Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Salzburg/Traunstein - Etwa jeder zehnte Patient über 60 Jahre hat ein Suchtproblem. Ein ähnliches Bild zeichnet das Pflegepersonal von Seniorenwohnheimen. Hier besteht bei mehr als sechs Prozent der Heimbewohner ein Suchtproblem. Das ergab eine grenzüberschreitende Studie in Salzburg und im benachbarten Bayern, deren Ergebnisse am Montag in Salzburg vorgestellt wurden.
Nach Einschätzung von Hausärzten und Internisten hat ungefähr jeder zehnte Patient über 60 Jahre ein Suchtproblem. Am häufigsten wurden Tabakabhängigkeit, schädlicher Gebrauch von Alkohol, Beruhigungsmittel oder Schmerzmittel angegeben. In den Seniorenheimen ortete das Pflegepersonal bei sechs Prozent der Bewohner Suchtprobleme. Auch hier wurden am häufigsten Tabakabhängigkeit, schädlicher Konsum von Alkohol, Schmerz- und Beruhigungsmittel genannt, wobei der Alkohol für die Pfleger das größere Problem darstellt.
Haaranalysen zeigten, dass 11,3 Prozent der Heimbewohner sowie 30,5 Prozent der Patienten in Krankenhäusern mehr als zehn Gramm Alkohol pro Tag trinken. Dieser Wert gilt laut Studienautoren als empfohlener Höchstwert. Er entspricht der Alkoholmenge von rund einem Viertel Liter Bier. Harnproben ergaben, dass jeder dritte Seniorenheimbewohner und auch fast jeder dritte Patient Beruhigungsmittel einnimmt. Nach Angaben der Pfleger beträgt die Dauer der Einnahme im Schnitt drei Jahre, obwohl laut Leitlinien solche Mittel nicht länger als zwei bis vier Wochen verwendet werden sollen.
Für die Studie wurden mehr als 1.000 Ärzte, Pfleger, Patienten und Heimbewohner im Bundesland Salzburg und in den bayerischen Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land befragt. Um das Datenmaterial zu komplettieren, wurden zusätzlich Haar- und Harnproben genommen und ausgewertet. Damit können objektive Aussagen über den Konsum von Alkohol und Tabletten gemacht und untereinander verglichen werden.
"Sucht im Alter ist ein Thema und darf nicht weiter tabuisiert werden. Denn die demografische Entwicklung sagt uns eindeutig, dass dieses Problem nicht kleiner, sondern eher größer wird. Wir brauchen dazu umfassende Aufklärungs- und Präventionsarbeit", erklärte Friedrich Wurst, Vorstand für Psychiatrie und Psychotherapie II an der Christian-Doppler-Klinik Salzburg. Er und sein Team haben nun ein Handbuch für Angehörige und Pflege-Mitarbeiter sowie Folder zu den Themen Alkohol und Medikamentenabhängigkeit erstellt. (APA, 17.12.2012)
Ein neues Gerät heizt mit Tabak gefüllte Kapseln auf, anstatt ihn zu verbrennen. Sozialmediziner Kunze: "Ein Eingeständnis der Tabakindustrie, dass die anderen Produkte gefährlich sind."
Laut Suchtexperte Michael Musalek ist "Alkohol Teil unserer Gesellschaft" - Deshalb werden wir lernen müssen, mit Alkohol freudvoll umzugehen
Rund 200.000 Österreicher erkranken an einer Essstörung, aber nur sechs Prozent begeben sich in psychiatrische Behandlung. Online-Selbsthilfeprogramme können Abhilfe schaffen
Innsbrucker Psychotherapeut: "Zwanghaftes Verhalten, weil sie nicht mehr essen können"
Der Hortensie wird eine ähnliche Wirkung wie Marihuana nachgesagt - Beim Rauchen setzt sich allerdings Blausäure frei, was im schlimmsten Fall tödlich endet
Drei von sechs magersüchtigen Frauen berichten von Verbesserungen infolge einer Therapie mit Tiefer Hirnstimulation
Fünf Prozent der Normalgewichtigen und 40 Prozent der Übergewichtigen leiden an Essanfällen - Die Binge Eating-Störung ist behandelbar
Internationaler Drogenkontrollrat veröffentlichte Jahresbericht 2012: "Legal Highs" stellen wachsende Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar
"Helfen statt strafen" lautet schon seit jeher die Devise der Drogensubstitutionstherapie. Auch der Oberste Sanitätsrat spricht sich vehement für ihre Beibehaltung aus
Deutsche Studenten entwickelten eine Smartphone-App zur Suchtprävention, die im Notfall helfen und über Alkoholmissbrauch aufklären soll.
