Von Hansy bis Steirereck: Best of Schmeck's 2012

27. Dezember 2012, 19:31
  • Best of Gulasch: Hansy am Praterstern.
    foto: gasthaus hansy

    Best of Gulasch: Hansy am Praterstern.

  • Lamm. Mit den schönsten gegrillten Paradeisern und Paprika ever. Im El Celler de Can Roca in Girona, dem zumindest zweitbesten Restaurant der Welt.
    foto: katharina schell

    Lamm. Mit den schönsten gegrillten Paradeisern und Paprika ever. Im El Celler de Can Roca in Girona, dem zumindest zweitbesten Restaurant der Welt.

  • Das in der Welt nun elftbeste Steirereck: Rohe Bergforelle mit zweierlei Honigmelone, Gurke und Borretsch.
    foto: katharina schell

    Das in der Welt nun elftbeste Steirereck: Rohe Bergforelle mit zweierlei Honigmelone, Gurke und Borretsch.

  • Österreicher des Jahres: Harald Irka in den Saziani Stubn. Dort begeisterte sich der Fidler zum Beispiel für die gelierten Rotkrautröllchen, gefüllt mit Krenmousse.
    foto: harald fidler

    Österreicher des Jahres: Harald Irka in den Saziani Stubn. Dort begeisterte sich der Fidler zum Beispiel für die gelierten Rotkrautröllchen, gefüllt mit Krenmousse.

  • Best of Risotto und Vegetarier des Jahres: Tian. Hier die "Erfrischung" aus Schwammerltatar, Kürbis, Muskatellertrauben.
    foto: harald fidler

    Best of Risotto und Vegetarier des Jahres: Tian. Hier die "Erfrischung" aus Schwammerltatar, Kürbis, Muskatellertrauben.

  • Vom Strumerhof, hoch über Matrei, das Kräuterbeet in aller Pracht. Wenn man von Fidlers Fotofertigkeiten absieht.
    foto: harald fidler

    Vom Strumerhof, hoch über Matrei, das Kräuterbeet in aller Pracht. Wenn man von Fidlers Fotofertigkeiten absieht.

  • Die Augen weidete Fidler in der Serviette, dazu aß er diese Gans.
    foto: harald fidler

    Die Augen weidete Fidler in der Serviette, dazu aß er diese Gans.

  • Eh immer eine Pracht, und deshalb auch heuer: Christian Petz auf dem Badeschiff, diesmal schon wegen seines Schweinsfußes.
    foto: harald fidler

    Eh immer eine Pracht, und deshalb auch heuer: Christian Petz auf dem Badeschiff, diesmal schon wegen seines Schweinsfußes.

Best of Schweinsbraten, Worst of Käsekrainer: Wo Schmeck's-AutorInnen und -Mitesser 2012 besonders gern gespeist haben - bis Australien und zurück

Gerade rechtzeitig zur Krisenstimmung hat's Schmeck's heuer immer wieder ordentlich krachen lassen, scheint mir: Mit der Sterne-Sehen-Exkursion nach Barcelona, Sant Pol del Mar und vor allem Girona ins zumindest zweitbeste Restaurant der Welt, mit Abstechern in den Stadtpark zum nun in der Welt schon elftbesten Steirereck und ins Coburg etwa, den Fidler verschlug's frühstückend in Balis Luxusschuppen, den Hlavicka bis Australien. Aber: Alles lang verdaut, was bleibt? Die Hitliste der Schmeck's-AutorInnen und -Mitesser - soweit sie sich rechtzeitig äußern wollten.


Best of Schweinsbraten

Bernhard Hlavicka lieferte aus vorweihnachtlichem Zeitmangel eine knappe, aber umso gehaltvollere Liste - wobei er schon die Katalonier zu Jahresbeginn (siehe oben) und manchen Piemontesen (kommen noch 2013 bei Schmeck's in Wort und Bild) "Highlights genug fand". Und sonst, Herr Hlavicka?

  • Steirereck war verdammt gut. Vor allem der Bienenwachssaibling und das Blunznbrot.
  • Best of Schweinsbraten*: Schererwirt beim Pogusch.
  • Best of RisottoTian - mit Altenburger Rosé Sprudel drüber und der höchsten Kellnerrate pro Tisch.
  • Best of Australia: Fino in Willunga (South Australia).

