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Stuttgart - Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer sieht beim umstrittenen Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" trotz der immensen Kostensteigerungen "kein Zurück mehr". Zwar würden jetzt auch Alternativen angeschaut, sagte er am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Aber so, wie es aussieht, ist der Weg schon zu weit gegangen worden."
Die Alternativen würden möglicherweise genauso viel kosten und umfassende Umplanungsmaßnahmen erforderlich machen. "Deswegen muss die Bahn jetzt zusammen mit ihren Projektpartnern, die ja alle eine Projektförderungspflicht haben - das darf nicht vergessen werden - versuchen, das Beste draus zu machen", sagte der Minister.
Bei der Frage, wer die Mehrkosten für das umstrittene Projekt tragen müsse, sei der Bund nicht der richtige Ansprechpartner, sagte Ramsauer weiter. Bauherr sei die Bahn als privatwirtschaftliches Unternehmen. Zudem gebe es klare Regeln in den Verträgen: "Wenn die Kosten derartig in die Höhe gehen, dann müssen sich die Projektpartner zusammensetzen und die Konsequenzen besprechen, und das werden sie auch tun im nächsten Jahr", sagte Ramsauer.
Die Deutsche Bahn hatte am Mittwoch von einer Kostenexplosion bei dem Projekt berichtet: Im ungünstigsten Fall könne die neue Strecke inklusive Tunnelbahnhof in Stuttgart 6,8 Milliarden Euro kosten. Bisher galten 4,5 Milliarden Euro als Maximum. (APA, 16.12.2012)
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Die Debatte rund um "Stuttgart21" zeigt, dass die Bürger beim Bau von Großprojekten mitreden wollen. Doch wie steht es um die öffentliche Diskussion beim Wiener Hauptbahnhof?
nach den systembanken kommen jetzt die systembaustellen? na ja, solange zumindest noch einige einen job haben, ist die zahlung ja gesichert. koennte jedoch bei den steigenden arbeitslosenzahlen - vor allem in deutschland - ein problem werden.
Was heißt zurück?
Viele Reisende werden im Sommer froh über den "unterirdischen Bahnhof" sein, wenn in den ICE wieder die Klima-Anlagen ausfallen.
Im Winter löst man das Problem der anfälligen Heizungen damit, dass der gesamte Bahnhof für das Geld komplett beheizbar wird.
Das fängt schon bei der SystemÜberlegung an: eine Gerade von Calais oder Paris nach Bratislava oder Moskau führt weder direkt durch Strassburg noch durch Stuttgart.
Als was jetzt? Für ein Provisorium der nächsten Jahr(zehnt)e hätte man wirklich nicht den Schlosspark in Stuttgart ruinieren müssen
-- Schlösser mit viel zu wenig Park gibt es viel zu viele --
-- Schönbrunn: 1/2 km Vorplatz bis Hadikgasse als Betonwüste --
und
wirkliche Magistrale müsste vernünftigerweise am Grosskreis (also ca. A4/A6/A3/Waldviertel) nach Osten fahren, und zwar im Tunnel um nicht noch mehr Oberfläche zu verbrauchen.
(Bauzeit wohl eher 50 als 20 Jahre)
sondern ist eine enorme Belastung für die gesamte europäische Bahn. Wenn in Stuttgart Milliarden um Milliarden für einen effektiven Rückbau der Bahninfrastruktur verbuddelt werden, dann fehlen die an allen Ecken und Enden für wirklich wichtige und überfällige Bahnbauten, insbesondere für den Güterverkehr - die Rheintalachse, die Anbindunden der Häfen, und auf Österreich bezogen: die Brennerzulaufstrecke, die eigentlich sinnvollere Strecke München-Mühldorf-Freilassing bzw. Richtung Ried-Wels, die Elektrifizierung und den Ausbau München-Lindau, Ulm-Friedrichshafen-Lindau usw.. Ramsauer, DB Grube und -Kefer, CDU, FDP, SPD haben mit Lügen die Abstimmung in BW gewonnen und die Belogenen werden nun noch gründlich zur Kasse gebeten!
Für die Anrainer ist es hingegen eine Katastrophe, die zu schweren Gesundheitsschäden durch Schlafstörungen, Depressionen und Herzinfarkt führt.
Für die Städte ist es eine Katastrophe, die große, innenstadtnahe, best erschlossene und infrastrukturell ausgestattete Gebiete zu kaum bewohnbaren Lärmghettos macht.
Die indirekten Folgekosten in Form immer neuer Satellitenstädte und deren Verkehrsanbindung scheinen natürlich in keiner Nullvariante auf.
Daher:
Stuttgart 21 - moderne Stadtplanung, die den Konflikt zwischen Wohnen und Mobilität gut (aber teuer) löst
Hauptbahnhof Wien: städtebauliche Katastrophe, zur Sanierung des Zvbhf Kledering mittels innerstädtischer Zulaufstrecke werden riesige Gebiete unbewohnbar gemacht
Ähm... Güterzüge sollen aber gar nicht durch den unterirdischen Bahnhof fahren. Dessen Kapazität ist für die Personenzüge ja schon äußerst knapp bemessen (zu knapp, wie manche Fachleute meinen; je nach Rechenweise liegt die Kapazität *unter* der des bestehenden Kopfbahnhofes!), bzw. nur mit riesigem Aufwand erweiterbar (de facto überhaupt nicht).