Die Journalistin Lisa R. lebt seit 13 Jahren im Substitutionsprogramm - Aus Angst vor Stigmatisierung weiß in ihrem Umfeld niemand davon
Forscher finden gestörte Konnektivität im Hirnnetzwerk für Körperwahrnehmung: Je schwächer die Verbindung, desto stärker die Fehleinschätzung des Gewichts
Schweizer Studie räumt letzte Zweifel aus dem Weg - Experten bezeichnen Nulltoleranz am Steuer als angebracht
Unbehandelt hat die Essstörung viele körperliche Schäden zur Folge
"Manipulierte Wahrnehmung des Normalen" führt dazu, dass junge Frauen Essstörungen entwickeln - Abkehr von der Schönheit als einziges Kriterium der Attraktivität gefordert
Die "Zombie-Droge" erhöht nicht zwangsläufig das Aggressions-Potenzial - Nur bei Veranlagung entwickeln Konsumenten Psychose
Mit der Einführung der Substitutionstherapie vor 25 Jahren wurde der Ausbreitung von HIV Einhalt geboten
Kerstin Scheller sprach mit dem Mediziner Felix Fischer und der Künstlerin Sieglinde Friedl über die Volksdroge Nummer 1 - Alkohol
Die Volksdroge Alkohol fordert in Russland jährlich etwa eine halbe Million Todesopfer
Laut einer aktuellen Studie weisen Rückfallpatienten eine verminderte Verhaltensregulierung sowie eine abgeschwächte Emotionskontrolle auf
In Wien wurde sowohl ein Arzneimittel als auch ein nicht-medikamentöser Ansatz gegen Alkoholabhängigkeit und -missbrauch vorgestellt
Konsumenten neuer synthetischer Drogen sind "lebende Versuchskaninchen" - Konferenz über "Spice"-Prävention in Frankfurt
Fehleinschätzung des eigenen, anorektischen Körpers dürfte vom zentralen Nervensystem ausgehen
Empfehlungen sollen helfen, die "Medienabhängigkeit" als eigenständiges Krankheitsbild anzuerkennen
die Überschrift ist falsch. Womöglich ist jeder zehnte ältere Patient abhängug von irgendwas.
Aber warum das unbedingt ein Problem sein sollte, erschließt sich mir nicht.
Warum man einem 70jährigen die Tschik und der 85 jährigen ihre Schmerzmittel nicht gönnt und gleich ein Problem draus macht....
Wenn man die Defínition "Sucht" konsequent anwendet - Milchprodukte enthalten Suchtstoffe, Getreideprodukte enthalten welche, (Tafel-)Salz wirkt abhängigmachend auf uns, Industriezucker sowieso -, ist "jeder 10. hat ein Suchtproblem" ein illusorischer Wert.
Schön wär's.
Wer schonmal versucht hat, zwei Wochen völlig auf Getreideprodukte zu verzichten, oder auf Milchprodukte, oder auf Salz, weiß, wovon ich spreche. :-)
... ist, dass der Körper aufgrund altersbedingter Veränderungen weniger Alkohol verträgt (deshalb auch der heruntergesetzte Wert). Außerdem sind die Folgen, v.a. die körperlichen, für ältere Menschen verheerender als für jüngere und fallen demnach schwerer aus. Krankheiten wie Demenz, etc. können verstärkt werden oder auch von Alkohol begünstigt werden. Abgesehen davon nehmen viele ältere Menschen Medikamente, mit denen dann Wechselwirkungen auftreten, die mitunter sehr gefährlich werden können. Diese Dinge sind schon bei Scholz u.a. (1995, 1996,...).nachzulesen. Viele Angehörige denken sich "ach lassts den Alten doch ihre letzte Freude", aber so harmlos ist das Ganze leider nicht. Die meisten Auslöser sind sozialer Natur - und vermeidbar.
ein leben lang schwer gearbeitet und dann wenn man mehr als ein viertel bier trinken will mit über 70 im seniorenheim wird man als suchtkrank abgestempelt?
wo liegt bitte das problem dabei wenn alte menschen ihren lebensabend mit was auch immer für welchen drogen verschönern, solang sie das freiwillig tun (und nicht vom personal mit tabletten ruhig gestellt werden)
oder dehnt sich die unerbittliche lebenszeitmaximierungs- und wellnessmaxime jetzt auch auf altersheime aus?
antidepressiva machen nicht abhängig,bitte nicht so einen blödsinn verbreiten.abhängig sind die leute von benzos (kriegen sie zum einschlafen weil ab 21:00 sollens gefälligst ruhig sein obwohl man weiß daß das schlabedürfnis alter menschen mit 5 oder 6 h abgedeckt ist. dann kommen noch die schmerzmittel hinzu,aber die sind einfach unumgänglich,die allermeisten alten menschen leide nun mal an schmerzen u sind noch dazu untertherapiert was m.e. nicht sein darf.opioide machen nun mal abhängig aber was solls,keine wirkung ohne nebenwirkung
10% kommt mir dann doch sehr wenig vor.
Aber wen wunderts, bzw. wen störts? Randalieren die Alten etwa?
Abgesehen davon: Wo sind bitte die Zahlen ueber den Antidepressivaverbrauch in den Altenheimen? DAS ist nämlich das wirklich interessante.
Ein Suchtproblem, soso.
Ich verstehe, wenn man bei Menschen von Suchtproblemen spricht, die im Berufsleben stehen, eine Familie haben etc. Da kann einem die Sucht schon ordentlich reinpfuschen...
Aber wo bitte ist das Problem wenn im Altenheim gezwitschert wird oder die Oma ohne ihr Halcion einfach nicht schlafen kann? Oder der Althippie-Opa mal eine Tüte raucht? (ja, auch das gibts mittlerweile...)
Und wie jemand weiter unten ganz richtig bemerkt hat: wieso untersucht niemand das Suchtproblem des Personals...
Würde mich übrigens interessieren, ob die Erlaubnis der Bewohner für die Haar- und Harnproben auch mit der korrekten Begründung eingeholt wurde.
Bei 'Sucht' im Alter braucht man sich wenigstens keine Sorgen um Langzeitfolgen zu machen. Sollen doch die alten Herrschaften - von ihren 'lieben' in Heimen geparkt - doch wenigstens in den letzten jahren ihres Daseins am Leben freuen dürfen. Ich finde, dieses Thema entspricht wunderbar unserem political correctem Biedermeier. Viel Aufregung um nichts, und 'besorgte Experten' wittern vermutlich schon die nächsten Einkommensquellen...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.