Anschlag in Kenias Hauptstadt Nairobi

Granaten in vornehmlich von Somaliern bewohntem Viertel

Nairobi - Bei einem erneuten Anschlag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind am Sonntag zwei Menschen schwer verletzt worden. Das Attentat mit drei Granaten sei im Viertel Eastleigh verübt worden, in dem vornehmlich Somalier leben, sagte der örtliche Polizeichef Moses Nyakwama der Nachrichtenagentur AFP. Die Granaten wurden nach Augenzeugenberichten in Richtung einer Bar geworfen. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden die drei Sprengsätze von einem fahrenden Fahrzeug geworfen.

Bereits vor gut einer Woche waren bei einem Granatenanschlag auf die Besucher einer Moschee in Eastleigh fünf Menschen getötet worden. Zwei Tage zuvor hatte im selben Stadtteil ein an einer Straße explodierender Sprengsatz einen Menschen getötet und acht weitere verletzt. Im November waren bei einer Bombenexplosion in einem Bus in Eastleigh neun Menschen getötet worden.

Kenia und insbesondere die Hauptstadt Nairobi waren schon mehrfach Ziel von Anschlägen mit Granaten oder Bomben, seit die kenianische Armee im Nachbarland Somalia gegen die islamistische Shebab-Miliz kämpft. Diese drohte Kenia mehrfach mit Vergeltung, bekannte sich aber zu keinem der bisherigen Anschläge. (APA, 16.12.2012)

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