Yline-Anklage elf Jahre nach der Pleite fertig

14. Dezember 2012, 19:18
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Insolvenzen/Österreich - Verdacht der Untreue und Bilanzfälschung

Elf Jahre nach der Pleite des Internet-Unternehmens Yline liegt nun die Anklage gegen zwölf Personen vor, schreibt die "Krone" (Samstagsausgabe). Die Softwarefirma YLine Internet Business Services AG ist 2001 in eine Insolvenz mit Verbindlichkeiten von gut 22 Mio. Euro geschlittert. Seit 2002 laufen dazu Ermittlungen der Justiz. Im Mittelpunkt steht der Verdacht der Untreue und Bilanzfälschung. Die von Werner Böhm gegründete Firma war ein Shootingstar des New-Economy-Hypes um die Jahrtausendwende und notierte eine Zeit lang an der Brüsseler Wachstumsbörse Nasdaq Europe.

Finanzierung

Die YLine-Tochter FirstInEx hatte die Homepage des Finanzministeriums unter dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser gestaltet sowie dessen umstrittene, von der Industriellenvereinigung (IV) mitfinanzierte Website des "Vereins zur Förderung der New Economy". Einer der Anteilseigner von FirstInEx war Grassers Vater. Grasser selbst besaß nach eigenen Angaben 285 YLine-Aktien. (APA, 14.12.12)

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