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Einsatzbesprechung der Feuerwehr nach einem Murenabgang: Die Freiwilligen fordern bei großen Katastrophen Freistellung von ihren Arbeitgebern samt einheitlichem Entgelt - die SPÖ will sich in der Koalition nun dafür starkmachen.
STANDARD: Wenn sich das Wahlvolk im Jänner für ein Berufsheer entscheidet: Wäre das für den Katastrophenschutz eine Katastrophe?
Kern: Eine Katastrophe wäre es nicht. Für uns ist nur wichtig, dass bei Einsätzen die bisher gute Kooperation mit dem Heer erhalten bleibt. Heißt: Im Ernstfall brauchen wir primär Pioniereinheiten und Flugunterstützung - und damit meine ich nicht die Abfangjäger, sondern die Hubschrauber.
STANDARD: Das Modell von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) sieht für den heimischen Krisenfall 12.500 Soldaten vor - genügend Mannstärke?
Kern: Diese Zahl ist ausreichend. Denn bei unseren Katastrophen - etwa den Vermurungen in der Steiermark - haben wir meist 200 bis 400 Soldaten pro Tag mit vor Ort - ansonsten stehen sich die Einsatzkräfte ja mitunter gegenseitig im Weg. Bei einem großflächigen Super-Mega-GAU - wenn etwa das halbe Donauland überschwemmt wäre - würden freilich entsprechend mehr Soldaten gebraucht, aber das sind Ausreißer.
STANDARD: Kritiker des Bundesheeres meinen, dass die Präsenzdiener bei Katastrophen ohnehin bloß zum Schlamm- oder Schneeschaufeln eingeteilt werden. Würden die Burschen bei einem Wegfall der Wehrpflicht nicht fehlen?
Kern: Eigentlich nicht, wenn wir militärische Unterstützung durch professionell ausgebildete Spezialisten kriegen. Denn ich gehe davon aus, dass auch Pioniere Schnee schaufeln können. Letztlich geht es nicht darum, wie viele Leute vor Ort sind, sondern wie viel fachliche Kapazität.
STANDARD: Angeblich erledigt die Feuerwehr 90 Prozent der Katastropheneinsätze - warum nicht gleich alle übernehmen?
Kern: Nicht nur angeblich 90 Prozent - das ist so! Neben kleinen lokalen Ereignissen wie einem Hausbrand sind wir ja auch bei Großeinsätzen - also den restlichen zehn Prozent - meist die Ersten vor Ort, die Hilfe leisten. Aber auch auf uns kommen ständig neue Herausforderungen zu, beim Gefahrengut etwa. Unter den jetzigen Voraussetzungen können wir also nicht komplett auf externe Unterstützung verzichten - das wäre mir auch zu riskant.
STANDARD: Sie stoßen sich aber sehr wohl daran, dass nach Darabos' Plänen die Soldaten entsprechender Kompanien für zwei Wochen Katastropheneinsatz eine Prämie bekommen sollen?
Kern: Konkret fühlen wir uns wegen jenes Vorhabens unter Druck gesetzt, wonach jene, die sich freiwillig zum Milizdienst melden, für einen Katastropheneinsatz 5000 Euro kriegen sollen. Wenn dann der freiwillige Feuerwehrmann oder die -frau Seite an Seite mit militärischen Freiwilligen arbeiten soll, befürchten wir Probleme. Da könnte Missstimmung entstehen, wenn die einen gratis arbeiten und die anderen Geld dafür bekommen. Es könnte sein, dass dann viele Feuerwehrleute sagen: "Gut, dann machts gleich alles ihr, wir gehen nicht mehr hin!"
STANDARD: Welche Nachteile müssen Feuerwehrleute für ihre Einsätze sonst in Kauf nehmen?
Kern: Wenn ein Feuerwehrmann vom Arbeitsplatz wegbleibt, braucht er dafür eine Genehmigung vom Arbeitgeber. Manche müssen dafür Urlaubstage nehmen, andere haben die Vereinbarung, dass sie das Fernbleiben hereinarbeiten. Ob ihr Kommen bei einem Großeinsatz spontan funktioniert, ist daher für uns oft die große Frage. Wir brauchten also Unterstützung für die Arbeitgeber, dass sie unseren Leuten für Großeinsätze freigeben. Damit meine ich gewaltige Naturkatastrophen, nicht Standardeinsätze wie Verkehrsunfälle oder Brände, die an einem Tag erledigt sind.
