Landmine tötet zehn Mädchen in Afghanistan

17. Dezember 2012, 14:28
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Unglück geschah beim Holzsammeln

Kabul - Durch die Explosion einer Landmine sind in Afghanistan zehn Mädchen getötet und zwei weitere Kinder verletzt worden. Die Kinder im Alter zwischen neun und elf Jahren kamen am Montag beim Sammeln von Brennholz in der östlichen Provinz Nangarhar ums Leben, wie der Bezirkschef von Chaparhar, Mohammed Sedik Daulazai, der Nachrichtenagentur AFP sagte. Eines der Mädchen habe zufällig mit einer Axt auf die Mine geschlagen.

Die Landmine stamme noch aus den Zeiten des sowjetischen Afghanistan-Feldzugs in den 1980er Jahren, sagte Daulazai. Dagegen beschuldigte der Sprecher der Provinzregierung, Ahmadzia Abdulzai, die fundamentalistischen Taliban, sie hätten den Sprengsatz gelegt.

Millionen versteckter Sprengkörper

Seit dem Rückzug der Sowjettruppen im Jahr 1989 wurden in Afghanistan nach UNO-Angaben fast 700.000 Minen und rund 15 Millionen weitere Sprengkörper zerstört. Trotz der internationalen Bemühungen um eine Säuberung gilt Afghanistan weiter als eines der am stärksten von Minen verseuchten Länder weltweit.

Minen wurden nicht nur in den 1980er Jahren gelegt, sondern später nochmals im afghanischen Bürgerkrieg in den 1990er Jahren. Mehr als eine Million Afghanen lebten nicht weiter als 500 Meter von Minen-Gebieten entfernt, heißt es bei der UNO. (APA, 17.12.2012)

  • Die Explosion ereignete sich in der unruhigen Provinz Nangarhar nahe der Grenze zu Pakistan.
    grafik: stepmap.de

    Die Explosion ereignete sich in der unruhigen Provinz Nangarhar nahe der Grenze zu Pakistan.

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