*Vermutlich, weil Hilberg heuer ausgelassen hat.


Wurst of 2012

Konstantin Hilberg bilanziert in diesem formal völlig offenen Jahresrückblick in den Kategorien gut, böse und wurst. Auch ein schlüssiger Zugang zum Thema:

  • Best of: Mayerwirt, St. Leonhard im Hornerwald

Ein Idyll in der kulinarischen Ödnis des Waldviertels. Schöne Stube, sehr schöner Gastgarten, verfeinerte regionale Küche. Freundlich-unaufdringliche Wirtsleute - dringende Empfehlung!

  • Worst of: Schloss Mönchstein, Salzburg (Stadt)

Eine geschäftliche Einladung verschlug mich dorthin. Hätte ich selbst zahlen müssen - ich hätte mich noch mehr geärgert. "Ambitioniert" ist eine höfliche Umschreibung für das Gebotene. Immerhin: schöne Aussicht.

  • Wurst of: Würstelstände in Salzburg

Hierorts werden Käsekrainer gesotten, und nicht gebraten. Ein Tiefschlag, insbesondere, wenn man gerade vom Schloss Mönchstein (s.o.) kommt.

 

Der Peball, gelegentlich freudiger Mitesser, war heuer

  • schwer begeistert vom Freyenstein, "aber das kennt ja a jeder". Schon, aber das ist ja noch lang kein Grund für Schmeck's, ein Lokal nicht zu loben.
  • Nicht ganz so hingerissen hat ihn Le Loft, wenn man einmal von der Pracht des Blicks bei Tag und Nacht absieht. Fair bepreist findet er das Mittagsmenü für 30 Euro. Beim ersten Mal das Rind "hervorragend", das Meeresfrüchterisotto "mittelmäßig", die Nachspeisen "sehr suprig". Die Käseplatten indes findet er "immer sehr mittelmäßig, wenn auch nie wirklich schlecht". Zwei weitere Mittagsmale "war das Menü für alle eher dürftig gut und der sehr spannenden Aussicht einfach nicht gewachsen".
  • Auch gut findet er den Elefanten in Krems, "aber ob man darüber schreiben müsst"?

Was muss man schon?

 

Kräuter, Augenweiden, Schweinsfüße

Harald Fidler, der bekennende Oberdilettant, übernimmt die letzte Runde des Jahres - ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit, mit allem Anspruch auf Völlerei:

  • Vegetarier des Jahres: Muss ja wohl das Tian sein. War nicht von allem hingerissen, aber schon sehr schön.
  • Kraut des Jahres: Strumerhof, hoch über Matrei, eine bunte Pracht.
  • Augenweide des Jahres: Bestaunte ich in der Serviette.
  • Nahversorger aller Zeiten: Floh und Schmölz und Sodoma. Da muss der Figl noch bisschen üben.
  • Und weil eh immer, zurecht auch heuer: Das Badeschiff. Kann es Zufall gewesen sein, dass Herr Petz an dem Abend seinen Schweinsfuß, gefüllt vor allem mit Bries und Pilzen serviert hat? Wenn ja - ein glücklicher! Trotz harten Vorabends.

 (Harald Fidler und Freunde, derStandard.at, 27.12.2012)

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Was ich überhaupt nicht verstehe ist, warum man in Österreich in fast keinem Restaurant/Gasthaus Schaaffleisch bekommt. Gibt's da irgendwelche Gründe dbzgl?

einspruch, euer gnaden!...

...komme gerade aus osttirol zurueck (uebrigens eine ueberraschend hohe dichte von "hauben" sowie "falstaff" und "à la carte" belobigungen).

ich war dort beim "kirchenwirt" in lienz abendessen, und zwar eine lammkrone auf polenta mit junglauch, meine charmante begleitung bevorzugte den eismeersaibling auf tomatenrisotto.
vorspeise war ein zwar nicth von mir, aber dennoch ausgezeichnet zubereitetes und gewuerztes steak tatare (NICHT faschiert!), die nachspeisen ein gedicht.
preislich SEHR anstaendig.

meine herren und damen gastro-kritiker: osttirol ist einen besuch wert.