STANDARD: Sie fordern also staatlichen Zuschuss für die Arbeitgeber, damit für die Feuerwehrleute unter ihren Beschäftigten im Fall der Fälle Entgeltfortzahlung garantiert ist?
Kern: Ja, denn damit könnten wir über ein Rotationssystem auch besser auf unsere Leute zurückgreifen. Wir möchten bei Katastropheneinsätzen pro Mann ein, zwei Tage Freistellung samt Entgeltfortzahlung. Damit kämen wir bei einem großen Vorfall 14 Tage lang gut über die Runden.
STANDARD: Haben Sie sich schon entschieden, wo Sie am 20. Jänner Ihr Kreuz machen - beim Berufsheer oder der Wehrpflicht?
Kern: Ich habe mich entschieden - aber das verrate ich hier nicht, weil wir uns nicht in die politische Diskussion einmischen. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, 15./16.12.2012)
ALBERT KERN (55) wurde vergangenen September zum Präsidenten des Bundesfeuerwehrverbandes gewählt - und steht seither den rund 340.000 Mitgliedern in Österreich vor. Seine Hauptaufgabe ist es, die einzelnen Landesverbände zu koordinieren, die jeweils andere gesetzliche Regelungen haben. Seit seinem 15. Lebensjahr ist der Südsteirer Feuerwehrmann
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bei dieser hobbytruppe gehört auch mal gründlich ausgemistet da könnt ma einiges an material und verwaltung einsparen aber da trauen sich die landesfürsten halt nicht drüber die schwingen lieber soontagsreden vom "vorbildlichen engagement im ehrenamt... "
das mit der ff ist ziemlich schwierig: bsp. in unserer gemeinde (ca. 4000 einwohner) gibt 4(!) ffs. komplett unnötig. aber die politik ist (verständlich) ängstlich über jene urteilen, da man sich nicht mit der ff anlegen will und auch den unmut der anderen parteien will.
ob wir die alle in dieser form wirklich brauchen? oder wärs nicht besser die vorhandenen mittel etwas zu bündeln?
ist die dezentrale Struktur sehr wichtig, um auch wirklich schnell am Einsatzort zu sein. Sicher gibt's Feuerwehren, die praktisch keine Einsätze haben (seien wir froh darüber). Aber wenn durch Einsparungen bei den Feuerwehren (z.B. durch auflösen/zusammenlegen kleinerer FF) auch nur ein Mensch zu Tode kommt, ist am falschen Platz gespart.
ein bissi eine zentralisierung und professionalisierung kann mmn doch nur ein vorteil sein? braucht wirklich jedes noch so kleine dörfchen seine eigene ff?
kilometerzahlen einstzzahlen betriebsstunden ausbildungsstunden etc. von fahrzeugen u. gerät sollte man auch genau auf tatsächliche notwendigkeit prüfen
die Feuerwehren einer der wenigen Verbände, die noch funktionieren (ÖVP-geführt) in Österreich, soll sich aus der Diskussion heraushalten.
Rotes Kreuz gehört dazu und die gewerbliche Gebietskrankenkasse alles ÖVP!
SPÖ will Kleingeld in fremden Gefilden scheffeln und im Endeffekt werdens dann nur für Wählerstimmen missbraucht!
Auch Arbeitslose können Schneeschaufeln oder Aslyanten!
Warum diese Grubenkämpfe der SPÖ - die könnens nicht lassen!
Die SPÖ hat wirtschaftlich und sozial keine Ahnung und diese Ahnungslosigkeit verschlingt immer mehr Geld in ausgelagerte Vereine und Institutionen.
Machts endlich eine gscheite Gesundheitsreform ohne Förderungen und viele helfen gerne bereitwillig, wenns wem anderen schlechter geht!
aktuell sind vom ÖBH im Einsatz
160 im Libanon
etwa 500 im Kosovo
sowie in Bosien und am Golan (keine Zahlen vom ÖBH)
Das heisst der Großteil der Soldaten bleibt im Inland. Und kann auf eine Naturkatastrophe hoffen sonst gibts nämlich genau nix zu tun...
wenns grad zuhaus wären, vom nato-einsatz am a** der welt?
so wie die feuerwehrler, die dann nicht wollen, weil ehs bundesheer kommt zum sandsackschupfen oder schaufeln.
dann ist keiner da. der profi nicht, der milizler vielleicht und der fw-will nicht nummer 3 spielen, unbezahlt.
eigentlich alles nur mehr um Zivildienst und Katastrophenschutz?