Dazu kommen so nette Feinheiten wie z.B. das starke Gefälle (für das extra eine Ausnahme bei den Baurichtlinien gemacht werden musste), das z.B. das Teilen oder Vereinigen von Zügen erschwert bis unmöglich macht.
Und das alles nur, damit man das Grundstück des alten Bahnhofs für das nächste Bürohaus- & Shoppingviertel verscherbeln kann.
S 21 und die insgesamt 60 km an Tunnelstrecken sind ausschließlich für den Personenverkehr vorgesehen und geeignet - wie übrigens auch die geplante anschließende Schnellstrecke nach Ulm. 6 und mehr Mrd. € für den schrägen Kellerbahnhof S 21 mit reduzierter Leistungsfähigkeit und mannigfachen Risken und weit mehr als 3 Mrd. für die Strecke nach Ulm! Als unmittelbarer Bahnanrainer ist mir nächtliches Güterzugdonnern bekannt und seine Reduzierung ein großes Anliegen. Nun gäbe es moderne, leistungsfähige Güterwagendrehgestelle mit um ca. 20 dB (!) geringerem Schallpegel, deren generelle Einführung deutlich weniger kosten würde als die Tunnelbau-Exzesse in Deutschland (und in Ö.,I.,..), aber dafür fehlt dann eben das Geld!
Wieviele Güterzüge fahren heute durch den Stuttgarter Hauptbahnhof? Genau! Keiner! Aber die Menschen entlang der Eisenbahnstrecken um den Hbf sind durch den Lärm bis in die Höhen belastet. Die Bahnhofsgegner und died Grünen in Stuttgart sind eben aus Prinzip Lärmschützer. Sie schützen den Lärm vor den Bürger, denn geräuschlose Tunnel in Stuttgart sind Teufelswerk. Gleichzeitig sind Tunnel auf der Rheintalstrecke ein Geschenk Gottes. Das verstehe, wer will. Die Mehrheit der Stuttgarter Bevölkerung versteht das nicht und hat sich deshalb für den neuen Bahnhof ausgesprochen.
Jedenfalls nicht in der Volksabstimmung. Da ging es einzig und allein um die Frage, ob das Land BW aus der Finanzierung aussteigen soll oder nicht.
Der Kopfbahnhof hat 16 Gleise (+2 durchgehende im Keller); der neue Bahnhof wird nur 8 Gleise haben (http://de.wikipedia.org/w/index.p... 28133603).
Beim bestehenden Bahnhof sind durch die Überwerfungsbauwerke in der Einfahrt schon eine für Kopfbahnhöfe untypisch hohe Zahl an gleichzeitigen Zugbewegungen möglich. (http://www.vcd-bw.de/themen/s2... n_akt.png) Es gäbe auch Betriebskonzepte, die das ausnutzen würden.
Das ganze ist *kein* Bahnprojekt sondern ein Immobilienprojekt!
Nun besonders toll dürfte die Leistungsfähigkeit tatsächlich nicht sein. Sofern die Verlagerung von Verkehren von der Schiene auf die Straße nicht nur das übliche Blabla ist, hat man langfristig gesehen ein Problem, zusätzliche Züge unterzubringen.
Die neue ICE-Strecke München-Erfurt-Berlin. Von Wirtschaftlichkeit kann nicht die Rede sein!
http://www.faz.net/aktuell/p... 24955.html
Vor einigen Jahren gab es eine Studie mit dem Ergebnis, dass selbst mit den bereits verausgabten Milliarden die Variante via Hof über die Götzschtalbrücke nach Leipzig immer noch wirtschaftlicher wäre. Quelle hierzu ist ein Artikel über Mehdorns Bahn in DIE ZEIT (2011).
"Von den 107 Streckenkilometern der Neubaustrecke verlaufen 41 km in insgesamt 22 Tunneln sowie 12,3 km auf 29 Talbrücken." (http://de.wikipedia.org/wiki/Schn... %93Erfurt)
Hier spielen große Jungs mit ihrer Eisenbahnplatte.
Die Hälfte der Strecke sind Tunnel und Brücken, eine Prestige-Vorzeige-Strecke.
Dazu werden auf der Neubaustrecke nachts alibimäßig ein paar Güterzüge durchgeschleust, damit auf dem Papier alles in Ordnung ist.
Die Fahrzeit München-Berlin kann trotz aller technischen Meisterleistungen nicht unter die Schwelle gesenkt werden, die für den Umstieg vom Flugzeug auf die Bahn notwendig wäre.
Die Strecke über Hof und das Voigtland würde automatisch auch Fern-/Schnellzüge nach Chemnitz und Dresden implizieren, wobei gerade Chemnitz diesbezüglich total in der Luft hängt.
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