Gibt eh genug griechische und türkische Restaurants. Dort sollten sie finden was sie suchen. KENT kann ich zb empfehlen

Na bitte nicht das Kent empfehlen! Wenn schon türkisch am Brunnenmarkt, dann Liman oder Etap.

da bin ich aber mal gespannt

was genau können Sie am Kent empfehlen? Die charmante Leuchtstoffröhrenbeleuchtung? Den heimeligen Fliesenboden? Die verstaubte Kunstblumendeko? Die zahlrechen Knochensplitter im Hammelbraten?

naja, ein stylisher Türke wäre meine Sache nicht, und auch nicht einer, der womöglich auf "urig" macht. Das passt schon so, und die Kent-Haslama z.B. macht m.E. süchtig.

Schlechtes Foto

Die "Rohe Bergforelle mit zweierlei Honigmelone" sieht auf dem Bild aus wie fettes Ungeziefer. Sieht in Wirklichkeit viel besser aus und schmeckt hervorragend

Freud

Sigmund Freud hätte wohl mit Harald Irka und seinen gelierten Rotkrautröllchen seine helle Freude ...

Hansy for Gulasch

Es gibt vermutlich eine ganze Reihe gleichwertiger Gulschadressen. Der darf nicht fehlen: Hausmair in der Lerchenfelder Str.

Beim Hansy sind auch die anderen Speisen ausgezeichnet.

"gelierte Rotkrautröllchen, gefüllt mit Krenmousse."

schaut eher aus wie dunkelviolette präser, gefüllt mit, ähm tja ...

muss ja wirklich spannen sein, mit Ihren Augen durch die Welt zu schlendern.

wurst in salzburg

sorry, aber diese einschätzung disqualifiziert den blogger als fresskommentator. käsekrainer isst man als wiener doch nur, weil alles andere noch ungenießbarer ist. käsekrainer in salzburg hingegen inhaliert man nur, wenn einem vom essen davor noch nicht schlecht sein sollte.
die wirklichen würste an salzburger standeln hingegen (frische! mexikaner! sogar frankfurter!) und erst recht der leberkäs spielen in einer ganz eigenen liga, deutlich besserals alles, was in wien über die budl gehen darf.
was natürlich nichts daran ändert, dass das mönchstein eine niederlage ist.

Österreich besteht nicht nur aus

Salzburg und Wien, so denkt der typische hochnäsige Salzburger und der Wiener Mundl!

Käsekreiner gegrillt gibts auch in den anderen Bundesländern, gesiedet am Würstelstand ist quasi eine Vergewaltigung der Eitrigen

und vor allem: die bosna im durchgang getreidegasse - universitätsplatz

.

leberkäs besser als beim gumprecht in wien - wo?

leberkas pepi!

zhaus in linz

In Wien? Nirgendwo!

Je Osten desto pfui

Leberkäse nehme ich grundsätzlich erst 20km hinter der Grenze auf bayerischem Gebiet zu mir.
Bester Leberkas in Wien: Der kleine Block beim Hofer zum Selbstaufbacken, ist aus BY.
Passabler Würstlstand in Wien: S-Bahn Station Währinger Strasse.

gibt auch in OÖ kurz vor der Grenze echt guten Leberkäse: Feichtinger in Schärding oder von dem fleicher in Andorf z.B.

Geh.

Machen Sie sich Ihnen doch nicht so lächerlich.

aha, der kam früher immer vom riepl in gallneukirchen... der auch sehr gute bratwürstel hat. aber nicht beim hofer.

jaja, die legendenumwobene S-Bahnstation Währingerstraße

Wurde von vielen schon gesucht, aber nur von Ihnen gefunden. Aber da Sie schon dort waren: wird der Würschtlstand dort wirklich von WALULISO und den Illuminaten betrieben?

?

und das in einer globalisierten welt?
vielleicht ist es gewohnheit - mir schmeckt der "wiener" pferdeleberkäse am besten.

leberkas: leberkaspepi in linzer altstadt

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