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Wien - Die Ärztekammer fühlt sich offenbar wieder auf den Schlips getreten. Die Ärzteproteste gegen die geplante Gesundheitsreform seien für eine Woche ausgesetzt aber nicht beendet, teilte Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger am Sonntag in einer Aussendung mit. Damit reagierte er auf die seiner Ansicht nach "unangebrachten und wenig konstruktiven" Stellungnahmen von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und Hauptverbandschef Hansjörg Schelling auf die jüngst gezeigte Bereitschaft der Ärztekammer, in einen "sachlichen Diskurs" über die Gesundheitsreform einzutreten. "Die Antwort ist überheblich und selbstgefällig", so der Ärztepräsident.
Die Ärztekammer hatte im Rahmen ihrer Vollversammlung vergangenen Freitag gefordert, dass der niedergelassene Bereich ausgebaut wird, dass es keine Änderung bei der Gesamtvertragskompetenz der Ärztekammer mit den Sozialversicherungsträgern gibt und die Ausbildungskompetenz ebenfalls bei der Ärztekammer bleibt. Sollten diese Forderungen Eingang in die Gesetzgebung finden, werde man sich an einer Versorgungsplanung konstruktiv beteiligen. Ansonsten würde die Ärztekammer ihre Maßnahmen gegen die Gesundheitsreform fortsetzen. Nach wie vor halte die Ärztekammer an ihrer prinzipiellen Kritik der geplanten Zentralisierung und Verstaatlichung des Gesundheitssystems fest, so Wechselberger.
Am kommenden Mittwoch werde den Landeshauptleuten die 15a-Vereinbarung zur Unterzeichnung vorgelegt. Da werde sich auch zeigen, ob es die Politik ernst meine mit der Entlastung der Spitalsambulanzen und der Stärkung der niedergelassenen Ärzte. "Die Protestbereitschaft der Ärzte ist nach wie vor ungebrochen. Wir werden eine Antwort auf die kaltschnäuzige und zynische Art finden, mit der man unseren Anliegen begegnet. Und diese wird die Politik treffen und nicht die Patienten", drohte der Ärztepräsident. (APA, 16.12.2012)
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Ein wichtiger Aspekt in der ganzen Sache ist und daran erkennt man auch die Unfähigkeit der Regierung, dass sie scheinbar bei einem der wichtigsten Punkte nicht ansetzt, nämlich der Entmachtung der ÄK was Ausbildung und Qualitätssicherung betrifft. Dies ist vollkommen hinterm Mond und international gesehen lachhaft. Auch hier sollte man wieder einmal in den hohen Norden blicken, wo dies in der Hand einer staatlichen Behörde mit Experten liegt. Dass die ÄK verantwortlich ist für die Ausbildungsqualität ist lächerlich. Verantworlich ist die Zwangskammer z.b. seit Jahren für die miserable Ausbildung und Versklavung von Turnusärzten!
bubi, ich hab dir schon erklärt, was gespielt wird: wenn ein äk-funktionär bessere ausbildungsqualität durchsetzen will, dann wird er vom landeshauptmann persönlich mit existenzvernichtung bedroht. also sicher sinnvoller, die ausbildungsverantwortung gleich bei den politikern anzusiedeln, ist doch klar??? als nächstes glaubst wohl, dass die arbeiterkammer die interessen der angestellten ärzte besser vertreten wird als die ärztekammer? na gut, es ist sicher preiswerter als die besch... wohlfahrtsfondsabzocke, aber vertreten wird dich dort keiner, darauf kannst du einen lassen.
Deine Generation an nichtstuenden, auf Pfründen sitzenden Ärzten gehört bald der Vergangenheit an. Wie gesagt, international ist unser System längst eine Lachnummer! Eine von nahezu allen Spitalsärzten abgelehnte Interessensvertretung, die durch Zwangsmitgliedschaft!! die Qualitätssicherung ihrer Mitglieder beurteilt?? Bestimmt ein Autokonzern, wie sicher seine eigenen Autos sind? hahahaha in zivilisierten Ländern mit guter Ausbildung schüttelt man höchstens noch den Kopf. Wen interessiert denn die Meinung eines paranoiden vor der Pension stehenden Niedergelassenen in Wean, opal?
