verzichten zu wollen. Zumal man sich "im Guten" getrennt habe.

Bayern vor Pflichtaufgabe und vielleicht gegen Manninger

Der überlegene Tabellenführer Bayern München beschließt das Jahr am Dienstag (20.30 Uhr, live ARD) in Augsburg. Ein Sieg scheint Pflicht, haben die Bayern mit David Alaba doch schon den jüngsten Bundesliga-Vergleich mit dem Lokalrivalen sicher mit 2:0 gewonnen. "Wir müssen ins Viertelfinale kommen", betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Bei Augsburg könnte Alexander Manninger im Tor stehen. Der 35-jährige Salzburger war im November wegen einer schweren Verletzung von Stammkeeper Simon Jentzsch als dritter Torhüter verpflichtet worden. Nun ist aber auch die Nummer zwei Mohamed Amsif wegen einer Muskelverhärtung im Gesäßmuskelbereich fraglich. Für den früheren österreichischen Teamtorhüter wäre es der erste Pflichtspieleinsatz seit fast zwei Jahren

Im Finale der Vorsaison waren die Münchner an Meister Borussia Dortmund gescheitert. Der Titelverteidiger empfängt am Mittwoch (20.30 Uhr, live ARD) Hannover 96. In Stuttgart kommt es zu einem weiteren Österreicher-Duell zwischen dem VfB mit Martin Harnik und Raphael Holzhauser sowie dem Zweitligisten 1. FC Köln mit Daniel Royer und Kevin Wimmer. (APA/sid/red, derStandard.at, 17.12.2012)

Programm deutsches Cup-Achtelfinale:

Dienstag, 19 Uhr:
Schalke 04 (Fuchs) - Mainz 05 (Baumgartlinger, Ivanschitz)
Karlsruher SC (II) - SC Freiburg

Dienstag, 20.30 Uhr:
FC Augsburg - Bayern München (Alaba/live ARD)
Kickers Offenbach (III) - Fortuna Düsseldorf (Almer)

Mittwoch, 19 Uhr:
VfL Wolfsburg (Pogatetz) - Bayer Leverkusen
VfL Bochum (II) - 1860 München (II)

Mittwoch, 20.30 Uhr:
Borussia Dortmund - Hannover 96 (live ARD)
VfB Stuttgart (Harnik, Holzhauser) - 1. FC Köln (II/Royer, Wimmer)

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    Jens Keller geht es an.

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