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Mit 12.000 frisch geputzten Orgelpfeifen läutete die weltberühmte Kathedrale Notre Dame de Paris auf der Ile de la Cite ihren 850. Geburtstag ein. 40 Bischöfe, 400 Priester, 230 Seminaristen und 100 Diakone nahmen an der Messe teil, die der Erzbischof von Paris abhielt. Auf dem Vorplatz der Kirche wurde der "Jubiläumsweg" eingeweiht, der in die Geschichte der Kathedrale einführt.
Die Feierlichkeiten werden bis zum 24. November 2013 dauern. Auf dem Programm stehen Konzerte, Ausstellungen und Kolloquien. Unter dem Titel "Notre-Dame de Paris, la grace d'une cathedrale" wird auch ein Kunstbuch über das gotische Meisterwerk erscheinen.
Die neuen Glocken werden erstmals ab 23. März zu hören sein. Sie sollen denselben Klang wie die alten Glocken aus dem 18. Jahrhundert haben, die während der französischen Revolution für Kanonen eingeschmolzen worden waren.
14 Millionen Menschen besuchen jährlich die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Kathedrale im Stil der Früh- und Hochgotik. Ihr Grundstein wurde 1163 gelegt. Hier wurden unter anderem die Eingeweide Ludwigs XIV. beigesetzt, Franz II. mit Maria Stuart getraut und große Messen zelebriert. Mehrmals wurde das Gotteshaus über die Jahrhunderte geplündert und verwüstet. (APA/red, derStandard.at, 17.12.2012)
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... aber sonst nur in Stein gemeißeltes Gewirr von Fanatismus und Unwissenheit.
*Umzüge gab es damals freilich auch:
http://www.tcd.ie/history/r... lution.php
Dr. Heinz Anderle, ultra-säkularer jakobinischer Freigeist
Sie sind ein sehr kurzsichtiger Mensch. Sie glauben, heute die "Wahrheit" zu kennen, dabei ist es selbst in der eigenen Zeit formuliert ein niemals wirklich fassbares Ding. Es kommt immer auf den Betrachtungswinkel an. Und dann stülpen Sie dieses unfassbare Ding einer Zeitspanne von 850 Jahren über!
Als Notre Dame gebaut wurde, war es eine Multimedia-Schau des damaligen Weltverständnissen, mit Bildprogramm, in Stein gemeiselten Erzählungen, ins Fundament geerdete Ordnung der Dinge. Vom Big Bang wusste man nichts, ebenso von Quarks oder der Elektrik. Es war eine kulturelle Klammer über viele Sprachen und Völker, auch wenn "heidnische" Riten bis heute weiter bestanden haben. Es war Hoffnung, es war Stabilität, es war Licht!
"Grauslich" würde ich sie nicht unbedingt nennen. Aber ich fand sie ziemlich enttäuschend, als wir vor ein paar Jahren in Paris waren. Gut, wir hatten vorher schon einige gotische Kathedralen gesehen und waren tags zuvor in Rouen gewesen - damit konnte Notre Dame einfach nicht mithalten, die wirkte direkt winzig im Vergleich zu Rouen.
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