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Ein Bagger bei den Aufräumarbeiten.
Bozen - Nach dem Hangrutsch im Gemeindegebiet Abtei im Südtiroler Gadertal, bei dem 36 Personen evakuiert und inzwischen vier Wohnhäuser zerstört wurden, hat die Staatsanwaltschaft Bozen die Ermittlungen aufgenommen. Einerseits sollen eine mögliche Fahrlässigkeit und Versäumnisse vonseiten der Behörden untersucht, andererseits die Baugenehmigungen unter die Lupe genommen werden, hieß es am Sonntag auf der Homepage von "Südtirol News" unter Berufung auf einen Zeitungsbericht.
Bericht der Carabinieri erwartet
"Zurzeit warten wir noch auf den detaillierten Bericht der Carabinieri zu den Geschehnissen der vergangenen Tage", wurde Staatsanwalt Guido Rispoli in der Tageszeitung "Alto Adige" zitiert. Im Rahmen der Untersuchungen soll unter anderem geprüft werden, ob zum Zeitpunkt der Vergabe der Genehmigungen die geologische Beschaffenheit in dem betreffenden Gebiet ausreichend untersucht worden sei. Ersten Schätzung zufolge sollen durch den Hangrutsch bis dato Schäden in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro entstanden sein.
Lage bleibt angespannt
Unterdessen blieb die Lage in den Weilern weiter angespannt. Nach Auskunft des Landes Südtirol habe die Rutschgeschwindigkeit der rund 40 Hektar großen Fläche wieder zugenommen. "Vor allem im nördlichen Teil des betroffenen Hanges", erklärte der Leiter des Landeszivilschutzes, Hanspeter Staffler, in einer Presseaussendung am Sonntag. Es werde versucht, mithilfe von Baggern zwei Höfe vor dem herunterrutschenden Material zu retten. Bäume würden gefällt und ein Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen bis zu 30.000 Kubikmeter angelegt.
Gaderbach umgeleitet
Inzwischen sei auch der Gaderbach auf einer Länge von 200 Metern durch Rohre umgeleitet worden, damit im Falle einer Verklausung der Durchfluss gewährleistet sei. Gefährdet war unter anderem auch eine Kläranlage, die geschützt werden müsste. Erste Risse wurden bereits in den Schutzbauten des Baches festgestellt, erklärten Fachleute der Landesabteilung Wasserschutzbauten am Samstag.
Donnerstagnachmittag hatte sich der Hang in Bewegung gesetzt. Die Bewohner von zehn Wohnhäusern, insgesamt elf Familien, wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Abtei mit Einsatz-und Pistenfahrzeugen in Sicherheit gebracht. Die Nacht auf Freitag war laut Land Südtirol ruhig verlaufen, bevor sich tagsüber die Lage zuspitzte und vier Häuser zerstörte. Am Samstag hatte sich der für den Zivilschutz zuständige Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) einen Überblick der Lage bei einem Lokalaugenschein gemacht und den Betroffenen Hilfe zugesichert. Die Häuser blieben weiterhin evakuiert.
Die beiden betroffenen Weiler Anvi und Sottru würden rund um die Uhr von bis zu 80 Personen des Zivilschutzes, Wasserschutzbauten, Feuerwehr und Geologen beobachtet. Bereits vor rund 200 Jahren dürfte das Gebiet im Gadertal Schauplatz eines solchen Szenarios gewesen sein, berichtete das Land. Damals waren 17 Höfe von einem Hangrutsch zerstört worden. (APA, 15.12.2012)
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lachen würde ich, wenn genau dass Gegenteil der fall ist... kannst du nicht auf gewissen Fotos sehen dass der Hang genau dort rutscht wo Bäume stehen??
Vielleicht hätte eine Skipiste an dieser Stelle einen Rutsch verhindert...
...denn, auf einer Skipiste wären die über 10 cm Niederschlag im November, welche den Rutsch auslösten, oberflächlich abgelaufen...
sooo, im Wald natürlich bleibt das Wasser stehen und versickert... dann noch tiefe Temperaturen für eine schöne Abdichtung... und schon haste dein Plastilin...
aber nee... die grüne Schiene wird immer gerne vertreten, auch wenn man nicht wirklich eine Ahnung von der Sache hat!
Ich habe einmal über das Thema mit einem Landesgeologen gesprochen. Das ist kein einfacher Job, wenn man die Interessen abwägen muss! Selbst wenn er knallharte Fakten auf den Tisch legen kann betteln die Leute immer, dass sie ihr Haus in eine Gefahrenzohne bauen dürfen, weil ja "die letzten 30 Jahre eh nix passiert ist".
Ein Hektar = 10.000m², 40 Hektar = 400.000m². Ein Fußballfeld darf laut DFB zwischen 90 und 120 m lang und 45 bis 90 m breit sein. Im kleinen Fall sind es 98,7 Fußballfelder, im Großen dann nur mehr 37. Interessant wäre noch die Masse, die da unterwegs ist. Wenn man eine durchschnittliche Stärke von 4 Metern annimmt, wären 1,6 Millionen m³ unterwegs.
http://www.em-blogger.at/index.php... sballfeld/
Das müßten dann rd. 48-62 Fußballfelder sein.
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