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Seit geraumer Zeit macht sich eine Vision breit: Die USA werden energieunabhängig, womit sie den Weg für ihren politischen Rückzug aus dem Nahen Osten ebnen und ihre strategische Hinwendung nach Asien rechtfertigen. Intuitiv scheint das richtig. Aber hält sie auch einer Überprüfung in der Realität stand?
Das energiehungrige Amerika war zur Befriedigung seiner Inlandsnachfrage lange Zeit von den globalen Märkten abhängig. 2005 importierten die USA 60 Prozent ihres Energiebedarfs. Nun erwartet man, dass die USA 2020 in der Lage sein werden, ihren Energiebedarf selbst zu decken und 2030 sogar Öl zu exportieren.
Angesichts niedriger Kosten bei der Schiefergasförderung würde sich die US-Wettbewerbsfähigkeit vor allem gegenüber Europa verbessern. Außerdem hätte man weniger mit den zunehmenden Unruhen in der arabischen Welt zu tun. Zudem würde die relative Verwundbarkeit des US-Hauptrivalen China steigen, der zunehmend von der Energieversorgung aus Nahost abhängig ist.
Dennoch sollten nicht voreilig Schlüsse gezogen werden. Obwohl Energieabhängigkeit ein zentrales Element der US-Politik in der Region ist, ist sie nicht der einzige Faktor. Israels Sicherheit und der Wunsch, den Iran in Schranken zu halten, sind von ebenso großer Bedeutung.
In den nächsten 15 Jahren werden die Opec-Länder für etwa 50 (derzeit: 42) Prozent der weltweiten Ölproduktion verantwortlich sein, und der Zuwachs kommt höchstwahrscheinlich aus dem Irak. Können die USA ein Land übergehen, das in etwa zehn Jahren zum zweitgrößten Ölexporteur der Welt aufsteigen und jährlich gut 200 Milliarden Dollar lukrieren wird, während es zunehmend von einem autoritären, dem Iran nahestehenden schiitischen Regime beherrscht wird? Würde man sich angesichts der strategischen Bedrohung seiner drei Verbündeten in der Region - Saudi-Arabien, Türkei, Israel - tatsächlich zurückziehen?
Ein derartiges Szenario scheint umso weniger realistisch, so lange die iranische Nuklearkrise nicht gelöst ist und sich aufgrund der Krise in Syrien die Kluft zwischen Schiiten und Sunniten in der Region weiter vertieft. Dennoch wird Amerikas Engagement in der Region abflauen. Sein Engagement im israelisch-palästinensischen Konflikt wird sich vermutlich auf die Erhaltung des Status quo beschränken und weniger auf Bestrebungen zur Erreichung einer umfassenden Lösung ausgerichtet sein.
Diese Haltung käme einem Eingeständnis der USA gleich, wonach man die Bestrebungen hinsichtlich der Schaffung zweier Staaten im Nahen Osten aufgegeben hat. Das würde Israels Premier Benjamin Netanjahu ebenso freuen wie die Randgruppen unter den Palästinensern, denen es um die Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde geht. Aber es würde diejenigen in vollem Umfang bestätigen, die glauben, dass US-Präsident Barack Obama mehr ein Mann des guten Willens als ein Visionär ist. (Zaki Laïdi, DER STANDARD, 15./16.12.2012)
Zaki Laïdi ist Professor für Internationale Beziehungen am Institut d' études politiques de Paris (Sciences Po) und Autor von Limited Achievements: Obama's Foreign Policy. © Project Syndicate, 2012. Aus dem Englischen von Helga Klinger-Groier.
So, wie wir uns seinerzeit gar nicht einkriegen konnten vor Nazibegeisterung, können wir uns offenbar jetzt nicht einkriegen vor lauter Antinazismus.
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das die USA bis 2030 Schiefergas und Ölschiefer fördern dürfen - die Umweltauswirkungen sind ja beträchtlich und es ist fraglich ob da nicht die Umweltbewegung früher oder später drauf reagiert - vielleicht nicht mit einem komplettem Verbot aber mit derartigen Auflagen das sich eine Förderung nicht mehr lohnt...
das ist ungefaehr so wie wenn man schreibt opel ist schlecht sie sollen das logo und das material austauschen, dass es wie vw ist und dann verklagt man sie weil sie vw kopieren. eher ein duemmlicher artikel aus der finanzkrisen stahl und eisen fraktion. tatsaechlich wird die usa den public transport dann ausbauen wenn es sich auszahlt und das wird dann passieren wen sie sich an die menschenrechte halten und mehr buerger wollen dh brauchen und das wird nur dann passieren wenn der markt lange gegen sie laeuft und dazu ist europa zu korrupt.
