BMW-Werk in Steyr baut 100 Leasingkräfte ab

17. Dezember 2012, 11:26

Steyr - Im BMW-Motorenwerk in Steyr in Oberösterreich müssen laut einem Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN, Montagausgabe) kommendes Jahr rund 100 der derzeit etwa 700 Leasingkräfte gehen, weil 2013 weniger produziert werde. Seitens des Unternehmens hieß es auf APA-Anfrage nur, die Zahl der Zeitarbeitskräfte ändere sich "quasi täglich".

Betriebsratsvorsitzender Andreas Brich geht von einer vorübergehenden Maßnahme aus und sprach gegenüber der Zeitung von einer "Delle" in der an und für sich guten Auslastungssituation des Werkes. Laut OÖN dürfte die Motorenproduktion 2013 von derzeit rund einer Mio. auf 900.000 Stück fallen. Nach Einschätzung Brichs habe das weniger mit Verkaufsrückgängen zu tun als mit Produktionsverschiebungen. Die Dreizylindermotoren-Montage laufe verzögert an und starte erst Anfang 2014. Die Vierzylinder-Montage wurde nach München verlagert.

Das Unternehmen betonte dazu, man stehe vor einem der besten Produktionsergebnisse des Werkes. Der Gesamtoutput an Motoren und Motorenkomponenten werde sich nächstes Jahr auf dem Niveau 2012 bewegen. Daten zu Produktion und Stammbelegschaft sollen aber erst in der Jahrespressekonferenz im Jänner bekannt gegeben werden. Vorher werde man keine Detailzahlen bestätigen, so ein Unternehmens-Sprecher.

Im BMW-Werk in Steyr sind rund 2.800 Stamm-Mitarbeiter tätig. Damit wurde mittlerweile wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Der Anteil des Leih-Personals liege bei etwa 25 Prozent, obwohl eine Betriebsvereinbarung maximal 10 Prozent vorsehe, heißt es in dem OÖN-Artikel. Im vierten Quartal 2012 seien 40 Personen in die Kernmannschaft übernommen worden. Der Belegschaftsvertretung war das zu wenig, sie wollte eine dreistellige Zahl. Brich hofft bei weiteren Gesprächen im ersten Quartal 2013 zumindest die Differenz auf 100 zu erreichen. (APA, 17.12.2012)

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11 Postings
Weg mit den Wegwerfarbeitern

Shareholder value rules.

Händeringend ...

nach den jubelzahlen letzte woche

http://www.autohaus.de/bilanz-bm... 85688.html

... und deshalb weg mit den leasingleuten

Nur halb informiert?

Lies das hier auch!

http://derstandard.at/134828420... eutschland

vw und audi machten es vor...

also bmw übernehmt die lohnssklaven auch zu bmw bedingungen. eure autos kosten eh ein vermögen, also bitte etwas umverteilen da der lohn sowieso kaum auswirkung auf den endpreis hat...

Steyr liegt in Österreich und nicht in Deutschland.

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es hier in A einen Kollektivvertrag, auch für Leiharbeiter.

Nicht nur, dass die Leihfirmen im Falle BMW den, nehme ich mal an Industrie- KV, an die Leiharbeiter bezahlen müssen, diese müssen auch sog. Referenzzuschläge bezahlen.

Je nach Ausbildung zwischen 9 und 18% mehr als die BMW- Stammmitarbeiter erhalten.

BMW Steyr zahlt auch seine Leiharbeiter

weit über Kollektiv und ist daher ein beliebter Einsatzort für Leasingfacharbeiter. Es gibt ein Stufen-Entlohnungsschema, und ein qualifizierter Leih-Facharbeiter hat bei BMW an die €2000,- NETTO (ohne Überstunden).

Und nicht vergessen-die Montage von Motoren ist nur ein Teilbereich des Werkes. Die Produktion von Motorteilen (für Steyr und BMW-Werke weltweit) läuft weiter auf Hochtouren.

...ich bin zwar nur eggsbärte auf diesem gebiet...

aber ein industrie kv für leasing personal gibt´s nicht mal bei omv ect... ich wünsche jedem nur das beste.
bevor mein neffe in die schweiz ausgewandert ist hat er fast 5 jahre in kärnten als htl-absolvent für 1.350 euro brutto für ein leasingunternehmen bei verschiedenen gewerblichen- und industriekunden gearbeitet. welcher kv kann ich nicht sagen, aber zum leben zu wenig....

Habe ich auch nicht geschrieben, dass es einen Industrie-KV für Leiharbeiter gibt.

Ich nehme aber an, dass BMW selbst dem KV Metallindustrie unterliegt. Nachdem dieser höher ist, als der Leiharbeiter KV, kommt dieser zur Anwendung- der jeweils für den Leiharbeiter bessere. ;)

Zusätzlich laut Leiharbeiter-KV kommt im Industiebereich noch der Referezzuschlag zwischen 9 und 18% zusätzlich hinzu.

Bezüglich Ihres Neffen kann ich nichts sagen, da keine KV Angabe, evt. war er im Handels- KV. . . .

Das ist erst der Anfang!

bei einem prognostizierten Absatz-Minus in der Autobranche von ca. -15% im kommenden Jahr (Europaweit) werden noch einige Autohersteller und Zulieferer ganz schön blöd aus der Wäsche gucken!

die zulieferer weniger, aber die belegschaft. und der steuerzahler.

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