Geh einml zu einem niedergelassenen Doktor und frag nach. Wenn ich nicht mal einen Arzt in der Ordination von einem Spitalsarzt unterscheiden kann, dann sterbe ich am Sonntag wahrscheinlich vor Angst, wenn ich Schnupfen und 38 Grad Fieber habe. Ich rate halt jedem, sich schon als Gesunder einen Hausarzt auszuwählen. Der sagt dann auch , was zu machen ist, wenn er mal nicht da ist. Und wenn wir streiken, werden auch die Ambulanzärzte mitmachen. aber Notfälle (echte Notfälle) sind immer versorgt worden...
dem Wechselberger habens "über den Tisch gezogen" - eine törichte Aktion - der Ärztemangel wird durch vermehret frühüensionierungen früher eintreten, die Abwanderung wird zunehmen.
Dann sind die Karten neu gemischt.
Viele Ärzte, die mit 65 in Pension gehen wollten, gehen jetzt 2,3 Jahre früher
ich finde es dennoch merkwürdig vom Minister die wichtigsten Dienstleister NICHT einzubinden, und Ihnen dann noch medial ins Gesicht zu spucken.
Ärzte sollten tatsächlich einmal streiken - nein nicht die Primarii, sodern die Kassenärzte am Land, die Allgemeinmediziner die Turnusärzte, die .....
Ein Tag Streik oder halt ein paar Tage, die für Notfälle gut abgesichert sind, trifft keine Patienten. Wenn ich für 2 Tage aufFortbildung bin, warten die meisten verbissen bis zum Tag, wo ich wieder aufmache und dann gehts doppelt so wild in der Praxis zu. Aber vielleicht ereichen wir endlich mal die Solidarisierung der Patienten, die dann auf die Strasse gehen, und sich nicht ihre wohnortnahe Versorgung wegrationalisieren lassen.
sondern würde hier nicht soviele gegen reiche Ärzte (etwa Turnusärzte) wettern, und vielleicht kapiren sie es dann.
Man könnte ja auch gleichzeitig alle Kassenverträge kündigen - und dann die Kassen auffordern Ihren Pflichten nachzukommen!
Ich fürchte mcih davor, dass er einen möchtigen Voodoo-Fluch ausspricht.
Ich versehe es sehr gut, dass der Herr Minister klarstellt, dass er keine Zugeständnisse gemacht hat.
Mich würde es auch stören, wenn jemand der Homoöpatenzeugnisse ausstellt und schreierische, von der Realität vollkommen abgehobene Panikkampagnen veröffentlicht, behauptet, ich habe ihm Zugeständnisse gemacht - und als Beispiele dazu Angelegenheiten anführt, die immer schon klar waren, die er aber scheinbar erst mit Wochen Vespätung wahrzunehmen in der Lage ist.
Dass der Herr Medizinmannpräsident jetzt wieder beleidigt ist, und deshalb gleich wieder "droht" ist amüsant.
Gut, das jetzt Länder und Sozialversicherungen zusammenarbeiten und Landesgesundheitskommissionnen gebildet werden. Aber ist es sinnvoll, wenn in diesen Kommissionen, die die Versorgung planen, KEIN EINZIGER ARZT, sondern nur Politkommissäre und Beamte sitzen? Das wäre, wie wenn Beamte und Politiker wieder große Industriebetriebe steuerten, wie seinerzeit; was hätten wir dann: ein VERSTAATLICHTES Gesundheitssystem!
Wohl die falsche Perspektive erwischt: An den Verhandlungstischen sitzen die Großverdiener auf der anderen Seite des Tisches! Oder haben Sie schon einmal einen Politiker gesehen, der sich am Bau dreckig macht. Da haben Ärzte ganz andere Erlebnisse. Kommen'S mal mit.
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