Vier Rechtsextremisten in Südafrika festgenommen

Medien berichten von Anschlagsplänen auf ANC-Parteitag, Polizei dementiert dies aber

Bloemfontein - Am Eröffnungstag des Parteitags des Afrikanischen Nationalkongress (ANC) in Südafrika sind vier Rechtsextremisten wegen des Verdachts auf Planung eines Anschlags festgenommen worden. Bei den Männern handle es sich den Ermittlungen zufolge um "rechtsgerichtete Extremisten, die terroristischer Akte verdächtigt werden", sagte Polizeisprecher Billy Jones am Montag. Während einige Medien des Landes in einer aufgeheizten Atmosphäre berichteten, Ziel der Anschlagspläne sei der Parteitag gewesen, wies Jones jeden Zusammenhang zurück.

Die Festnahmen der vier Verdächtigen erfolgten am Sonntag an unterschiedlichen Orten, nicht am Tagungsort des ANC in Bloemfontein. Nach Polizeiangaben wurden die Wohnungen der Verdächtigen untersucht und Beweismittel beschlagnahmt. Den Festnahmen seien zweijährige Ermittlungen im ganzen Land vorausgegangen.

Massive Sicherheitsvorkehrungen bei ANC-Parteitag

Ein ANC-Sprecher sagte, die Partei habe einen Bericht erhalten, nach dem die Männer auf dem Weg nach Bloemfontein gewesen seien. Die staatliche Universität von Bloemfontein, in der die etwa 1500 Delegierten tagen, wird während des ANC-Parteitags massiv bewacht; die Sicherheitsvorkehrungen wurden am Montag nochmals verstärkt. Zu den Teilnehmern des Parteitags zählen Präsident Jacob Zuma und große Teile der südafrikanischen Regierung.

Die Delegierten setzen ihre Tagung am Montag fort. Präsident Zuma bewirbt sich bei dem Parteitag um eine Wiederwahl als Parteivorsitzender. Als Herausforderer steht ihm Vizepräsident Kgalema Motlanthe gegenüber. Dieser könnte Zuma mit einem Sieg auf dem Parteitag auch die Präsidentschaftskandidatur 2014 streitig machen. (APA, 17.12.2012)

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