US-Regisseur Stone prangert Militärübungen mit lebenden Schweinen an

Er bezeichnet die Schießübungen als "barbarisch und schändlich"

Brüssel - US-Filmregisseur Oliver Stone hat ein Ende der Beteiligung britischer Soldaten an von ihm als "barbarisch und schändlich" bezeichneten Schießübungen mit lebenden Schweinen gefordert. In einem am Freitag bekannt gewordenen Schreiben an das Londoner Verteidigungsministerium wies der dreifache Oscar-Preisträger darauf hin, dass die Schweine am NATO-Standort Jaegerspries nahe der dänischen Hauptstadt Kopenhagen mit Präzisionsgewehren beschossen werden, damit Militärärzte anschließend an den verletzten Tieren die Behandlung von Kriegsverletzungen üben können.

Puppen statt Schweine

"Schweine sind sehr intelligente Lebewesen, so wie Hunde und Katzen, mit denen Millionen von uns ihr Heim teilen", heißt es im Brief des Vietnamkriegsveteranen an Verteidigungsminister Philip Hammond. Statt der Verwendung lebender Tiere plädiert der Regisseur von "Platoon", "Geboren am 4. Juli" und "Zwölf Uhr nachts - Midnight Express" für lebenswirkliche Puppen, die "atmen" und "bluten".

In dem Schreiben fügt Stone hinzu: "Die tapferen Männer und Frauen, die im Kampf für unsere Länder ihr Leben einsetzen, verdienen das bestmögliche Training." Das Verteidigungsministerium hatte die Übungen vergangene Woche verteidigt. (APA, 17.12.2012)

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