Neuer Regierungschef des Baskenlandes vereidigt

Inigo Urkullu führt Minderheitsregierung an

Bilbao - Das spanische Baskenland hat einen neuen Regierungschef. Der Nationalist Inigo Urkullu trat am Samstag in der Stadt Gernika sein Amt als Chef einer Minderheitsregierung an. Urkullu legte seinen Eid traditionsgemäß in baskischer Sprache unter der "Gernika-Eiche" ab. Dieser Baum symbolisiert die baskische Freiheit. Er überlebte das Bombardement auf Gernika durch Flugzeuge der deutschen Legion Condor am 26. April 1937.

Der 51 Jahre alte Urkullu leitet die gemäßigt nationalistische PNV-Partei, die die vorgezogene Parlamentswahl am 21. Oktober zwar klar gewonnen hatte, jedoch die absolute Mehrheit verfehlte.

Urkullu ist Nachfolger des Sozialisten Patxi Lopez, der bei den Neuwahlen eine bittere Niederlage erlitten hatte. Lopez war nur drei Jahre im Amt. Die PNV (Nationalistische Baskische Partei) hatte vor Lopez' Amtsantritt 30 Jahre lang die Regierung in der nordspanischen autonomen Region gestellt. Die PNV verlangt zwar mehr Autonomie für das Baskenland, will als Regierungspartei jedoch dem Kampf gegen die Wirtschaftskrise vorerst den Vorrang geben. (APA, 15.12.2012)

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