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Nach einem Taliban-Angriff auf den Flughafen von Peshawar im Nordwesten Pakistans hat die Polizei in der Nacht auf Sonntag drei mutmaßliche Attentäter getötet. Zwei weitere sprengten sich selbst in die Luft. Bei der Erstürmung eines halb fertigen Hauses in der Nähe des Flughafens, indem sich die Terroristen verschanzt hatten, sei zudem ein Polizist ums Leben gekommen, sagte der Polizist Imran Shahid der Nachrichtenagentur AFP.
Zuvor hatten sich Polizei und Aufständische ein heftiges Feuergefecht geliefert. Bei zweien davon handle es sich höchstwahrscheinlich um Usbeken, die restlichen drei dürften lokale Aufständische sein, erklärte ein Sprecher der Polizei. Fünf weitere Rebellen wurden zudem im Umfeld des Flughafens festgenommen, hieß es in einer Aussendung der Polizei. Bei dem anschließenden Feuergefecht seien drei der Aufständischen und ein Polizist getötet worden.
Am Samstagabend hatten Aufständische zwei mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge in die Außenmauer des Flughafens gesteuert und die Sicherheitskräfte mit Granaten, Raketen und Schusswaffen angegriffen. Nach Angaben der Armee wurden fünf Angreifer und fünf Zivilisten getötet und 50 weitere verletzt. Die Rebellengruppe Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) bekannte sich zu der Attacke.
Nach Angaben der Armee wurde keines ihrer Flugzeuge oder Helikopter beschädigt, der Betrieb auf dem Militärflughafen sei wieder aufgenommen worden. Nach Angaben eines Sprechers der zivilen Luftfahrtbehörde, Pervez George, blieb der zivile Teil des Flughafens zunächst aber geschlossen. Flüge nach Peshawar würden nach Lahore und Islamabad umgeleitet.
Peshawar liegt nahe der Grenze zu Afghanistan unweit der pakistanischen Stammesgebiete, die als Rückzugsort für Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer dienen. Zuletzt hatten islamistische Aufständische in Pakistan im August einen Luftwaffenstützpunkt angegriffen. Bei dem Angriff in Kamra im Nordwesten des Landes wurden elf Menschen getötet. (APA, 16.12.2012)
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