Blicke auf Wien im Jahr 1860

Neue Publikation vereint Fotos aus einer Zeit, als die Ringstraße noch nicht existierte

Wien - 1860 entstanden einzigartige Aufnahmen der Stadt Wien, die nun in der Edition "Winkler-Hermaden" neu aufgelegt worden sind: An einem Augusttag des Jahres 1860 hievten ein Fotograf der k. k. Hof- und Staatsdruckerei und seine Gehilfen eine riesige Kamera sowie zwölf große Glasplatten auf den Südturm des Stephansdoms, um von der Turmspitze aus das Wiener Stadtgebiet aufzunehmen.

Die Bilder sind ein faszinierendes Zeugnis des seinerzeit neuen Mediums Fotografie und gleichermaßen eine beeindruckende Dokumentation des Wiener Stadtbildes aus einer Zeit, als die Ringstraße noch nicht existierte, weil die Innenstadt noch vom Glacis, dem unverbauten Festungsvorfeld, und den mächtigen Festungsmauern umgeben war. Der Kurator für Stadtgeschichte im Wien Museum am Karlsplatz, Walter Öhlinger, hat zu jeder der Fotografien eine detaillierte Beschreibung verfasst, die das Wien um 1860 vor unseren Augen entstehen lässt. (APA, 22.12.2012)


Publikation
Rundblick vom Stephansturm. Panorama von Wien im Jahre. Edition Winkler-Hermaden. 54 Seiten, 49,90 Euro. ISBN 978-3-9502845-9-1.

Link
Edition "Winkler-Hermaden" - Rundblick vom Stephansturm (mit drei der Aufnahmen zum Vergrößern)

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13 Postings
20 ° Bildwinkel entspricht etwa 75 mm Brennweite...

... im Kleibildformat.

Viel besser konnte man Objektive damals nicht bauen, vor allem nicht mit größerem Bildwinkel.

Vielleicht probiere ich das zum Vergleich einmal selbst mit meinem 75 mm-Objektiv, mit einem Diafilm der letzten Generation oder einer hochauflösenden Digital-Spiegelreflexkamera. Die legendäre "Schärfe" der Aufnahmen aus dem 19. Jahrhundert hält nämlich einer Betrachtung unter der Lupe nur bedingt stand.

Dr. Heinz Anderle, Freigeist

also.....

wien ist eine der grünsten städte die ich kenne
So wie immer, reisen bildet
Schauen sie sich viele andere städte in der welt an
Ich freu mich immer wieder auf wien
Und meine donauinsel

Stell dir vor, quer durch Wien geht nicht die Asphalt-Wurscht sondern ein 150m breiter Grünstreifen....

Heutzutage geben Städte viel Geld aus um sowas hinzukriegen.

stell dir vor, wien hätte heute die einwohnerzahl von 1860

damit hätte sich schon viel von selbst erledigt :-)

obwohl ich bezweifle, dass das leben damals so angenehm war, wie wir es uns heute vorstellen.

Wien hatte in der Vergangenheit bereits mehr Einwohner als heute und mußte sich damals auch nicht dem Autowahn unterordnen.

1860 waren es etwa 500.000, 1910 knapp über 2 mio.

"mussten" ist das falsche wort. sie konnten(!) sich nicht dem Autowahn unterordnen. es geht um das jahr 1860!

1860 gab's sowieso kein Verkehrsproblem bei 500000 Einwohnern, 1910 waren es aber mehr Leute als heute und die Straßen waren auch nicht völlig überlastet und die Straßenbahn war fahrzeitmäßig (und das ist jetzt eher peinlich) nicht signifikant langsamer, hatte aber mehr Stationen.

Ist in Valencia der Fall. Geplant war eine Stadtautobahn, statt dessen wurde wegen reger Bürgerbeteiligung ein Park im Turifalussbett gebaut.
Und ich glaube keiner in Valencia wünscht sich ne Verkehrshölle statt denn Park.
In Wien würden die Bürgerinnen wahrscheinlich für genau das Gegenteil auf die Barikaden gehen.

anstatt dessen..

..werden mit Hochdruck und Eifer auch noch die letzten Natur-, Grün- und Freiflächen verschandelt.
Ein Einkaufszentrum da, eine Blechhalle dort, einen Windpark hier und ein neues Industriegebiet dort.
Wenn die schleichende Zersiedelung weiter so voran schreitet werden wir in Zukunft nach an unsere jetzige Zeit mit Wehmut zurück denken!
Warum wird dieses Thema nicht politisiert?
Weil es eine schleichende und oft nicht wahrnehmende Entwicklung ist. Aber derartige Fotos lassen die starke Veränderung und Verschandelung gut erkennen.

schön war das..

..so ganz ohne autos..

ich frag mich worüber die wiener geschimpft haben als es noch kein parkpickerl gab.

über den pferdemist auf den Strassen?

..

es geht weder um Wiener, noch um Parkpickerl..

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