nicht verzichten kann.Jedes Land,dass bisher ankündigte sein Lö nicht mehr in Dollar zufakturieren ist unter die Gewalt oder die Gewaltandrohung der USA gefallen . Irak,Libyen,Syrien,Iran , Venzuela.Die US Wirtschaft und Währung kann es sich nicht leisten auf diesen Petrodollar zu verzichten. Ein freier Fall des Dollars plus eine Hyperinflation in den USA wären die Folge...das ist um vieles wesentlicher als irgendwelche "Freundschaften" mit Israel.
Es ist richtig d an der Boerse der Preis d Erdoels in USD angegeben wird. Bezahlen koennen Sie jedoch in jeder freien Waehrung. Russland nimmt auch Rubel und Tuerk Lira! Das ist den Amis sowas egal!
Was die USA schaden wuerde waere, wenn der USD nicht mehr zu 60% die Reservewaehrung der Welt ist.
Oder die Omas in Russland und sonst irgendwelchen Laendern mit schwachen Waehrungen ihr Geld nicht mehr in USD unter dem Kopfpolster verstecken.
Also verschonen Sie uns mit diesen unsinnigen Postings. Beginnen Sie zu denken!
beginnen Sie zu denken und sich zu bilden. fangens mal klein an : bei wikipedia unter petrodollar mal nachlesen ! und Reservewährung...na warum wohl. wobei Sie eher Leitwährung meinten - nehme ich an.und um genau das gehts ja.und wenn Sie taiächlich glauben der Dollar wäre stark wegen der US Wirtschaft,dann schauen Sie sich mal das US Leistungsbilanzdefizit an.
Wenn Sie Ihre Bildung nur von Wiki haben, dann erklaert es vieles, unter Petrodollars ein Begriff der 1973!! aktuell war, jedenfalls wird Ihnen gar nichts erklaert.
Wie ich schon vor einigen Stunden gepostet habe, die Staerke des USD liegt in der Tatsache d der Dollar eine Leitwaehrung oder wie ich geschrieben habe eine Reservewaehrung vieler Nationalbanken ist.
Die Staerke hat mit den bezahlen von Erdoel gar nichts zu tun, d ist Peanuts, da bereits seit Jahren auch mit Euro, Pfund etc bezahlt werden kann.
Das Leistungsbilanzdefizit der USA betraegt jaehrlich durchschnittlich 3 % des BIP, wenn es nur d ist, kann ja Obama ruhig schlafen.
Geh, das ist ja furchtbar unsinnig. Es werden fast alle Rohstoffe in Dollar gehandelt.
Die USA können sich die Schulden leisten, weil sie eine wachsende, junge Bevölkerung haben, weil sie ein starkes Exportland sind und selbst riesige Lager an Bodenschätzen haben.
Ob jetzt ein Land sein Öl in Dollar fakturiert oder in einer anderen Währung, ist doch den USA egal.
und der Perspektive, nicht mehr alleine und unbegrenzt die Welt mit bunten wertlosen §-Papieren beglücken zu können.
Darum haben die Rating-Agenturen ja auch laufend die U$-Papiere auf Ramschnivau heruntergestuft und €-Papiere mit trple-A bewertet.
Sie meinen es ist Wahnsinn, wenn sich die USA zumindest für 70 Jahre alle Energiesorgen vom Hals schaffen, ihre wirtschaftspolitische Situation enorm verbessern und dann in aller Ruhe die nächste Phase angehen können?
Natürlich ist das eine Hiobsbotschaft vom Schlimmsten für die notorischen US-Hasser; aber wenn Sie Vernunft für Wahnsinn halten, welchen Ausdruck haben Sie dann für die deutsche "Energiewende" (die meisten Europäer machen da ja eh nicht mit) parat?
(Ich weiss schon, jetzt kommt fracking)
nur weil die ganzen Vasallen der USA deren Unsinn mittragen müssen, hat das nichts mit Vernunft zu tun.
Die USA sind hauptverantwortlich für den gedankenlosen/verschwenderischen Umgang mit Energie, und diesen durch immer umweltschädlichere Methoden weiterzubetreiben, ist in meinen Augen der absolute Wahnsinn (mit Methode zwar, aber trotzdem) und durchaus berechtigt, Hass auf sich zu ziehen..
eine 'Energiewende' KANN nur bedeuten: weg von Verbrennung fossiler Stoffe!
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