Dänemark plant Werbe-Steuer zugunsten armer Haushalte

Opposition befürchtet Verlust von Arbeitsplätzen

Kopenhagen - Die dänische Regierung plant im kommenden Jahr die Einführung einer Steuer auf Postwurf-Sendungen. 400 Mio. Kronen (53,6 Mio Euro) will das Finanzministerium mit der neuen Werbe-Steuer einnehmen und als sogenannten ?grünen Scheck? einkommensschwachen Haushalten zugutekommen lassen. Dadurch sollen durch Öko-Steuern entstandenen Belastungen abgefedert werden.

Für Finanzminister Holger K. Nielsen hat die Steuer auch einen umweltpolitischen Nutzen. Die Maßnahme würde dazu beitragen, sich Gedanken über den verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen zu machen. Die Werbebranche solle darüber nachdenken, ob Reklame nicht dünner und leichter gemacht werden könne.

Die Opposition hat sich hingegen vehement gegen die Steuer ausgesprochen. Sie befürchtet zusätzliche Kosten für Unternehmen, steigende Preise für einzelne Produkte und insbesondere in der Druckindustrie den Verlust von Hunderten von Arbeitsplätzen. (APA, 16.12.2012)

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