Bene tauscht den kompletten Vorstand aus

17. Dezember 2012, 09:30

Mit neuem Vorstandsduo Rudolf Payer und Michael Feldt soll Turnaround gelingen

Wien/St. Pölten - Der börsenotierte Büromöbelproduzent Bene hat nach anhaltenden Verlusten mit 15. Dezember den kompletten Vorstand ausgetauscht. Die bisherigen Vorstände Frank Wiegmann und Wolfgang Neubert wurden durch Rudolf Payer (52) und Michael Feldt (44) ersetzt. Payer, von 1998 bis 2010 Finanzchef beim Feuerfestprodukte-Hersteller RHI, wird künftig die Finanzagenden bei Bene übernehmen. Feldt zeichnet sich als COO (Chief Operating Officer) für das operative Geschäft verantwortlich.

"Wenn man die Umsätze um 16,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigert, jedoch sich der Ertrag weiter verschlechtert, stimmt etwas nicht", kommentierte Bene-Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Bene die Entscheidung. Deswegen habe sich der Aufsichtsrat entschlossen, diesen Wechsel im Management herbeizuführen. Mit dem neuen Vorstandsduo soll nun in den nächsten Jahren der Turnaround gelingen.

Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten neuen Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 um 16 Prozent auf 153,9 (132,5) Mio. Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) der neun Monate verschlechterte sich auf -4,2 Mio. nach -2,2 Mio. Euro und das Vorsteuerergebnis (EBT) auf -7,2 nach -3,5 Mio. Euro. Unter dem Strich blieb ein Minus von 7,8 Mio. Euro nach einem Periodenergebnis von -4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. (APA, 17.12.2012)

Share if you care
7 Postings
solche schlussfolgerungen

wären im politischen umfeld ebenfalls angebracht. ganz nach dem motto: wo war deine leistung?

http://www.m4tv.at/archiv/10... -1376.html

Gespräch mit Herrn Wiegmann vor wenigen Monaten, eventuell interessant für manche...

das alte deckungsbeiträgs-gschichtl

umsatz ist nicht alles, wennst verlust machst.

profit zählt und da sollte man die kosten im auge haben.
sonst gibts eine aufs aug - vom eigentümer.

zu recht mal und das ist auch gut so.
(die meisten ag´s gehören quasi dem vorstand/aufsichtsrat, sich selbst, also keinem bzw. greift jeder in die tasche, die keinem gehört, ausser ein paar armen aktionärswürschteln).

"Wenn man die Umsätze um 16,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigert, jedoch sich der Ertrag weiter verschlechtert, stimmt etwas nicht"

klingt ganz nach Marktanteilfetischismus! Dann bist du am Ende mit Riesenumsätzen tot!

eine von mehreren Möglichkeiten

Auch bei Siemens

ist der Umsatz gestiegen und der Ertrag eingebrochen (lt. Bericht im letzten Trend).
Und bei vielen anderen Unternehmen ist es ähnlich.

Wachstum, Umsatzzuwächse erkauft man sich oft durch schlechtere Preise und miserable Erträge.

Aber weil bald Weihnachten ist, wird man sich ja was wünschen dürfen:
Umsatz - und Gewinnrekorde und das auf ewig ;-)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.