Royale Steuer-Vermeidung in Cornwall

17. Dezember 2012, 09:58
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Prinz Charles, Großbritanniens Thronfolger und Herzog von Cornwall , muss sich wieder einmal verteidigen

London - Die Vorwürfe sind nicht neu: Prinz Charles, Großbritanniens Thronfolger und Herzog von Cornwall - muss sich wieder einmal verteidigen. Der Vorwurf ist bekannt: Er zahle nicht genügend Steuern. Das Herzogtum von Cornwall, das traditionell von der jeweiligen Nummer eins der Thronfolge verwaltet wird, sei ein "tief verwurzeltes System zur Steuervermeidung", warf ihm die monarchiekritische Organisation Republic vor. Charles habe sich seine eigene Steueroase geschaffen. Clarence House, das Londoner Büro des Prinzen, wies die Vorwürfe zurück.

Charles zahle freiwillig Einkommensteuer auf die Einkünfte aus dem Herzogtum. Dort wird beispielsweise Fischzucht und Forstwirtschaft betrieben. Kritiker meinen, das Herzogtum müsse jedoch als Unternehmen gesehen werden und falle deshalb unter die Zuständigkeit von Unternehmenssteuern.

Clarence House geht dagegen davon aus, dass es sich bei dem Herzogtum steuerrechtlich um eine Stiftung handelt, die Einkommen für den jeweiligen Thronfolger generieren soll - das dieser dann auch als solches versteuert. Im vergangenen Jahr hatte Charles 18,3 Millionen Pfund (rund 22,5 Millionen Euro) mit seinem Herzogtum verdient - bei einem Umsatz von weit über 700 Millionen Pfund. Auf die 18,3 Millionen Pfund zahlte er knapp fünf Millionen Pfund Steuern. (APA, 17.12.2012)

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    Abwarten und Tee trinken - das kann man sich auch als Thronfolger leisten.

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