Ich kanns nimmer hören.. Katastrophenschutz ist eine Nebenaufgabe und NICHT die Hauptaufgabe..
Der Zivildienst begründet NICHT das Militär!
Habe bei einem Katastropheneinsatz des BH erlebt wie die Bürger der betroffenen Stadt sonntags schauen kam, wie das BH schaufelt, statt zuzugreifen.
Am darauffolgenden Mittwoch zog deshalb das BH ab.
Daraufhin kam die Frau des Bürgermeisters auf die Idee die österr. Lehrerschaft dazu einzuladen: "die haben jetzt ja Ferien". Echt erlebt.
Ausgebildete Pioniere sind sicher besser fuer den Katastropheneinsatz geeignet. Warum Berufssoldaten eine Extrapraemie bekommen sollten ist fragwuerdig, gehoert dann halt zu den Dienstpflichten. Dass unbezahlte Freiwillige in den Feuerwehren sich auch noch Urlaub nehemen muessen ist eine Frechheit, hier sind die Laender gefordert ihrer Pflicht nachzukommen.
Da stellt sich die Frage, wie weit hier die Wirtschaft ihre Probleme auf die (freiwillige) Feuerwehr abwälzt. Wenn die Wirtschaft gefährliche Güter bewegen will, dann soll sie (und in letzter Konsequenz die EndkundInnen) auch selbst für die Beseitigung möglicher Folgen aufkommen. Ich frage mich, in wie weit dies derzeit der Fall ist.
Ich frage mich, wie weit der einzelne Mensch seine Probleme auf die Allgemeinheit abwälzt. Wenn der Mensch ungesund essen und dick werden will, dann soll er doch (in letzter Konsequenz) auch selbst für seine Behandlung aufkommen. Ich frage mich, in wie weit dies derzeit der Fall ist.
Wir dürfen nicht vergessen: Lauf Bundesverfassung ist das Bundesheer nicht für den Katastrophendiesnt vorgesehen, dieser obliegt der Länder!!!! In den letzen Jahrzehnten wurde das österr. BH nur mangels Alternativen für dieses herangezogen!!!
Nicht falsch verstehen: Wenn der politische Wille dieser sei dass 18jährige (Männer) fürs Sandsackerlschupfen gezwungen werden (oder wie es Frau Ministerin Mickl-Leitner sagte: kein Zwang sonden Pflicht) ists OK aber dann sollen die gesetzlichen Rahmenbedingungen auch dementsprechend angepasst und dies auch in der öffentlichkeit kommuniziert werden!
Wenn es denn ein neues Heer geben soll/wird, muss man auch genau die Aufgaben VORHER klarlegen.
Neues Heer, alles neu? Oder eine Mischkulanz.
Alles VOR der Abstimmung auf den Tisch legen.
Wir wollen nicht die "Katze im Sack" kaufen.
"Da könnte Missstimmung entstehen, wenn die einen gratis arbeiten und die anderen Geld dafür bekommen. Es könnte sein, dass dann viele Feuerwehrleute sagen: "Gut, dann machts gleich alles ihr, wir gehen nicht mehr hin!"
aaaaahhhhhhhhhh !!!!! *amkopfgreif*
jetzt hab ich endlich den sinn von freiwillig verstanden !!!
Jetzt mal im Ernst, wir alle können Schnee schaufeln, wir alle können in Katastrophen mithelfen. Lasst uns die Voraussetzungen dafür schaffen. Gründen wir freiwillige Katastrophenhilfsdienste im Sinne der freiwilligen Feuerwehr und der Rettungen. Keine Geräte, die haben wir schon, nur Manpower die auf Abruf zur Verfügung steht wenn das Wasser oder der Schnee kommt. Jeder der hilft ist von der Arbeit entschuldigt (muss nicht bezahlt sein nur eben kein Kündigungsgrund).
Es ist nicht zum einzusehen, dass Soldaten, die für etwas anderes ausgebildet und bezahlt werden für die ganze Nation den Rücken krumm machen sollen.
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